Hallo, Ihr Lieben!
Kaum zu glauben, aber ich habs grad geschafft!!!
Ich habe den Text hier geschrieben, mich dann noch mit meinem Schatz unterhalten und dann... weitergelesen! Irgendwie hat mich das Buch dann doch nicht losgelassen.

Ich wollte es wohl auch endlich hinter mich bringen.
Tja, was soll ich sagen? Da lag ich im Bett und ertappte mich dabei, laut loszulachen. Der arme Granby! Da hat er sich ja was angelacht! Die Geburt von Iskierka (was findet Novik eigentlich immer an diesen schwerzulesenden Namen?!

) ist eindeutig das beste am ganzen Buch! Granby, der sich alles immer so schön ausgemalt hat und dann dieses kleine vorlaute Wesen, dass sich seinen Namen selbst aussucht und dann rumdrängelt, er soll bloß alles schnell hinter sich bringen, sie will endlich kämpfen! Hätte ich nicht schon gelegen, wäre ich glatt vor Lachen umgefallen. Da hat unser kleiner Revoluzzer das Babysitting dazu genutzt, die armen kleinen Drachen in ihren Eiern vollzuquatschen mit seinen Ideen - und raus kommt eine kleine blutrünstige Amazone!

Mit der wird Granby noch seinen Spaß haben.
Um es blumig zu sagen: das schlaffe Segel des Buches fing nach laaaaanger Flaute wieder einen Hauch Wind auf und geriet langsam wieder in Bewegung.
Ganz plötzlich sind sie im belagerten Danzig. Da zieht es sich wieder etwas, finde ich. Obwohl natürlich eine Belagerung auch nichts gerade abenteuerliches ist, solange man warten muss. Und als Überraschung tauchen Tharkay, Arkady und die anderen auf, die Spannung steigt, Temeraire hat eine seiner revoluzionären Ideen, es tut sich endlich was und ... dann - WUMM!!! - ist das Buch zu Ende.
Ich habe mich sehr gefreut, als Tharkay und Arkady wieder auftauchten, sie haben mir irgendwie gefehlt. Und es war so schön zu lesen, wie sie diese bunten Tragegeschirre umbekommen haben!
Allerdings hat es mich dann doch umgehauen, dass Temeraire plötzlich meinte, er könnte 300 Mann mitnehmen. Ich hatte dieses Bild aus einem der vorigen Bände vor Augen, wo er das Geschirr umbekommt und ohnehin schon Schwierigkeiten, mit vorzustellen, wie er seine ganze Mannschaft transportiert. Und jetzt auf einmal 300 Mann? Wahrscheinlich habe ich mir seine Größe wohl doch nicht richtig klar gemacht.
Diese ganze Aktion mit dem Ausflug aus Danzig ist spannend, aber auch ein wenig unglaubwürdig und ganz ehrlich gesagt verstehe ich auch nicht, dass Lien am Schluss nicht den
Göttlichen Wind eingesetzt hat. Klar, sie will Temeraire nicht töten, er soll lange leiden, aber das wäre doch eine gute Gelegenheit gewesen?! Irgendwie kommt der Titel "Drachenzorn" nicht so wirklich an den Inhalt des Buches ran.
Band vier ist in Arbeit. Ich weíß nicht, ob ich ihn kaufen und lesen werde. Dieses Buch war mir einfach zu ... ich weiß nicht mal, wie ich es beschreiben soll.
Jetzt muss ich Schluss machen und mich anziehen. Ich werde darüber nachdenken und dann melde ich mich noch einmal.
Liebe Grüße
Anja