Hallo Mädels!
Hmm...ja, also irgendwie...der Brüller ist das Buch wohl nicht. Im ersten ersten Abschnitt fand ich es noch ganz nett, dass Sybilla so ohne Probleme in das neue Leben passt, zwar sehr unglaubwürdig, aber ganz angenehm, weil ich mich so nicht mit Kompikationen auseinander setzen musste - etwas leichtere Lektüre kann ich im Moment ganz gut gebrauchen.
Insofern kann ich jetzt beim Weiterlesen ganz gut damit leben.
Nur ist mir Sybilla etwas unsympathischer geworden. Wie sie ihre Mutter behandelt ist wirklich unter aller Sau, ausserdem ist sie mir zu manipulativ. Dass sie den Ebel so umgarnt, um ihren Willen zu bekommen ist zwar schlau, aber wirklich durchtrieben, finde ich. Mir ist dabei echt schlecht geworden.
Dann ihre systematische Vorgehensweise mit Jochen, wie sie ihn in die richtige Richtung lenken kann, dabei scheint er ja nun wirklich ein feiner Kerl zu sein.
Als sie zusammen an der Manterlverzierung arbeiten, dachte ich, jetzt wird es etwas tiefgründiger und die beiden kommen sich näher...Pustekuchen. Ich mag das nicht, wenn solche bedeutungsschwangeren Szenen eingeführt werden, um dann im Nichts zu enden. Im Prinzip ist es ja gut, wenn die Autorin versucht, so einer Beziehung durch Aufs und Abs Tiefe zu geben, aber hier war das einfach zu platt und unverständlich für mich.
Ich komme nicht dahinter, wie die beiden denn nun zueinander stehen, es gibt zuviele Widersprüche.
Dass Jochen ihr die Schuld am Verlust des Kindes gibt, finde ich wiederum nachvollziehbar, er ist zu Recht enttäuscht von Sybilla. Warum hat sie nicht ein bisschen Geduld und versucht ihn dazu zu bringen, ihr auch im Geschäftlichen etwas zu vertrauen? Das wäre mal schlau gewesen...Diesen Alleingang ganz eindeutig gegen Jochens Willen fand ich total daneben und dass sie jetzt kein Mitleid von ihm bekommt - selbst schuld, würde ich sagen.
Insgesamt finde ich das sehr schade, dass Sybilla so charakterschwach rüberkommt, es wirkt auf mich eben nicht tough und patent, wie I.T. sie beschreibt, sondern durchtrieben und manipulativ. Ausserdem bleibt die Handlung bisher zu platt.
An die Vorhersehbarkeit und haarsträubende Banalität eines Iny Lorentz (sorry, aber ich fand das Vermächtnis der Wanderhure einfach echt schlecht) oder der Rose von England

reicht es aber noch nicht heran. Ausserdem lässt sich das Buch flüssig lesen, insofern nehme ich das Buch immer noch gern zur Hand.
@ Sabrina:
Das mit den Schafsdärmen ist ja eine erfindung von Sybilla, die Christina gegenüber nicht zugeben wollte, dass sie keinen Sex mit Jochen hat.
Und Schafsdärme konnte auch von der Frau ohne das Wissen des Partners benutzt werden, indem sie sie einfach vorher eingeführt hat.
Warum jetzt einer von den Beiden an Schafsdärme hätte denken sollen, als sie es dann endlich doch tun, verstehe ich aber auch nicht, da es ja nur eine Erfindung
war. Jochen wollte ja ein Kind, wenn, dann hätte I.T. schreiben können, dass Sybilla die Schafsdärme vergessen hat.

Naja, ist mir beim Lesen auch nicht aufgefallen, aber Recht hast du.
Liebe Grüße
Wiebke