Autor Thema: Leserunden, Nachbesprechung, Rezension  (Gelesen 319 mal)

Offline Steffi

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Leserunden, Nachbesprechung, Rezension
« am: Februar 10,Februar 2012, 21:23:42 »
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Offline nirak

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Re:Leserunden, Nachbesprechung, Rezension
« Antwort #1 am: Februar 25,Februar 2012, 18:12:28 »
Hier nun noch meine Abschließende Meinung:

Rezension

Luzia Bongert ist die Leibmagd von Elisabeth von Manten und mit deren Familie zusammen nach Koblenz gezogen. Dort begegnet sie dem Kaufmann Martin Wied wieder. Da die Familien schon seit Jahren befreundet sind bittet dieser Luzia ihm beim Verkauf seiner Gewürze auf dem Jahrmarkt behilflich zu sein. Luzia willigt ein und so vertiefen sie ihre Freundschaft und entdecken ihre Gefühle für einander. Doch es kommt anders als Gedacht und Martin wird des Mordes angeklagt…

Anders als im ersten Band „ Die Eifelgräfin“ geht es diesmal um die Bauerntochter Luzia Bongert und nicht um Elisabeth von Manten. Auch ist der Schauplatz diesmal nicht die Eifel sondern die Stadt Koblenz. Es gibt Einblicke in das Stadtleben im Mittelalter des 14 Jahrhunderts mit all ihren kleinen und großen Problemen.

Ich fand diese Fortsetzung sehr gelungen und spannend zu lesen. Der Erzählstil von Petra Schier ist facettenreich und unterhaltsam. Ihre Geschichte lebt von den vielen Dialogen der Protagonisten und gleichzeitig von ihrer bildhaften Sprache, da fällt  es nicht schwer schnell Bilder vor Augen zu haben. Es hat Spaß gemacht Luzia und Martin bei ihren Gesprächen und Streitereien zuzuhören. Sie dabei zu beobachten wie sie ihr tägliches Leben gemeistert haben und wie gerade Luzia sich immer wieder behauptet hat. Die Autorin hat hier Charaktere geschaffen die schnell sympathisch wurden. Sie hat sich die Zeit genommen ihnen Tiefe und Eigenständigkeit zu geben. Es entstanden Persönlichkeiten mit Ecken und Kanten, diese gelungenen Protagonisten machen  die gesamte Geschichte rundherum stimmig. Auch das Leben im Mittelalter schildert sie eindrucksvoll und glaubwürdig. Mir hat es großen Spaß gemacht mit Luzia, Martin, Elisabeth und den vielen Anderen durch die Gassen von Koblenz zu gehen, ihnen dabei zuzuschauen wie sie ihr Leben gemeistert haben.

Auch wenn aus unserer Sicht Luzia vielleicht ein bisschen zu modern war. Andererseits warum nicht? Warum sollte eine Bauerntochter nicht so ein Kariere machen dürfen? Ich fand die Geschichte um Luzia Bongert sehr unterhaltsam, sie hat mir gut gefallen und ich hätte noch ewig Weiterlesen können. Leider war nach 535 Seiten Schluss.

Die Aufmachung dieses Taschenbuches hat auch hier wieder gestimmt. Es gibt gleich zu Anfang eine kleine Karte von Koblenz, so dass man die Straßenzüge deutlich vor Augen haben konnte. Am Schluss gibt es ein Personenregister und ein kleines Nachwort welches Wahrheit und Fiktion von einander trennt. So was mag ich immer sehr gern.

Mein Fazit: „Die Gewürzhändlerin“ ist eine gelungene Fortsetzung zu „Die Eifelgräfin“. Auch wenn sich beide Romane eigenständig lesen lassen würde ich jedem empfehlen mit der Eifelgräfin zu beginnen, einfach um sich wirklich nichts von dieser großartig erzählten Geschichte entgehen zu lassen. Allerdings ist „Die Gewürzhändlerin“ nicht nur eine Liebesgeschichte aus dem Mittelalter sondern auch ein Krimi. Die Autorin hat ihre Spuren sehr unauffällig gelegt und ich wusste bis zum Schluss nicht wer hier sein falsches Spiel trieb. Dies machte diesen Roman gleich noch mal so spannend und hat mir gut gefallen.
Hier wird historisches Lebendig und ich hoffe sehr, dass es irgendwann noch einen weiteren Teil geben wird der den weiteren Verlauf dieser Protagonisten erzählt. Ich würde jedenfalls sehr gern noch mehr von Luzia, Elisabeth und all den Anderen lesen.

Bewertung:



Liebe Grüße
Nirak

Ich lese gerade ein Buch!