Autor Thema: Ines Thorn – Die Pelzhändlerin: Kapitel 4 bis Ende Teil 1  (Gelesen 1411 mal)

Offline Kathrin

  • Global Moderator
  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 8665
Ines Thorn – Die Pelzhändlerin: Kapitel 4 bis Ende Teil 1
« am: April 10,April 2007, 18:18:35 »
Hier findet die Diskussion von Kapitel 4 bis Ende Teil 1 statt. Spoilermarkierungen sind nicht nötig!
Rock the night!!!

Offline Kathrin

  • Global Moderator
  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 8665
Re: Ines Thorn – Die Pelzhändlerin: Kapitel 4 bis Ende Teil 1
« Antwort #1 am: April 16,April 2007, 13:00:11 »
Darf ich schon weitermachen ?????? Ich bin gestern echt so gut vorangekommen  :funkey:

Also, ja, der Zunftmeister, dieser Ebel, dass ist ja mal ein direkter Unsympathling, WIDERLICH!!! Sibyllas Spielchen mit dem Zunftmeister gingen mir auch
etwas zu schnell und zu glatt. Ich mag kämpferische Frauen ja an und für sich ganz gerne, aber das ist mir doch alles ein bissl zu klischeehaft. Und dann ist der alte auch noch so was von einem geilen alten Bock  :roll:

Und dann will Jochen Sibylla auch direkt klar machen, wer im Haus das Sagen hat... :roll:. Ich denke, mit Jochen hat sie einen ganz guten Fang gemacht, insofern war ihre Wahl wohl gar nicht mal so dumm. Alles in allem ging mir das aber auch schon wieder zu glatt. Is ja schön und gut, wenn die zwei einigermaßen mit einander zurecht kommen, aber trotzdem ist mir das etwas zu flach und einfach gehalten. Selbst im Bett kommen sie mit dem Fellkleid einigermaßen gut zurecht. Nichtsdestotrotz weiß man , dass das irgendwie nicht lange gut gehen kann, Sibylla ist einfach eine zu starke Persönlichkeit für Jochen.

Ich hoffe übrigens sehr, dass Sibyllas Angst vor dem Schatten und ihre ständigen Träume von der echten Sibylla nicht Überhand nehmen. Ich will in diesem Buch keinen Hokus-Pokus. Das mag in anderen Büchern okay sein, aber es gehört einfach nicht in jeden historischen Roman.

Was mich teilweise ziemlich geschockt hat, waren Sibyllas Gedanken ihrer leiblichen Mutter Martha gegenüber, ziemlich verachtend, auch wenn sie immer wieder ein schlechtes Gewissen kriegt,  aber Martha tut mir in der ganzen Situation doch ziemlich leid! Ich weiß nicht, bis jetzt werde ich mit Sibylla nicht wirklich warm  |-) Ich verstehe nicht, wie sie als arme Wäscherin, unehelicher Bastard, so großkotzig sein kann  :kopfkratz: Auch wie sie mit Jochen umspringt...der tut mir auch ein bissl leid. Ach und dann verliert sie auch noch ihr Baby und lernt den Arzt kennen, von dem schon der Klappentext was erzählt...Das mit der bösen Zunftmeisterin ist mir übrigens auch etwas zu schwarz-weiß  :-o

Is schon manchmal komisch mit mir, da motz ich rum  :-/ und motz immer weiter  :-/, aber aufhören zu lesen kann ich doch nicht. Da geh ich doch schon direkt in Gedanken meinen LR-Kalender durch, wann ich ein Plätzchen für die Fortsetzung hätte...ich glaube allzulange würde ich es nicht hinauszögern wollen.

sodele, das war's erstmal
lg
kathrin
Rock the night!!!

Offline sabrina

  • Full Member
  • ***
  • Beiträge: 149
Re: Ines Thorn – Die Pelzhändlerin: Kapitel 4 bis Ende Teil 1
« Antwort #2 am: April 16,April 2007, 19:11:48 »
Oh weh, ich muss leider gleich weiter motzen. Das tut mir schon irgendwie leid, aber es gibt hier wirklich sehr viel was mich stört.
Zum einen dieser geile Bock Zunftmeister und immer dieses mit den Feuer unter dem Rock bei den Frauen :roll:.
 Na egal, diese Stelle fand ich merkwürdig. Kapitel 5 bei mir Seite 108 (Ich lese die Sonderausgabe für 5,95) Sibylla sagt zu Christine
Zwar hatte sie in der Hochzeitsnacht die Ehe vollzogen, doch die Nächte danach waren nicht so gelaufen, dass ein Kind daraus hätte entstehen können
So, ich verstehe darunter, dass die beiden nach der Hochzeitsnacht nicht mehr "richtigen" Geschlechtsverkehr gehabt hatten, sondern nur noch mit dem Kanichenfell gekuschelt.
Christine zeigt nun Besorgnis:
Die Vernachlässigung des Schoßes aber kann uns großen Schaden zufügen und närrische Gedanken erzeugen. So manche Frau ist daran zugrunde gegangen.... bla, bla, bla.......

Sibylla die sich nun ertappt fühlt, muss nun irgendwie die Richtung ändern. Dann geht diese Geschichte los mit den Schafsdärmen. Empfängsnisverhütung wegen Angst im Kindbett zu sterben usw, usw.....

Dieser Satz:
Immer kann ich mich Theiler nicht verweigern
Habe ich einfach für eine Entschuldigung gehalten.
Irgendwie wiederspricht sich das für mich total, oder siehe ich das jetzt zu eng? habe nur ich das Falsch verstanden?

Dann kommt zum Ende 6. Kapitel doch noch zu einer Vereinigung. sodass keiner von beiden schließlich mehr an die Schafsdärme gedacht hat Hä...ich verstehe nur Bahnhof. Waren die Schafsdärme nun nur eine Erfindung Sibyllas oder was. Ich kann mir wirklich nicht vorstellen das Jochen so eine moderne Ansicht hat und Schafsdärme als Kondom über zu ziehen. Tut mir leid, er ist ein Mann, er will einen Sohn und wir befinden uns hier im Mittelalter. :kopfkratz: :-/

Dann das 7. Kapitel
Die Schwangerschaft machte Sibylla trotz allem noch schöner
Ich will ja hier kein Stinkstiefel sein, aber was ist das denn für ein Satz zum Anfang eines Kapitels. Entweder wird im Vorkapitel schon die Schwangerschaft zumindest einmal erwähnt, dann kann man so im Folgekapitel anfangen. Oder aber es muss dem Leser erstmal von einer Schwangerschaft erzählt werde. Nach dem Motto "Nach einiger Zeit stellte Sibylla fest das sie schwanger ist".
Ich will ja hier nicht als Lästertante der Nation erscheinen, aber das 7. Kapitel fand ich ganz schlecht. :-/
Alles geht hier Knall auf Fall. Sibylle als Erfinderin der Stofftiere. Die Zunfmeistergattin als böse Hexe....usw, usw.
Die Autorin hätte doch hier so viele Möglichkeiten gehabt das alles besser auszuarbeiten. Dann verliert Sibylla das Bewusstsein. Als sie aufwacht hat sie schon das Kind geboren eine Totgeburt, ohne etwas davon zu merken.......also wirklich :kopfkratz:
« Letzte Änderung: April 16,April 2007, 19:19:24 von sabrina »

Offline Wiebke

  • Sr. Member
  • ****
  • Beiträge: 464
Re: Ines Thorn – Die Pelzhändlerin: Kapitel 4 bis Ende Teil 1
« Antwort #3 am: April 16,April 2007, 21:08:12 »
Hallo Mädels!

Hmm...ja, also irgendwie...der Brüller ist das Buch wohl nicht. Im ersten ersten Abschnitt fand ich es noch ganz nett, dass Sybilla so ohne Probleme in das neue Leben passt, zwar sehr unglaubwürdig, aber ganz angenehm, weil ich mich so nicht mit Kompikationen auseinander setzen musste - etwas leichtere Lektüre kann ich im Moment ganz gut gebrauchen.

Insofern kann ich jetzt beim Weiterlesen ganz gut damit leben.

