Hallo Thilo!
Auch von mir ein Herzliches Willkommen und ein großes Dankeschön für Deine Teilnahme an dieser LR.
Auch ich muss zugeben, hauptsächlich hat mich das "Marzi-Aussehen" des Buches gelockt. Aber das ist ja nicht unbedingt ein Nachteil für Dein Buch.
Ich habe den ersten Abschnitt jetzt durch und kann sagen, ich bin begeistert.
Defintiv kein "Marzi-Abklatsch" , denn oft ist das ja leider die Gefahr , wenn gerade bestimmte Bücher bzw Autoren "in" sind.
Ich kann Kathrin nur zustimmen, ich finde die Aufmachung des Buches sehr sehr schön, die Karte (ich liiiiebe Karten

) , diese Silhouette am Anfang der Kapitel (ist das eine Fantasiestadt oder eine reale Kulisse ? ) , und vor Allem mag ich die Zitate zu Beginn der Kapitel ... schon alleine das Alles macht Lust auf mehr!
Für mich ist der Anfang eines Buches immer sehr wichtig und der erste Satz entscheidet schon oft darüber wie magisch das Buch für mich ist.
"Das Wetter ist ein Verräter", für mich ein super Einstieg ins Buch ... ich mag es auch, dass solche Phrasen sich im Laufe des Buches wiederholen. OK, das ist für mich auch wieder "Marzi-typisch", denn daher kenne ich das, aber ich finde es toll und ich finde mich im Buch damit immer wieder.
Lara finde ich spontan symphatisch ... ich mag Sie und das ist auch gut so, denn ohne einen symphatischen oder wenigstens interessanten Protagonisten ist ein Buch nichts.
Identifizieren kann ich mich mit ihr leider noch nicht so richtig, aber vielleicht kommt das noch.
Thilo, ich habe Dein Interview gelesen bzw der Rolle von Waisen in Geschichten. Von daher habe ich jetzt auch nicht das Gefühl "mal wieder" ein Waisenkind vor mir zu haben.
Großvater Henry ist toll, so eine Opa wünscht sich doch jedes Kind , liebevoll und auch noch modern. In den habe ich mich sofort verliebt .
Was es mit dem Schlüssel auf sich hat den Lara geschenkt bekommt weiß man als Leser aus dem Buchrücken ja LEIDER schon. Ich kann wahrscheinlich nur erahnen wie schwierig es ist, eine Beschreibung eines Buches zu liefern die interessant genug ist die Leute neugierig zu machen und gleichzeitg nicht zu viel verrät. Aber ich finde leider oft, dass zu viel schon erzählt wird.
Als wir dann Dexter, den sprechenden Raben kennenlernen war ich dan endgültig in der Geschichte drin, dieses Zwiegespräch zwischen dem Raben und diesem mysteriösen Tom finde ich einfach nur köstlich.
Und ja, dann fange ich doch an mich mit Lara zu identifizieren, denn sie ist genauso wunderbar ahnungslos wie wir Leser. Und diese "Bröckchen" die Lara hingeworfen bekommt , diese Mini-inforamtionen , das macht mich verrückt, ich will doch auch wissen, was da los ist.
So viele Geheimnisse!
Und auch Laras Großvater weiß mehr als er sagt,ich kann verstehen, dass Lara da sauer auf ihn ist! Wobei ich sie auch sehr pubertär finde, was mich hoffentlich im Laufe des Buches nicht nerven wird. Aber wie sie da steht und nur denkt, sie wäre alleine und niemand auf der ganzen welt könne sie verstehen. Das ist doch echt so typisch 16-jährig, wer hat das nicht gehabt, dieses Gefühl!
Interessant, sehr sehr interessant finde ich die Aussge von Tom "Die Menschen sehen nur das was sie sehen wollen". Ich glaube dass ist so etwas von wahr. Wenn man mit Kindern zB unterwegs ist sieht man die Welt wirklich mit anderen Augen und man sieht "Magie" , "Wunder", die man sonst nicht sieht.
Dieser Maler in Amsterdam, der ist wirklich unheimlich. Ein erster Fingerzeig, dass die neue Welt für Lara auch gefährlich und böse sein kann, finde ich!
Und dann kommen wir nch Ravinia, endlich. Spontan würde ich Lara sooo gerne begleiten , die Stadt mit eigenen Augen sehen, und die weltbeste Schokolade bei Melvin gerne selber trinken

.
Übrigens habe ich den Abschnitt heute auf der Terasse in der Sonne gelesen und festgestellt dass das Buch doch ein Winterbuch ist. Ich habe einfach Bücher die in bestimmt Jahreszeiten passen und Ravinia ist ein Herbst-und Winterbuch. Das würde besser zu Stimmung des Buches passen, so ein loderndes Kaminfeuer und draußen Regen und Sturm. Aber die Sonne habe ich heute trotzdem genossen

.
Die Idee von Ravinia als einen Ort an dem die Menschen mit besonderen Begabungen leben dürfen, das finde ich toll. Wobei ich noch nicht ganz verstehe, "wann" Ravinia ist. Es wirkt wie Mittelalter... aber warum gibt es dort keinen/wenig Fortschritt? Haben die Bewohner absichtlich darauf verzichtet? Wie ist das mit der Zeit in Ravinia? Altert man normal in Ravinia? Leben dort also nur Menschen aus der "modernen" Welt? Wechseln alle Menschen ständig in die "normale" Welt? Fragen über Fragen, ich bin gespannt, was wir noch über die Stadt erfahren werden.
Lipdidl, dieser "Gnom" oder wie auch immer, der hat mich dann doch sehr an Dobby, den Hauselfen aus Harry Potter erinnert. Ich bin gespannt ob er noch eine ähnlich große Rolle spielen wird.
Lachen musste ich sehr, als Baltasar meint "keine Zufälle"

, er hat ja sooo recht, es gibt keine Zufälle

, das haben wir gelernt.
Die Morde sind wohl nur Beginn der Geschichte in die Lara da hineingeraten ist ... und anscheinend spielt sie da eine große Rolle , eine größere wie sie selber anscheinend ahnt.
Nur ist mir natürlich SOFORT aufgefallen, dass Laras Eltern und Großmutter von diesem Theaterbesuch damals nicht ZURