Autor Thema: 07: Die schwarzen Wasser … – 4. Tag, 7. Kap. – Ende  (Gelesen 223 mal)

Offline Kathrin

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07: Die schwarzen Wasser … – 4. Tag, 7. Kap. – Ende
« am: Mai 01,Mai 2012, 15:35:30 »

Hier findet die Diskussion von 4. Tag, 7. Kap. – Ende statt. Spoilermarkierungen sind nicht nötig!
Rock the night!!!

Offline Annette B.

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Re:07: Die schwarzen Wasser … – 4. Tag, 7. Kap. – Ende
« Antwort #1 am: Mai 17,Mai 2012, 16:15:40 »
Hallo Ihr Lieben

da ich am Samstag auf der Grav-Insel dieses Buch, zusammen mit dem ersten und zweiten Teil, an Sandra (Esmeralda) weiter geben will habe ich nun ein wenig "Gas" gegeben.  :-))

Die Ereignisse überschlagen sich hier am Ende doch noch. Die Szene auf dem Schiff von Barberros war ganz schön gruselig und dieser verrückte Brief in dem Peter als Schuldiger dargestellt wird, war echt der Hammer. Aber Richard hat in diesem Abschnitt das Geheimnis üm die eleganten Handschuhe, die Peter bei seinem zweiten Besuch bei Rara vermisst hatte, auch geklärt. Sie gehörten Enrico Dandolo - und damit waren dann schon wieder zwei Fäden verknüpft in der Beweiskette gegen Rara und Barberros.
Dieser seltsame Mann mit der Truhe vor dem Dogenpalast hat nun auch eine Funktion in der Beweisführung gehabt, er hat anonyme Anzeigen angenommen. In diesem Fall eine anonyme Anzeige gegen Falier von Dandolo. Na ja, dass hat aber nun nicht so viel gebracht, jedenfalls nicht den Erfolg den Dandolo sich davon versprochen hat.

Peter und Calendar laufen sich förmlich die Hacken ab an diesem leten Ermittlungstag in Venedig. Dennoch führen ihre Wege nicht direkt zu einer lückenlosen Aufklärung, sondern erst über den Umweg von Andrea Dandolo. Tja, das ist wirklich schade das Peter und Calendar offenbar nur einen Tag zu spät zu dem Landsitz von Dandolo kamen, sonst hätten sie Pegno noch retten können!

Die Szene in Janas Kammer, in der Barberros die arme Fiuzetta als Gefangene hielt, war auch nicht ohne! Das hätte verdammt schnell eskalieren können, so nervös wie Barberros war.

Süß war dann wieder die Szene als Moro von Calendar das Siegel um den Hals gebunden bekam und stolz darüber streichelt. Moro als Polizist wäre bestimmt nicht die schlechteste Wahl. Barberros ist garantiert dort angekommen wo Moro ihn hinbringen sollte!  teufel:

So ganz befriedigend war das Ende aber dann doch nicht! Dieser perverse Barbarigo fällt sogar noch die Karrieretreppe hinauf und ist in einer hohen Position im Zehnerrat gelandet. Calendar hat in gewisser Weise Barbarigo in der Hand und so kann er sicher sein, dass er seine neue Position als Staatsanwalt nicht wieder so schnell verlieren wird. Enrico Dandolo scheint auch "ungeschoren" davon gekommen zu sein, was m.M.n. nicht wirklich in Ordnung ist! Aber was ist schon gerecht auf der Welt? |-)

Gut, Falier ist raus, seine ehrgeizigen Pläne sind wie eine Seifenblase zerplatzt und normalerweise hätte er auch angeklagt werden müssen, aber OK das kennt man ja - die Kleinen hängt man, die großen lässt man laufen. Das ist ja nicht neu!!! |-)

Aber Caldenbergen hat es richtig fies erwischt mit seiner Pest. Das war mal eine wirklich ausgleichende Gerechtigkeit, dass er an seiner Pest erbärmlich krepiert ist.

Das arme Muslim-Mädchen wird sich sicher in einem Kloster noch einleben können und wie es Caterin ergehen wird kann man nur abwarten.

Die Entscheidung die Fiuzetta für sich und ihr Kind getroffen hat ist sicher sehr schmerzhaft für sie, aber auch sehr klug. Bei Peter und Jana hat das Baby eine gute Zukunft zu erwarten und Fiuzetta kann unter Umständen ihr Leben noch einmal neu organisieren. Mal abwarten was im nächsten Teil dazu steht.

