Hallo Ihr Lieben
da ich am Samstag auf der Grav-Insel dieses Buch, zusammen mit dem ersten und zweiten Teil, an Sandra (Esmeralda) weiter geben will habe ich nun ein wenig "Gas" gegeben.

Die Ereignisse überschlagen sich hier am Ende doch noch. Die Szene auf dem Schiff von Barberros war ganz schön gruselig und dieser verrückte Brief in dem Peter als Schuldiger dargestellt wird, war echt der Hammer. Aber Richard hat in diesem Abschnitt das Geheimnis üm die eleganten Handschuhe, die Peter bei seinem zweiten Besuch bei Rara vermisst hatte, auch geklärt. Sie gehörten Enrico Dandolo - und damit waren dann schon wieder zwei Fäden verknüpft in der Beweiskette gegen Rara und Barberros.
Dieser seltsame Mann mit der Truhe vor dem Dogenpalast hat nun auch eine Funktion in der Beweisführung gehabt, er hat anonyme Anzeigen angenommen. In diesem Fall eine anonyme Anzeige gegen Falier von Dandolo. Na ja, dass hat aber nun nicht so viel gebracht, jedenfalls nicht den Erfolg den Dandolo sich davon versprochen hat.
Peter und Calendar laufen sich förmlich die Hacken ab an diesem leten Ermittlungstag in Venedig. Dennoch führen ihre Wege nicht direkt zu einer lückenlosen Aufklärung, sondern erst über den Umweg von Andrea Dandolo. Tja, das ist wirklich schade das Peter und Calendar offenbar nur einen Tag zu spät zu dem Landsitz von Dandolo kamen, sonst hätten sie Pegno noch retten können!
Die Szene in Janas Kammer, in der Barberros die arme Fiuzetta als Gefangene hielt, war auch nicht ohne! Das hätte verdammt schnell eskalieren können, so nervös wie Barberros war.
Süß war dann wieder die Szene als Moro von Calendar das Siegel um den Hals gebunden bekam und stolz darüber streichelt. Moro als Polizist wäre bestimmt nicht die schlechteste Wahl. Barberros ist garantiert dort angekommen wo Moro ihn hinbringen sollte!

So ganz befriedigend war das Ende aber dann doch nicht! Dieser perverse Barbarigo fällt sogar noch die Karrieretreppe hinauf und ist in einer hohen Position im Zehnerrat gelandet. Calendar hat in gewisser Weise Barbarigo in der Hand und so kann er sicher sein, dass er seine neue Position als Staatsanwalt nicht wieder so schnell verlieren wird. Enrico Dandolo scheint auch "ungeschoren" davon gekommen zu sein, was m.M.n. nicht wirklich in Ordnung ist! Aber was ist schon gerecht auf der Welt?

Gut, Falier ist raus, seine ehrgeizigen Pläne sind wie eine Seifenblase zerplatzt und normalerweise hätte er auch angeklagt werden müssen, aber OK das kennt man ja - die Kleinen hängt man, die großen lässt man laufen. Das ist ja nicht neu!!!

Aber Caldenbergen hat es richtig fies erwischt mit seiner Pest. Das war mal eine wirklich ausgleichende Gerechtigkeit, dass er an seiner Pest erbärmlich krepiert ist.
Das arme Muslim-Mädchen wird sich sicher in einem Kloster noch einleben können und wie es Caterin ergehen wird kann man nur abwarten.
Die Entscheidung die Fiuzetta für sich und ihr Kind getroffen hat ist sicher sehr schmerzhaft für sie, aber auch sehr klug. Bei Peter und Jana hat das Baby eine gute Zukunft zu erwarten und Fiuzetta kann unter Umständen ihr Leben noch einmal neu organisieren. Mal abwarten was im nächsten Teil dazu steht.
Im Nachwort erklärt Richard das er die Hinrichtung Raras und auch einige politische Ereignisse etwas vordatiert hat, aber ob die Beschreibung von Raras unwürdigen Tod auf Tatsachen beruht das sagt er nicht.
Ob ich dieses Buch nun besser fand als den zweiten Teil, dass kann ich nicht so einfach sagen. Mir waren zwei drittel des Buches einfach viel zu zäh und langatmig geschrieben. Die furchtbar ausführlichen Beschreibungungen von Venedigs Gassen und Plätzen hat mich stellenweise so genervt, dass ich echt keinen Bock mehr hatte weiter zu lesen.
Nur das letzte Drittel des Buches hat mich dann wirklich in seinen Bann gezogen und mir wieder Spaß gemacht. In sofern würde ich sagen gebe ich diesem Buch die
Note 3- oder eben

Die Leserunde mit euch war wieder Klasse und ich danke euch, dass ihr auch auf mich- Langsamleser - gewartet habt.

Bis dann
LG
Annette