Lesewochenende

12317699_551860858311638_792461452_n[1]Wie ich Euch ja bereits schon berichtet habe, mache ich bei “Das Jahr des Taschenbuchs” mit und Petzi und Ramona haben sich direkt für die ersten Tage ein “Lesewochenende” ausgedacht, an dem ich gerne teilnehme. Dann kann ich direkt die Chance nutzen und Euch erzählen, was ich gerade lese und was bei mir unterm Weihnachts bzw. Geburtstagsbaum lag.

Momentan bin ich in den letzten Zügen von “Zurück nach Tara” von Kate Alcott aus dem Insel Verlag. Ich finde es bisher ganz wunderbar, aber es ist definitiv nur etwas für Leute, die eine Schwäche für “Vom Winde verweht” haben und sich für das Drumherum der Dreharbeitern erwärmen können. Ich finde es sehr atmosphärisch und genieße die Wortgefechte zwischen Clark Gable und dem Produzenten Selznick und die liebevollen Momente zwischen Gable und seiner Geliebten Carole Lombard. Und Vivien Leigh regt sich immer darüber auf, dass man ihr die Brüste nach oben quetscht, weil sie obenrum wohl eher wenig vorzuweisen hat. ;-) Soweit ich es sagen kann, wirkt alles sehr authentisch. Den extremen Perfektionismus des Produzenten, die chaotischen Dreharbeiten, sowie den Geist Hollywoods in den 30er Jahren, fängt Alcott jedenfalls gekonnt ein. Und davon mal ab… ist das Cover nicht traumhaft?

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Lesetagebuch #3 – Neuer Glanz im Blog

Erstmal ein kleines Sorry, weil es gestern leider kein “Waiting of Wednesday” gab. Aber Euer Geldbeutel freut sich vielleicht! Ich habe die letzten zwei Tage an einem neuen Bloglayout gewerkelt und da blieb dann dafür leider keine Zeit. Ich hoffe es gefällt Euch! Ein paar ganz kleine Kleinigkeiten sind noch to do. So möchte ich das Layout noch eindeutschen. Anstatt “search” eben “Suche” und “Weiterlesen” für “Read more”, etc. Ansonsten ist es denke ich noch mal übersichtlicher geworden. Das alte Layout hatte leider ein zwei kleine Fehler bei älteren Browsern. Die werden zwar nur noch selten benutzt, aber eben besonders in Büros und wer möchte schon die lieben Menschen, die in ihrer Mittagspause hier vorbeisurfen, ausschließen! ;-) 

Das neue Layout hat ein paar nette Gimmicks. Zum Beispiel schönere Möglichkeiten für Fotos, etc. und ich mag einfach den aufgeräumten Charakter, ohne dass es langweilig aussieht. Und das Logo fügt sich auch so schön ein und wird an der ein oder anderen Stelle farblich aufgegriffen. Falls Ihr dennoch Fehler findet, bin ich für einen Kommentar immer dankbar.

Und nun aber zum eigentlichen Thema: LESESTOFF! :mrgreen: Momentan lese ich in einer Leserunde bei Lovelybooks “Atlantia” von Ally Condie. Ihre Cassia und Ky Trilogie fand ich damals sehr schön und auch dieser Einzelband gefällt mir nach 120 Seiten sehr gut. Sie ist eher eine Autorin der leisen Worte. Keine überbordene Action, dafür zeigt sie stark das Innenleben ihrer Figuren und schafft viel Atmosphäre. Ich mag auch ihre Sprache sehr gerne, da sie immer perfekt zur Handlung passt.

Außerdem habe ich gestern “Wenn du jetzt bei mir wärst” von Waltraut Lewin angefangen. Ich bin eine erklärte Bewunderin der Autorin, da ich schon seit längerer Zeit ihre zwei Bände über die Geschichte des Judentums lese. Das ist allerdings ein Langzeitprojekt, weil jeweils 800 Seiten. Sie kann einfach ganz faszinierend und leicht erzählen ohne dabei lehrerhaft zu wirken. In dieser Neuerscheinung des cbj Verlages geht es um Anne Frank, aber eben nicht so, wie man vermuten würde. Anne taucht plötzlich im hier und heute auf und während sie unsere Welt entdeckt, entdecken wir sie auch ganz neu. Ich gestehe, ich habe ihre Tagebücher nie gelesen, aber diverse Verfilmungen gesehen. Noch immer warte ich darauf, dass sich jemand erbarmt und den unglaublich guten Zweiteiler mit Ben Kingsley als Annes Vater auf DVD veröffentlicht. Der Film lief nur einmal im Fernsehen und auf DVD gibt es ihn nur im Original. Bis jetzt gefällt mir das Buch jedenfalls sehr gut, weil Lewin das Wesen des Mädchens sehr gut einfängt.