Im Nachwort erklärt Richard das er die Hinrichtung Raras und auch einige politische Ereignisse etwas vordatiert hat, aber ob die Beschreibung von Raras unwürdigen Tod auf Tatsachen beruht das sagt er nicht. 

Ob ich dieses Buch nun besser fand als den zweiten Teil, dass kann ich nicht so einfach sagen. Mir waren zwei drittel des Buches einfach viel zu zäh und langatmig geschrieben. Die furchtbar ausführlichen Beschreibungungen von Venedigs Gassen und Plätzen hat mich stellenweise so genervt, dass ich echt keinen Bock mehr hatte weiter zu lesen.  |-)
Nur das letzte Drittel des Buches hat mich dann wirklich in seinen Bann gezogen und mir wieder Spaß gemacht. In sofern würde ich sagen gebe ich diesem Buch die
Note 3- oder eben

Die Leserunde mit euch war wieder Klasse und ich danke euch, dass ihr auch auf mich- Langsamleser - gewartet habt.  winken:

Bis dann
LG
Annette 
Liebe Grüße  Annette   winken:

Offline Mobi

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Re:07: Die schwarzen Wasser … – 4. Tag, 7. Kap. – Ende
« Antwort #2 am: Mai 17,Mai 2012, 19:20:50 »
Hallo Annette,

Die Ereignisse überschlagen sich hier am Ende doch noch. Die Szene auf dem Schiff von Barberros war ganz schön gruselig und dieser verrückte Brief in dem Peter als Schuldiger dargestellt wird, war echt der Hammer.

Ja, ich dachte auch, ich seh nicht recht... Das Ende war wirklich kompliziert und ich merke gerade bei deinen Ausführungen, dass ich einiges schon wieder verdrängt hatte.

Dieser seltsame Mann mit der Truhe vor dem Dogenpalast hat nun auch eine Funktion in der Beweisführung gehabt, er hat anonyme Anzeigen angenommen. In diesem Fall eine anonyme Anzeige gegen Falier von Dandolo. Na ja, dass hat aber nun nicht so viel gebracht, jedenfalls nicht den Erfolg den Dandolo sich davon versprochen hat.

Ich finde es schön, wenn solche kleinen Szenen hinterher Sinn ergeben und nicht einfach so eingestreut werden.

Die Szene in Janas Kammer, in der Barberros die arme Fiuzetta als Gefangene hielt, war auch nicht ohne! Das hätte verdammt schnell eskalieren können, so nervös wie Barberros war.

Ja, puh... das war spannend!

So ganz befriedigend war das Ende aber dann doch nicht! Dieser perverse Barbarigo fällt sogar noch die Karrieretreppe hinauf und ist in einer hohen Position im Zehnerrat gelandet. Calendar hat in gewisser Weise Barbarigo in der Hand und so kann er sicher sein, dass er seine neue Position als Staatsanwalt nicht wieder so schnell verlieren wird. Enrico Dandolo scheint auch "ungeschoren" davon gekommen zu sein, was m.M.n. nicht wirklich in Ordnung ist! Aber was ist schon gerecht auf der Welt? |-)

Ja, stimmt. Leider wenig gerecht, dafür sehr realistisch...  |-)

Die Entscheidung die Fiuzetta für sich und ihr Kind getroffen hat ist sicher sehr schmerzhaft für sie, aber auch sehr klug. Bei Peter und Jana hat das Baby eine gute Zukunft zu erwarten und Fiuzetta kann unter Umständen ihr Leben noch einmal neu organisieren. Mal abwarten was im nächsten Teil dazu steht.

Über diese Wendung war ich erstaunt, aber es ist echt das Beste für alle, denke ich. Fiuzetta kann nochmal neu anfangen und Jana darf das Kind mit Peter großziehen.

Im Nachwort erklärt Richard das er die Hinrichtung Raras und auch einige politische Ereignisse etwas vordatiert hat, aber ob die Beschreibung von Raras unwürdigen Tod auf Tatsachen beruht das sagt er nicht. 

Ich habe mich etwas geärgert, als ich erfahren habe, dass es in Venedig überhaupt kein Elendsviertel gab und Richard das einfach dazugedichtet hat. Sowas muss einfach nicht sein, oder?
Wegen ein paar Jahreszahlen hin oder her, darauf kommt es mir nicht wirklich an, aber einfach mal ein Viertel zu einem Elendsviertel machen und das in einer Stadt wie Venedig, also ne! Und ich hätte ihm das sogar noch abgenommen, denn das Viertel ist recht modern.

Ich fand das Buch ganz nett für zwischendurch und es war durchaus spannend, aber wirklich vom Hocker gerissen hat es mich nicht. Großes Plus war für mich einfach die Tatsache, dass es in Venedig spielt und der Fall war auch ziemlich gut gemacht.

LG, Mobi

Offline Annette B.

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Re:07: Die schwarzen Wasser … – 4. Tag, 7. Kap. – Ende
« Antwort #3 am: Mai 17,Mai 2012, 20:13:43 »
Hallo Mobi

Zitat von: Mobi
Ich finde es schön, wenn solche kleinen Szenen hinterher Sinn ergeben und nicht einfach so eingestreut werden.

Genau so sehe ich das auch und darum lese ich die Krimis von Richard recht gerne, er lässt selten etwas unbeantwortet und darum habe ich auch schon so früh auf diese Hinweise geachtet und spekuliert.  ;-)

Zitat von: Mobi
Ich habe mich etwas geärgert, als ich erfahren habe, dass es in Venedig überhaupt kein Elendsviertel gab und Richard das einfach dazugedichtet hat. Sowas muss einfach nicht sein, oder?
Wegen ein paar Jahreszahlen hin oder her, darauf kommt es mir nicht wirklich an, aber einfach mal ein Viertel zu einem Elendsviertel machen und das in einer Stadt wie Venedig, also ne! Und ich hätte ihm das sogar noch abgenommen, denn das Viertel ist recht modern.

Also das es so gar kein Elendsviertel gab kann ich mir nicht vorstellen, aber es war wahrscheinlich irgendwo außerhalb von Venedig oder auf einer dieser vielen kleinen Inseln die nur Insider kennen. Aber es war nicht in der Nähe des Arsenals, das leuchtet mir sogar ein.
Die Stadtstreicher werden bestimmt nicht eine so enge Nachbarschaft mit der Militz suchen.  :-))
Wenn man sich heute in den Stadten (auch hier in Deutschland) mal genauer umschaut, dann entdeckt man überall abgelegene Stadtviertel in denen die Ärmsten der Armen leben oder eben die ausländischen Mitbürger. Ich kann dir hier in Bochum mindestens zwei Stadtteile zeigen in denen die ärmeren Leute und die Hambummels (Stadtstreicher) leben. Diese Stadtviertel wirst du als Fremde aber nur durch Zufall entdecken, wenn überhaupt! 
Ich glaube die Armut gab es zu allen Zeiten, aber es gab auch immer schon Politiker und Stadträte die gerne wegschgauten und diese Menschen aus ihrem "Sichtfeld" entfernt haben.

LG
Annette
Liebe Grüße  Annette   winken:

Offline Mobi

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Re:07: Die schwarzen Wasser … – 4. Tag, 7. Kap. – Ende
« Antwort #4 am: Mai 17,Mai 2012, 21:19:06 »
Hallo Annette,

hm, Richard schreibt halt, dass es das Elendsviertel nicht gegeben hat... kann ich mir auch gut vorstellen, in einer Stadt wie Venedig, in der der Platz dermaßen knapp ist. Arme Leute wird es sicher gegeben haben, aber wahrscheinlich eher mehr über die Stadt verteilt.
Ich kann mir gut vorstellen, dass die Stadt solche Leute aufs Festland verschifft hat, zum Beispiel. Einfach damit Venedig ein schönes Bild abgeben kann...

LG, Mobi

Offline nirak

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Re:07: Die schwarzen Wasser … – 4. Tag, 7. Kap. – Ende
« Antwort #5 am: Mai 18,Mai 2012, 09:19:18 »
Hallo Anntte  winken:

da ich am Samstag auf der Grav-Insel dieses Buch, zusammen mit dem ersten und zweiten Teil, an Sandra (Esmeralda) weiter geben will habe ich nun ein wenig "Gas" gegeben.  :-))

Genau, gib Sandra mal die Bücher damit sie beim nächsten Teil auch mitlesen kann  :->

Peter und Calendar laufen sich förmlich die Hacken ab an diesem leten Ermittlungstag in Venedig. Dennoch führen ihre Wege nicht direkt zu einer lückenlosen Aufklärung, sondern erst über den Umweg von Andrea Dandolo. Tja, das ist wirklich schade das Peter und Calendar offenbar nur einen Tag zu spät zu dem Landsitz von Dandolo kamen, sonst hätten sie Pegno noch retten können!

Ich habe bis zu letzt gehofft Pegno würde noch leben. Dass er sich am Ende dann doch tatsächlich umgebracht hat, hatte mich etwas erstaunt. Der Junge hat mir wirklich sehr Leid getan.  :heul:

Die Szene in Janas Kammer, in der Barberros die arme Fiuzetta als Gefangene hielt, war auch nicht ohne! Das hätte verdammt schnell eskalieren können, so nervös wie Barberros war.

Eine spannende Szene. Die durchaus ein böses Ende hätte nehmen können, aber alles ging dann doch irgendwie gut *puh*

So ganz befriedigend war das Ende aber dann doch nicht! Dieser perverse Barbarigo fällt sogar noch die Karrieretreppe hinauf und ist in einer hohen Position im Zehnerrat gelandet. Calendar hat in gewisser Weise Barbarigo in der Hand und so kann er sicher sein, dass er seine neue Position als Staatsanwalt nicht wieder so schnell verlieren wird. Enrico Dandolo scheint auch "ungeschoren" davon gekommen zu sein, was m.M.n. nicht wirklich in Ordnung ist! Aber was ist schon gerecht auf der Welt? |-)

Es ist doch immer so, die Reichen und Mächstigen kommen ungeschoren davon und nur weil Rara am Ende ihre gerechte Strafe bekommt heißt das leider nicht, dass die Kinder nun sicher sind. Es wird bestimmt die nächste Rara gegeben haben  :-/

Aber Caldenbergen hat es richtig fies erwischt mit seiner Pest. Das war mal eine wirklich ausgleichende Gerechtigkeit, dass er an seiner Pest erbärmlich krepiert ist.

Ganz ehrlich! Die Pest war noch zu gut für diesen Kerl. Dieser Tod ging doch viel zu schnell  |-)

Die Entscheidung die Fiuzetta für sich und ihr Kind getroffen hat ist sicher sehr schmerzhaft für sie, aber auch sehr klug. Bei Peter und Jana hat das Baby eine gute Zukunft zu erwarten und Fiuzetta kann unter Umständen ihr Leben noch einmal neu organisieren. Mal abwarten was im nächsten Teil dazu steht.

Ich fand die Entscheidung die hier für das Kind getroffen wurde auch gut. Mit Peter und Jana hat es eine Chance auf eine Zukunft nur ob Fiuzetta ihre Chance auch gut nutzen wird wage ich doch zu bezweifeln. ich fürchte sobald die wieder in Venedig ist wird sie sich wieder einen Gönner suchen. Sie hat ja nichts gelernt und einen Mann zum heiraten wird sie sicher nicht finden. Arme Fiuzetta

Mir hat das Buch gut gefallen. Ich fand gerade die vielen Beschreibungen toll. So hatte ich doch einen ziemlich umfassenden Eindruck von Venedig. Auch die Handlung fand ich gut. Über dieses Thema der Kindesmißhandlungen wird ja doch nicht so oft geschrieben und es ist sicher sehr schwer zu behandeln. Dafür fand ich es aber hier gut gemacht und umschrieben. Von mir gibt es dafür auch

Die Leserunde mit euch hat auch mir wieder Spaß gemacht auch wenn wir irgendwie nie im gemeinsamen Tempo lesen.  :-)+:-)

lg
nirak
Liebe Grüße
Nirak

Ich lese gerade ein Buch!

Offline Annette B.

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Re:07: Die schwarzen Wasser … – 4. Tag, 7. Kap. – Ende
« Antwort #6 am: Mai 18,Mai 2012, 13:40:45 »
Hallo zusammen,

Zitat von: Mobi
Ich kann mir gut vorstellen, dass die Stadt solche Leute aufs Festland verschifft hat, zum Beispiel. Einfach damit Venedig ein schönes Bild abgeben kann...

Ja der Gedanke drängt sich auf, wenn man Richards Ausführungen liest zum Armenviertel.

Zitat von: Karin
Genau, gib Sandra mal die Bücher damit sie beim nächsten Teil auch mitlesen kann

Das ist genau mein Gedanke gewesen, als ich Sandra schon das Buch "Im Schatten des Klosters" (was an diesem WE Inge78 bekommt) geliehen hab`.  zwinkern:

Zitat von: Karin
Es wird bestimmt die nächste Rara gegeben haben

Du hast recht! Das steht zu befürchten und ist nicht von der Hand zu weisen! Die Schlechtigkeit stirbt leider nicht aus unter den Menschen.  :kotz:

Zitat von: Karin
ch fand die Entscheidung die hier für das Kind getroffen wurde auch gut. Mit Peter und Jana hat es eine Chance auf eine Zukunft nur ob Fiuzetta ihre Chance auch gut nutzen wird wage ich doch zu bezweifeln. ich fürchte sobald die wieder in Venedig ist wird sie sich wieder einen Gönner suchen. Sie hat ja nichts gelernt und einen Mann zum heiraten wird sie sicher nicht finden. Arme Fiuzetta

Hmmm, :kopfkratz:  mal abwarten, vielleicht lernt Fiuzetta bei Peter und Jana ja noch etwas aus ihrem Leben zu machen. Wenn nicht, dann könnte deine These durchaus zutreffen.

Zitat von: Karin
Die Leserunde mit euch hat auch mir wieder Spaß gemacht auch wenn wir irgendwie nie im gemeinsamen Tempo lesen.   

Och das macht doch nix, es hat doch trotzdem für alle gepasst in dieser LR.  :-)+:-)

LG
Annette

Liebe Grüße  Annette   winken:

Offline Kathrin

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Re:07: Die schwarzen Wasser … – 4. Tag, 7. Kap. – Ende
« Antwort #7 am: Mai 28,Mai 2012, 11:11:01 »
Hallo Ihr Lieben,

Die Ereignisse überschlagen sich hier am Ende doch noch. Die Szene auf dem Schiff von Barberros war ganz schön gruselig und dieser verrückte Brief in dem Peter als Schuldiger dargestellt wird, war echt der Hammer.
Da war ich zwischenzeitlich total verwirrt, gut, ja, das mit den ganzen dahingeschlachteten Menschen auf Barberros Schiff, aber dieser Brief, das hab ich erst überhaupt nicht kapiert. Aber gut, das hat sich ja dann alles irgendwann geklärt. Fand das ganze jedenfalls ein ganz schön durchtriebenes Spiel, dass da mit Peter gespielt wird. Heftig!!!

Peter und Calendar laufen sich förmlich die Hacken ab an diesem leten Ermittlungstag in Venedig. Dennoch führen ihre Wege nicht direkt zu einer lückenlosen Aufklärung, sondern erst über den Umweg von Andrea Dandolo. Tja, das ist wirklich schade das Peter und Calendar offenbar nur einen Tag zu spät zu dem Landsitz von Dandolo kamen, sonst hätten sie Pegno noch retten können!
Ich fand das so tragisch mit Pegno. Das hat mich ganz schön fertig gemacht. Auch die Tatsache, dass Andrea seinem Bruder eigentlich helfen wollte und ihm mit seiner Hilfe eine perfekte Möglichkeit für den Selbstmord geliefert hat. Boah, das fand ich ganz schön schlimm. Schon alleine schlimm genug, dass ein junger Kerl wie Pegno so von seinem Vater missachtet  wird, dass es ihn in den Selbstmord treibt...grausam!!!

So ganz befriedigend war das Ende aber dann doch nicht! Dieser perverse Barbarigo fällt sogar noch die Karrieretreppe hinauf und ist in einer hohen Position im Zehnerrat gelandet. Calendar hat in gewisser Weise Barbarigo in der Hand und so kann er sicher sein, dass er seine neue Position als Staatsanwalt nicht wieder so schnell verlieren wird. Enrico Dandolo scheint auch "ungeschoren" davon gekommen zu sein, was m.M.n. nicht wirklich in Ordnung ist! Aber was ist schon gerecht auf der Welt? |-)
So schrecklich uns dieses unfaire ungerechtfertigte glückliche Ende für diese Beiden auch erscheint, ich kann mir gut vorstellen, dass es genau so abgelaufen sein könnte, dass einfach nicht alle, die Dreck am Stecken haben, auch wirklich bestraft werden und quasi nahezu ungeschoren davon kommen. Das ist zwar keine Vorstellung, die unserem Gerechtigkeitssinn entspricht, aber mit Mitteln, Beziehungen und genügend Geld wird so was bestimmt auch in Echt oft genug vorgekommen sein.

Aber Caldenbergen hat es richtig fies erwischt mit seiner Pest. Das war mal eine wirklich ausgleichende Gerechtigkeit, dass er an seiner Pest erbärmlich krepiert ist.
Und zumindest ein Stück weit historische Wahrheit, wenn ich das lese, was Richard im Anhang dazu schreibt.

Die Entscheidung die Fiuzetta für sich und ihr Kind getroffen hat ist sicher sehr schmerzhaft für sie, aber auch sehr klug. Bei Peter und Jana hat das Baby eine gute Zukunft zu erwarten und Fiuzetta kann unter Umständen ihr Leben noch einmal neu organisieren. Mal abwarten was im nächsten Teil dazu steht.
Das war so eine Szene, die mir gut gefallen hat, vielleicht fast ein Stück zu modern für das 15 Jahrhundert, aber ich finde es gut, gut für das Kind und gut für Jana und Peter. Ob es gut für Fiuzetta sein wird, werden wir hoffentlich im nächsten Teil erleben.

Ob ich dieses Buch nun besser fand als den zweiten Teil, dass kann ich nicht so einfach sagen. Mir waren zwei drittel des Buches einfach viel zu zäh und langatmig geschrieben. Die furchtbar ausführlichen Beschreibungungen von Venedigs Gassen und Plätzen hat mich stellenweise so genervt, dass ich echt keinen Bock mehr hatte weiter zu lesen.  |-)
Ja, mir war das mit den Beschreibungen auch etwas zu viel, aber ich fand den Krimi und die Handlung gut und das Schicksal diverser Figuren hat mich ganz schön mitgenommen und wenn ich so richtig schön mit Romanfiguren mitleiden oder mitfühlen kann (es muss ja nicht immer nur mitLEIDEN sein), dann tröstet mich das über die Beschreibungen hinweg.

Die Leserunde mit euch war wieder Klasse und ich danke euch, dass ihr auch auf mich- Langsamleser - gewartet habt.  winken:
Hm, ich denke den Preis der Langsamleserin gebührt dieses Mal mir, vor allem das der Langsam-Posterin...aber irgendwie schaffe ich es einfach nicht mehr. Ich muss mal für mich überlegen, wie ich das zukünftig mit LR machen werde. Ich muss da deutlich weniger mitmachen. Ich habe heute morgen mein nächstes Buch beendet, ebenfalls für eine LR und da habe ich noch gar nicht gepostet, obwohl ich da soviel zu posten könnte und auch will. alles in allem muss ich wohl kürzer treten, ich hab tagsüber nicht mehr so die Zeit für LR und abends meist einfach keine Lust mehr, wenn ich den ganzen Tag am PC war  :schaem:

Ich habe mich etwas geärgert, als ich erfahren habe, dass es in Venedig überhaupt kein Elendsviertel gab und Richard das einfach dazugedichtet hat. Sowas muss einfach nicht sein, oder?
Wegen ein paar Jahreszahlen hin oder her, darauf kommt es mir nicht wirklich an, aber einfach mal ein Viertel zu einem Elendsviertel machen und das in einer Stadt wie Venedig, also ne! Und ich hätte ihm das sogar noch abgenommen, denn das Viertel ist recht modern.
Dachte mir schon, dass Dich das stört. Mich hat es nicht gestört, vermutlich weil ich einfach nicht so den Bezug zu Venedig habe wie Du. Ich fand Richard hat das quasi-realistisch rübergebracht, ich hätte es ihm abgenommen und insofern reicht es mir, wenn er im Nachwort darauf hinweist, was er "erdichtet" hat. Aber ich weiß nicht, was ich sagen würde, wenn ich die Stadt besser kennen würde oder wie Du auch richtig lieben würden.

So, mehr fällt mir jetzt aber grad auch nicht mehr ein. Bei mir hat das Buch fast die volle Punktzahl bekommen,im Prinzip eine 1-, nur dass das mit den Kisten hier schwer auszudrücke ist denn es sieht auch wie volle Punktzahl...für mich fehlen nur die Sterne bzw. die +++ dahinter.

lg
kathrin
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