Nur ist mir Sybilla etwas unsympathischer geworden. Wie sie ihre Mutter behandelt ist wirklich unter aller Sau, ausserdem ist sie mir zu manipulativ. Dass sie den Ebel so umgarnt, um ihren Willen zu bekommen ist zwar schlau, aber wirklich durchtrieben, finde ich. Mir ist dabei echt schlecht geworden.
Dann ihre systematische Vorgehensweise mit Jochen, wie sie ihn in die richtige Richtung lenken kann, dabei scheint er ja nun wirklich ein feiner Kerl zu sein.
Als sie zusammen an der Manterlverzierung arbeiten, dachte ich, jetzt wird es etwas tiefgründiger und die beiden kommen sich näher...Pustekuchen. Ich mag das nicht, wenn solche bedeutungsschwangeren Szenen eingeführt werden, um dann im Nichts zu enden. Im Prinzip ist es ja gut, wenn die Autorin versucht, so einer Beziehung durch Aufs und Abs Tiefe zu geben, aber hier war das einfach zu platt und unverständlich für mich.
Ich komme nicht dahinter, wie die beiden denn nun zueinander stehen, es gibt zuviele Widersprüche.

Dass Jochen ihr die Schuld am Verlust des Kindes gibt, finde ich wiederum nachvollziehbar, er ist zu Recht enttäuscht von Sybilla. Warum hat sie nicht ein bisschen Geduld und versucht ihn dazu zu bringen, ihr auch im Geschäftlichen etwas zu vertrauen? Das wäre mal schlau gewesen...Diesen Alleingang  ganz eindeutig gegen Jochens Willen fand ich total daneben und dass sie jetzt kein Mitleid von ihm bekommt - selbst schuld, würde ich sagen.

Insgesamt finde ich das sehr schade, dass Sybilla so charakterschwach rüberkommt, es wirkt auf mich eben nicht tough und patent, wie I.T. sie beschreibt, sondern durchtrieben und manipulativ. Ausserdem bleibt die Handlung bisher zu platt.
An die Vorhersehbarkeit und haarsträubende Banalität eines Iny Lorentz (sorry, aber ich fand das Vermächtnis der Wanderhure einfach echt schlecht) oder der Rose von England  :-> reicht es aber noch nicht heran. Ausserdem lässt sich das Buch flüssig lesen, insofern nehme ich das Buch immer noch gern zur Hand.

@ Sabrina:
Das mit den Schafsdärmen ist ja eine erfindung von Sybilla, die Christina gegenüber nicht zugeben wollte, dass sie keinen Sex mit Jochen hat.
Und Schafsdärme konnte auch von der Frau ohne das Wissen des Partners benutzt werden, indem sie sie einfach vorher eingeführt hat.
Warum jetzt einer von den Beiden an Schafsdärme hätte denken sollen, als sie es dann endlich doch tun, verstehe ich aber auch nicht, da es ja nur eine Erfindung war. Jochen wollte ja ein Kind, wenn, dann hätte I.T. schreiben können, dass Sybilla die Schafsdärme vergessen hat.  :kopfkratz:

Naja, ist mir beim Lesen auch nicht aufgefallen, aber Recht hast du.

Liebe Grüße
Wiebke
« Letzte Änderung: April 16,April 2007, 21:09:57 von Wiebke »

Offline sabrina

  • Full Member
  • ***
  • Beiträge: 149
Re: Ines Thorn – Die Pelzhändlerin: Kapitel 4 bis Ende Teil 1
« Antwort #4 am: April 16,April 2007, 22:03:55 »
@ Sabrina:
Das mit den Schafsdärmen ist ja eine erfindung von Sybilla, die Christina gegenüber nicht zugeben wollte, dass sie keinen Sex mit Jochen hat.

@Wiebke
Gut, dann hast du es ja auch so verstanden wie ich.

Warum jetzt einer von den Beiden an Schafsdärme hätte denken sollen, als sie es dann endlich doch tun, verstehe ich aber auch nicht, da es ja nur eine Erfindung war.

Sehr merkwürdig, wirklich.

Übrigens dachte ich Schafsdärme würden wie ein Kondom funktionieren. Also überziehen und Knoten vorne reinmachen  :->.
Das sich die Frau das einführen muss daran hätte ich nicht gedacht. Wie das funktionieren soll kann ich mir aber nicht wirklich vorstellen |-), na egal.
Okay, ist schon logisch, da ich mir wirklich nicht vorstellen konnte das die Herren früher so etwas benutzt hätten. Die wollten sich doch nur vermehren und mussten die Kinder nicht bekommen. :roll:

Und ich muss euch da voll zustimmen, Sibylla ist wirklich keine sehr sympathische Figur.
« Letzte Änderung: April 16,April 2007, 22:06:16 von sabrina »

Offline Wiebke

  • Sr. Member
  • ****
  • Beiträge: 464
Re: Ines Thorn – Die Pelzhändlerin: Kapitel 4 bis Ende Teil 1
« Antwort #5 am: April 16,April 2007, 22:19:19 »
Hallo Sabrina!