Und zu guter letzt, bin ich mitten drin in “Ein Jahr auf dem Land” von Anna Quindlen. Von dieser Autorin wollte ich schon immer etwas lesen, weil die Verfilmung ihres Romans “Familiensache” zu meinen absoluten Lieblingsfilmen gehört. Meryl Streep in Höchstform – was auch sonst! ;-) Bis jetzt bin ich begeistert von Quindlens schöner Sprache und dem feinen Humor und bin gespannt, wie es weitergeht.

Und Ihr so?

Lesetagebuch #2 – Verliebt in Lilly Lindner

Lilly Lindner und Ece Temelkuran

Nun – eigentlich ist das Foto ein bisschen geflunkert. Also ein kleines bisschen. Ein ganz ganz kleines bisschen. Ach scheiß drauf! Es ist die größte Lüge seit Maradonas irregulärem Tor  mit der “Hand Gottes”.  (95% der weiblichen Leser googlen nun, was das ist :mrgreen: ).

Eigentlich lese ich nämlich noch:
Kiera Cass: The Selection
Robert Galbraith: Der Ruf des Kuckucks
Sylvia Day: Hingabe
Waltraut Levin: Der Wind trägt die Worte – Geschichte und Geschichten der Juden (Langzeitprojekt – zwei Bände mit jeweils ca. 800 Seiten)

“Hingabe” (der vierte Crossfire Band) liegt allerdings schon seit Ende November brach und fängt sozusagen schon an vor sich hin zu müffeln. Ich habe die ersten drei Bände wirklich gerne gelesen, aber der vierte Band ist einfach nur doof. Keine Ahnung, ob ich den noch zu Ende lese.

Momentan aber auf der Prioritätenliste ganz oben, sind die beiden Bücher auf dem Foto. Einmal “Was nützt mir die Revolution, wenn ich nicht tanzen kann” von Ece Temelkuran aus dem Atlantik Verlag und “Was fehlt, wenn ich verschwunden bin” von Lilly Lindner. Das Schöne ist – beide Bücher haben überhaupt nichts gemein, aber beide sind auf ihre Art und Weise ganz besondere Bücher.

Die türkische Autorin Ece Temelkuran überzeugt mich sehr mit ihrem Roman. Ich bin zwar noch nicht ganz so weit, weil sich der Roman nicht mal eben so weglesen lässt und es zwischendurch komische Szenensprünge gibt, an die man sich mal erstmal gewöhnen muss, aber die Handlung ist sehr interessant und Temelkuran streut so wunderschön gebaute Sätze ein, geschmückt mit außergewöhnlichen Metaphern, dass man am liebsten mit dem Textmarker durch die Seiten pflügen will. Mache ich natürlich nicht. Dafür hilft mir meine Moses Haftmarker-Rolle, die meiner momentanen Lektüre folgt wie der Hund dem Herrchen. Aus meinem Buch hängen überall kleine Papierschnipsel.

Noch schlimmer geht es mir mit Lilly Lindners neuem Roman “Was fehlt, wenn ich verschwunden bin”, den ich gerade in einer Leserunde bei LovelyBooks lese. Die Community veranstaltet dieses Jahr eine Jahreschallenge mit den S.Fischer Verlagen und ich habe mir vorgenommen, da mal mitzumachen. Das Buch für den ersten Monat klang nach der Leseprobe wirklich gut, aber trotzdem bin ich mit wenig Erwartungen an das Buch gegangen. Ich wusste, dass Lindner mit ihrem Erstling “Splitterfasernackt”, in dem sie ihre eigene Vergangenheit verarbeitet hat, einen großen Erfolg hatte, aber irgendwie hatte ich die Autorin trotzdem nie auf dem Schirm. Und nun sitze ich hier und frage mich, wie mir das passieren konnte.

Der Roman ist in einem Wort “unbeschreiblich unfassbar wundebar” (wer behauptet dass ich zählen kann… ). Es geht um eine vierköpfige Familie, in der die ältere Tochter aufgrund einer Magersucht im Krankenhaus ist. Weit weg von ihrer Familie. Phoebe, die kleinere Schwester, deren Alter nie genannt wird, aber die ich nach knapp der Hälfte des Buches auf ca. 10 Jahre schätzen würde, schreibt ihrer Schwester April Briefe und diese Briefe bilden im Prinzip den Roman. Und dieses wundervolle altkluge und warmherzige Mädchen hat sich tief in mein Herz vergraben und Lindners Schreibe gleich mit.

Ich kann dem glaube ich mit meinen Worten gar nicht gerecht werden, aber die Autorin verfasst Sätze, die mich innehalten und aufseufzen lassen und die mich schon das ein oder andere Mal tief berührt haben und die tatsächlich, was ich in der Form noch niemals bei einer Autorin hatte, irgendetwas in mir bewegen. Sehr literarisch, poetisch und verspielt, dabei aber klar und leicht zu verstehen. Wunderschöne Bilder und Wortspiele, die ich noch nie gelesen habe. Auf Seite 55 bin ich beim Lesen aufgesprungen und an den PC gestürzt, um meine Gedanken in der Leserunde sofort aufzuschreiben.

Leider habe ich die vage Vermutung, dass Lindner mir im Laufe des Romans das Herz brechen wird. Das kann doch alles fast nicht gut ausgehen.

 

Lesetagebuch #1

Momentan lese ich mal wieder einen ganzen Haufen Bücher gleichzeitig.

Auf meinem Reader lese ich “Der Ruf der Trommel” von Diana Gabaldon. Ungefähr mein 37980. Re-Read, um dann endlich mit Band 5 zu starten, der für mich inklusive der folgenden Bände dann eine Premiere sein wird. Dann habe ich eine ziemliche 80er Jahre Anwandlung, denn ich lese die Casteel-Saga von V.C. Andrews. Übrigens ebenfalls ein Re-Read. Ich bin bereits im zweiten Band und bin mal wieder fasziniert, dass Andrews so einen hanebüchenen Kram schreibt, dem man sich aber komischerweise trotzdem nicht entziehen kann. Schreiben kann sie wirklich!

Seit gestern kommt das – nur geliehene – “Not that kind of girl” von Lena Dunham dazu. In den USA ist Schauspielerin und Produzentin Lena Dunham Everybodys Darling, weil sie sich gegen das Schönheitsideal und Frauenbild in Hollywood wehrt. Ich kenne ihre Serie “Girls” zwar nicht, da ich die amerikanischen Filmbranche aber recht intensiv verfolge, weiß ich jedoch um ihre momentane Rolle. Angefangen vom “Skandal” im letzten Jahr, als sich die eher moppelige Lena in ihrer Serie gerne mal im Adamskostüm zeigte oder ihre mehr als merkwürdigen Klamotten auf diversen Preisverleihungen. Ich finde ja sympathisch uneitel in diesem ganzen Kosmos von gebotoxten Weibern immer super, aber die gute Frau scheint einen merkwürdigen Hang zur Hässlichkeit zu haben, den ich auch nicht verstehe (einfach mal nach Lenas Outfit der diesjährigen Emmy Verleihung googeln, dann weißte Bescheid …)

Trotzdem dachte ich mir, liest du mal das, was Miss Dunham so zu sagen hat und nach 50 Seiten, kann ich nur sagen… ach Gott… das ist alles? Neurotisch und total Ich-bezogen? Und das nicht mal besonders witzig und neu schon mal gar nicht. Ich unterdrücke ein müdes Gähnen und warte noch mal 50 Seiten. Bisher kann ich nur sagen, ganz schön viel Schall und Rauch, um ein weißes Mädchen, welches sich in banalen Kleinigkeiten suhlt und aus allem ein Drama macht. Also das schaff ich auch und ich würd mich dabei besser anziehen! :mrgreen: