Thon, Wolfgang: Blutiges Land

Verlag: Blanvalet
erschienen:
2017
Seiten:
544
Ausgabe:
Taschenbuch
ISBN:
3734102405

Klappentext:

Seit ihrer Jugend sind der Müllerssohn Eik und der Landadelige Valerian befreundet – bis sich Eik in Valerians Schwester verliebt. Der junge Edelmann ist so vehement gegen diese unstandesgemäße Verbindung, dass sich die Männer fortan aus dem Weg gehen. Doch der 30-jährige Krieg ändert alles. Während Eik sich auf die Seite der Protestanten schlägt, schließt sich Valerians Familie den Katholiken an. In der Schlacht von Magdeburg treffen sie wieder aufeinander – und nur einer kann überleben!

Rezension:

Der Dreißigjährige Krieg hat das Dorf Bruchhausen erreicht. Hier lebt Valerian von Villesesn mit seiner Familie. Er und seine Schwester Augusta sind mit dem Müllersburschen Eik gut befreundet. Diese Freundschaft droht allerdings zu zerbrechen, denn Eik und Augusta haben sich ineinander verliebt. Aber bevor es zum Bruch kommen kann, hat der Krieg sie erreicht. Nun geht es nicht mehr nur um die Liebe zweier junger Leute, sondern um das Leben aller. Während Valerian sich der katholischen Liga anschließt, zieht es Eik auf die Seite der Protestanten. Was wird geschehen, wenn die Freunde sich auf dem Schlachtfeld wiedersehen? 

Wolfgang Thon erzählt eine Geschichte aus einem grausamen Krieg, dabei hat er seine fiktiven Charaktere wunderbar mit den historischen Gegebenheiten verknüpft. Er zieht einen direkt von der ersten Seite mitten ins Geschehen. Einige Szenen spielen zwar auch im näheren Umfeld von zum Beispiel Generalissimus Wallenstein oder seinen Gegner Tilly, aber nie so vordergründig, dass man als Leser Valerian oder Eik aus den Augen verliert. Vielmehr wird hier davon erzählt, wie die Männer in ihren Augen vorankamen. Zugleich werden die Zusammenhänge der Zeit erläutert.

Von Anfang an hat mir die Geschichte gut gefallen und ich mochte kaum innehalten mit dem Lesen. Eik und Valerian müssen einiges überstehen, um zu überleben. Ihre Geschichte ist dabei durchweg spannend. Der Autor versteht es hervorragend, eben diese Spannung hochzuhalten.

Aber nicht nur das Leben der Jungen wird erzählt, auch Augusta kommt zu Wort. Sie als Frau hat auch einiges erlebt und wird gut dargestellt. Die drei Handlungsstränge laufen parallel zueinander, bis sie dann auf den letzten Seiten sich wieder miteinander verknüpfen und ein Gesamtbild ergeben.

Hier wird eine Geschichte aus dem Dreißigjährigen Krieg erzählt, und zwar so mitreissend und spannend, dass es mir kaum möglich war, mal innezuhalten. Bis auf den Schluss, der war jetzt etwas abrupt und wirkt schon so, als würde es vielleicht eine Fortsetzung geben. Ich würde sie jedenfalls gern lesen.

Note: 2+