Also, das mit den Schafsdärmen hab ich natürlich auch nur so gelesen. Und ich les ja fast ausschließlich historisches, dabei ist mir schon der Schafsdarm oder auch die Schweineblase sowohl als eine Art Kondom untergekommen als auch als "Femidom"  :-)), also dass die Frau es sich einführte. Gibt´s ja heute auch, das Kondom für Frauen. Hat sicherlich auch funktioniert, wobei ich über den Pearl-Index nicht spekulieren möchte... :->

Liebe Grüße
Wiebke

Offline sabrina

  • Full Member
  • ***
  • Beiträge: 149
Re: Ines Thorn – Die Pelzhändlerin: Kapitel 4 bis Ende Teil 1
« Antwort #6 am: April 16,April 2007, 22:37:06 »
@Wiebke
"Femidom", nett :-))
Aber du hast recht, so etwas gibt es heute natürlich auch.

Grüße
sabrina

Offline Kathrin

  • Global Moderator
  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 8665
Re: Ines Thorn – Die Pelzhändlerin: Kapitel 4 bis Ende Teil 1
« Antwort #7 am: April 17,April 2007, 09:22:08 »
Hallo Mädels,

ich seh schon, wir sind und hier so ziemlich einig in unserer Meinung. Aber wisst ihr was mich wundert? Ich kann das Buch nicht aus der Hand legen, es geht einfach nicht. Die Seiten blättern sich fast von alleine um und ich schätze ich bin morgen abend damit durch, wahrscheinlich wäre ich es schon heute abend, wenn heute nicht mein Pro7-Fernsehguck-Abend wäre, aber gut, die verzweifelten Hausfrauen und die jungen Ärzte werden mich davor bewahren, das Buch heute schon zu beenden.

Dann das 7. Kapitel
Die Schwangerschaft machte Sibylla trotz allem noch schöner
Ich will ja hier kein Stinkstiefel sein, aber was ist das denn für ein Satz zum Anfang eines Kapitels. Entweder wird im Vorkapitel schon die Schwangerschaft zumindest einmal erwähnt, dann kann man so im Folgekapitel anfangen. Oder aber es muss dem Leser erstmal von einer Schwangerschaft erzählt werde. Nach dem Motto "Nach einiger Zeit stellte Sibylla fest das sie schwanger ist".
Ich will ja hier nicht als Lästertante der Nation erscheinen, aber das 7. Kapitel fand ich ganz schlecht. :-/
Alles geht hier Knall auf Fall. Sibylle als Erfinderin der Stofftiere. Die Zunfmeistergattin als böse Hexe....usw, usw.
Die Autorin hätte doch hier so viele Möglichkeiten gehabt das alles besser auszuarbeiten. Dann verliert Sibylla das Bewusstsein. Als sie aufwacht hat sie schon das Kind geboren eine Totgeburt, ohne etwas davon zu merken.......also wirklich :kopfkratz:

Mir ist das dann später auch noch ein paar Mal aufgefallen, irgendwie fühle ich mich ein wenig um die Geschehnisse betrogen. Mir ist die Geschichte etwas zu oberflächlich erzählt. Ich weiß nicht, vielleicht bin ich etwas verwöhnt und sicherlich kann nicht jedes Buch 1000 Seiten dick sein, aber irgendwie hab ich das Gefühl, als ob das Buch künstlich gekürzt worden wäre, damit es auch ja auf max. 500 Seiten rauskommt...okay, etwas übertrieben dargestellt, aber mir fehlen an vielen Stellen die Feinheiten, die Einzelheiten.

@Wiebke: was Deine Einschätzung zu Sibylla angeht (zu manipulativ, zu durchtrieben), das stört mich schon auch, sie wird mir einfach nicht wirklich sympathisch, bis jetzt zumindest noch nicht. Aber es  gefällt mir ganz gut, dass Sibylla eben nicht nur hübsch, clever, charmant und das Gute in Person ist, sondern dass sie auch unsympathische Seiten haben darf. Interessanterweise finde ich das bei männlichen Romanfiguren aber viel reizvoller, als bei den weiblichen Romanfiguren...aber gut, ich steh nun mal auf Gablés Jonah und Raymond und die sind beide nicht ohne, gelle  :->

lg
kathrin
Rock the night!!!

Offline Meike

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 994
  • Jonas & Jule
Re: Ines Thorn – Die Pelzhändlerin: Kapitel 4 bis Ende Teil 1
« Antwort #8 am: April 17,April 2007, 15:49:37 »
Ihr Lieben,
ich mach mal direkt weiter und ich sehe schon, dass zumindest wir vier da einer Meinung sind  :->!

Insgesamt finde ich das sehr schade, dass Sybilla so charakterschwach rüberkommt, es wirkt auf mich eben nicht tough und patent, wie I.T. sie beschreibt, sondern durchtrieben und manipulativ. Ausserdem bleibt die Handlung bisher zu platt.
An die Vorhersehbarkeit und haarsträubende Banalität eines Iny Lorentz (sorry, aber ich fand das Vermächtnis der Wanderhure einfach echt schlecht) oder der Rose von England  :-> reicht es aber noch nicht heran. Ausserdem lässt sich das Buch flüssig lesen, insofern nehme ich das Buch immer noch gern zur Hand.
Also Wiebke mit den ersten zwei Sätzen sprichst du mir aus der Seele! Ich komm an die Figur Sibylla überhaupt nicht ran emotional, denn ich finde sie auch einfach sehr charakterschwach beschrieben. Auch aus Jochens Figur und seinem Schicksal hätte man meiner Meinung nach mehr raus holen können. Das geht mir einfach alles sehr glatt, grade auch die spezielle Sexualität die die Beiden miteinander teilen. Hat sich Sibylla nie gefragt warum Jochen sie nur durch das Fellkleid berührt??? Hat sie ihn jemals gefragt was mit seinem Bein passiert ist??? Reden die überhaupt irgendwann mal oder leben die nebeneinander her???

@Sabrina: Das mit den Schafsdärmen hat mich auch ziemlich verwirrt! Das fand ich auch ziemlich merkwürdig.

ich seh schon, wir sind und hier so ziemlich einig in unserer Meinung. Aber wisst ihr was mich wundert? Ich kann das Buch nicht aus der Hand legen, es geht einfach nicht. Die Seiten blättern sich fast von alleine um und ich schätze ich bin morgen abend damit durch, wahrscheinlich wäre ich es schon heute abend, wenn heute nicht mein Pro7-Fernsehguck-Abend wäre, aber gut, die verzweifelten Hausfrauen und die jungen Ärzte werden mich davor bewahren, das Buch heute schon zu beenden.

Ich finde auch, dass das Buch sich super flüssig lesen lässt, trotz der Mängel. Ist aber ja manchmal einfach so, weil es sehr flüssig geschrieben ist.

@Wiebke: was Deine Einschätzung zu Sibylla angeht (zu manipulativ, zu durchtrieben), das stört mich schon auch, sie wird mir einfach nicht wirklich sympathisch, bis jetzt zumindest noch nicht. Aber es  gefällt mir ganz gut, dass Sibylla eben nicht nur hübsch, clever, charmant und das Gute in Person ist, sondern dass sie auch unsympathische Seiten haben darf. Interessanterweise finde ich das bei männlichen Romanfiguren aber viel reizvoller, als bei den weiblichen Romanfiguren...aber gut, ich steh nun mal auf Gablés Jonah und Raymond und die sind beide nicht ohne, gelle  :->.
Ich mag es ja uch, wenn die Hauptpersonen Ecken und Kanten haben und nicht nur gut und zugleich wunderschön sind. Aber bei Sibylla hab ich einfach den Eindruck, dass sie keine Tiefe hat. Sie ist mir nicht sympathisch und ich finde sie ein Stück zu berechnend. Ich weiß auch nicht, ich fand das sehr schade!

Das mit dem Treffen des Arztes und dem Verlust ihres Kindes fand ich sehr flach und etwas lieblos beschrieben. Ich weiß nicht, für mich muss das ein packender Moment sein, wenn "DIE ZWEI" sich treffen, aber das war es hier definitv nicht! Trotzdem bin ich gespannt wie es weiter geht und will das auch unbedingt wissen!

Ich les dann mal weiter!
LG, Meike
"Du öffnest die Bücher und sie öffnen dich"
Tschingis Aitmatov

Ich lese gerade:
"Saphierblau" von Kerstin Gier

Offline sabrina

  • Full Member
  • ***
  • Beiträge: 149
Re: Ines Thorn – Die Pelzhändlerin: Kapitel 4 bis Ende Teil 1
« Antwort #9 am: April 17,April 2007, 16:43:50 »


Mir ist das dann später auch noch ein paar Mal aufgefallen, irgendwie fühle ich mich ein wenig um die Geschehnisse betrogen. Mir ist die Geschichte etwas zu oberflächlich erzählt. ..........aber irgendwie hab ich das Gefühl, als ob das Buch künstlich gekürzt worden wäre, damit es auch ja auf max. 500 Seiten rauskommt...okay, etwas übertrieben dargestellt, aber mir fehlen an vielen Stellen die Feinheiten, die Einzelheiten.


Ganz genau so geht es mir auch. Es gibt so viele Momente wo die Autorin richtige Spannung hätte schaffen können, aber sie tut es nicht. Gerade auch der Anfang des 7. Kapitels schreit einen ja geradezu entgegen  "Ich bin gekürzt worden" :roll:.

Das mit dem Treffen des Arztes und dem Verlust ihres Kindes fand ich sehr flach und etwas lieblos beschrieben. Ich weiß nicht, für mich muss das ein packender Moment sein, wenn "DIE ZWEI" sich treffen, aber das war es hier definitv nicht!

Mir fehlt auch eindeutig die Spannung zwischen Sibylle und dem Arzt. Auch jetzt schon im Hinblick auf die folgenden Kapitel. Das knistert einfach überhaupt nicht zwischen den Beiden.


ich seh schon, wir sind und hier so ziemlich einig in unserer Meinung. Aber wisst ihr was mich wundert? Ich kann das Buch nicht aus der Hand legen, es geht einfach nicht. Die Seiten blättern sich fast von alleine um und ich schätze ich bin morgen abend damit durch, wahrscheinlich wäre ich es schon heute abend, wenn heute nicht mein Pro7-Fernsehguck-Abend wäre, aber gut, die verzweifelten Hausfrauen und die jungen Ärzte werden mich davor bewahren, das Buch heute schon zu beenden.


Ich bin zwar nicht ganz so schnell wie Kathrin  ;-), aber bei mir fliegen die Seiten auch nur so dahin. Ich möchte auch wissen wie das Buch endet und würde es auch nicht weglegen. Auch wenn es für mich nicht der große Wurf ist, und mich vieles stört, kann es trotzdem unterhalten, und das ist ja auch schon etwas.

Liebe Grüße
sabrina

Offline Annette B.

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 1934
Re: Ines Thorn – Die Pelzhändlerin: Kapitel 4 bis Ende Teil 1
« Antwort #10 am: April 17,April 2007, 21:03:44 »
Hallo Ihr Lieben,

also ich komme gerade mal ganz schlapp hinterher, da hier bei uns einige große Ereignisse ihre Schatten (und Unruhe) vorrauswerfen.
Dennoch, ich habe auch wieder ein paar Seiten geschafft zu lesen obwohl mir das nicht soooo leicht fällt.
 
Im ersten Abschnitt hatte ich ja noch geschrieben, dass mir Sibylle noch nicht als Bild vor Augen steht....mittlerweile steht sie mir auch in ihrer Denkweise nicht mehr vor dem inneren Auge. :-o

Ich empfinde sie nur noch als Egoistisch und total unsympathisch. Ihr habt das hier schon angesprochen, ihr Verhalten ihrer Mutter gegenüber ist einfach nur schrecklich. Ebenso wie ihr Verhalten Jochen gegenüber ! Er bringt ihr alles bei was sie wissen will und er kämpft selbst schon mit einigen gräßlichen Widrigkeiten in der Werkstatt und auch in der Zunft! Und was macht Sibylla, sie macht ihn auch noch zum Affen und hintergeht ihn.Meike hat das schon so schön gesagt, sie reden offenbar gar nicht miteinander und Sibylla macht einfach was sie will ohne sich mit ihm zu besprechen! Wie doof ist das denn??? Er bringt ihr alles bei und sie handelt ohne sich mit ihm zu beraten???  Überhaupt nimmt Sibylla in keiner Weise rücksicht auf die Gefühle anderer, sie ist nur um sich selbst besorgt und um ihre Gefühle.
Nee das gefällt mir nicht. |-)
Ich muß Kathrin recht geben, so ein fieses Verhalten kann man eher bei einem Mann tolerieren, da wirkt das manches mal sogar Clever, aber bei Sibylla wirkt das einfach nur abstoßend.

Offen gestanden gefällt mir persönlich auch der schreibstil von I.T.  nicht so ganz ! Entweder wirkt er an vielen Stellen abgehackt und zusammenhangslos, oder er wirkt gefühllos und oberflächlich ! Und was ich als wirklich schlimm empfinde ist diese totale Humorlosigkeit in dem Buch.  :-/
Also die eine oder andere Szene hätte I. T. schon so drehen können, dass sie auch zum schmunzeln verleitet ...vielleicht so kleine Patzer beim Eingewöhnen im Wöhlerhaus oder auch bei der Hochzeit. Nur diesen blöden Spruch mit dem einmal im Brautgemach ist... und zweimal ist.... u.s.w., also das hat meine Lachmuskeln nicht bewegt. Wenn schon die Geschichte nicht in allen Punkten zu 100 Prozent schlüssig ist, so schau ich gerne über solche Patzer hinweg, wenn ich dann wenigstens noch gut unterhalten werde und dabei lachen kann.
OK, dass Buch mag noch nicht so nervig sein wie die Rose von England, aber sooo toll das ich direkt die Fortsetzung lesen möchte, ist es für mich auch nicht.
Was mich genauso wie Euch auch stört, ist einfach die fehlende Tiefe bei den Liebesbeziehungen und auch die Tatsache das bisher keine der Liebesbeziehungen wirklich mit einem Knistern und Kribbeln begleitet werden.
Nee, nee... RG und DG  haben dahingehend schon etwas mehr auf der Pfanne, sogar Wolf Serno und Ken Follett haben mehr Gefühl und Humor in ihren Geschichten.
Auch die Pilgerin hat mir viel besser gefallen, denn auch da gab es "Schmunzelszenen" und auch ein paar "Knisterszenen"!
Na ja ich will mal abwarten, vielleicht wird es ja doch noch besser. Von Iny Lorentz werde ich bestimmt auch noch andere Bücher bei Gelegenheit lesen, um Kathrin`s Rat zu befolgen, damit ich mehr über die damaligen Unterschichten erfahre.
Vor allen Dingen beschleicht mich jetzt schon der Verdacht, dass die Geschichte so auf diese Volksweisheit:
"Wer hoch steigt fällt tief" hinausläuft. Ich schätze bei dem "freien Fall von Sibylla" werde ich bestimmt nicht in Mitleid zerfließen! :->
Zitat Sabrina:
Zitat
Ganz genau so geht es mir auch. Es gibt so viele Momente wo die Autorin richtige Spannung hätte schaffen können, aber sie tut es nicht. Gerade auch der Anfang des 7. Kapitels schreit einen ja geradezu entgegen  "Ich bin gekürzt worden" .

Geanu das ist auch noch so ein Punkt! Bei all`den Ereignissen die bis jetzt in dem Buch vorgekommen sind, hätte wesendlich mehr Spannung drin sein müssen. Manches mal hat man das Gefühl, dass man eine Beschreibung von "mehreren verschiedenen Ereignissen" liest. Mehr nicht!

Liebe Grüße
Annette

Liebe Grüße  Annette   winken:

Offline Kathrin

  • Global Moderator
  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 8665
Re: Ines Thorn – Die Pelzhändlerin: Kapitel 4 bis Ende Teil 1
« Antwort #11 am: April 18,April 2007, 08:49:03 »
Hallo Annette,

Offen gestanden gefällt mir persönlich auch der schreibstil von I.T.  nicht so ganz ! Entweder wirkt er an vielen Stellen abgehackt und zusammenhangslos, oder er wirkt gefühllos und oberflächlich ! Und was ich als wirklich schlimm empfinde ist diese totale Humorlosigkeit in dem Buch.  :-/
Also die eine oder andere Szene hätte I. T. schon so drehen können, dass sie auch zum schmunzeln verleitet ...vielleicht so kleine Patzer beim Eingewöhnen im Wöhlerhaus oder auch bei der Hochzeit. Nur diesen blöden Spruch mit dem einmal im Brautgemach ist... und zweimal ist.... u.s.w., also das hat meine Lachmuskeln nicht bewegt. Wenn schon die Geschichte nicht in allen Punkten zu 100 Prozent schlüssig ist, so schau ich gerne über solche Patzer hinweg, wenn ich dann wenigstens noch gut unterhalten werde und dabei lachen kann.
OK, dass Buch mag noch nicht so nervig sein wie die Rose von England, aber sooo toll das ich direkt die Fortsetzung lesen möchte, ist es für mich auch nicht.

Was Du da mit der totalen Humorlosigkeit schreibst, ist mir zwar nicht aufgefallen, aber wo Du recht hast, hast Du recht. Stimmt, schmunzeln, lachen oder weinen konnte ich bislang auch noch nicht. Und das wäre wirklich schön gewesen, das Buch berührt mich echt zu wenig  :-/ !

Na ja ich will mal abwarten, vielleicht wird es ja doch noch besser. Von Iny Lorentz werde ich bestimmt auch noch andere Bücher bei Gelegenheit lesen, um Kathrin`s Rat zu befolgen, damit ich mehr über die damaligen Unterschichten erfahre
Also, was die Iny Lorentz-Bücher angeht, da geht's weniger um die ganz unteren Unterschichten einer Martha oder Luisa, als viel mehr die Schichten einer Sibylla als Pelzhändlerin. Bei Iny Lorentz sind es weniger die armen als viel mehr die fleissigen Frauen, die behandelt werden und so hatte ich Deinen Kommentar aus dem vorigen Abschnitt verstanden. Zumindest geht es nicht um die Hochwohlgeborenen oder Königlichen.

Vor allen Dingen beschleicht mich jetzt schon der Verdacht, dass die Geschichte so auf diese Volksweisheit:
"Wer hoch steigt fällt tief" hinausläuft. Ich schätze bei dem "freien Fall von Sibylla" werde ich bestimmt nicht in Mitleid zerfließen!
Also vor Mitleid zerfließen werde ich bestimmt auch nicht, aber ich glaub auch noch nicht an den freien Fall...aber ich bin auch schon ein bissl weiter und hoffe, ich hab damit hier noch nicht zu viel verraten.

lg
kathrin
Rock the night!!!

Offline Annette B.

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 1934
Re: Ines Thorn – Die Pelzhändlerin: Kapitel 4 bis Ende Teil 1
« Antwort #12 am: April 18,April 2007, 09:42:23 »
Hallo Kathrin,

Zitat
Also, was die Iny Lorentz-Bücher angeht, da geht's weniger um die ganz unteren Unterschichten einer Martha oder Luisa, als viel mehr die Schichten einer Sibylla als Pelzhändlerin. Bei Iny Lorentz sind es weniger die armen als viel mehr die fleissigen Frauen, die behandelt werden und so hatte ich Deinen Kommentar aus dem vorigen Abschnitt verstanden. Zumindest geht es nicht um die Hochwohlgeborenen oder Königlichen.

Na ja, ich werde sicher bei Iny Lororentz noch Informationen finden, die mir in anderen Büchern (die in Adels-,bezw. Königshäusern oder Klostern spielen) verborgen bleibt.
Was ich meinte war einfach diese Armut die Ines Thon beschreibt. Eine solche schlimme Armut und das bei der vielen Arbeit der Leute in der untersten Schicht geleistet haben, habe ich in dieser Form noch nirgends gelesen. Was muß das für eine schreckliche Zeit gewesen sein.

Zitat
Was Du da mit der totalen Humorlosigkeit schreibst, ist mir zwar nicht aufgefallen, aber wo Du recht hast, hast Du recht. Stimmt, schmunzeln, lachen oder weinen konnte ich bislang auch noch nicht. Und das wäre wirklich schön gewesen, das Buch berührt mich echt zu wenig   

Du hast das super auf den Punkt gebracht, was ich nicht wirklich in Worte fassen konnte! Die Tatsache das wir durch die schmunzel und trauerszenen erst unsere Hauptdarsteller wirklich verstehen können in den Büchern! Nur durch diese Szenen werden die Personen für uns als Leser, sympathisch oder farblos und unsympathisch! Danke,  :knuddel: genau das wollte ich mit meinem gemecker zum Ausdruck bringen.

So nun werde ich mal im nächsten Abschnitt weitermeckern, da gibt es ja schon wieder so "Saudepperte" Szenen die ich irgendwie nicht auf meine geistige Kette kriege!  :roll:

Liebe Grüße
Annette
Liebe Grüße  Annette   winken: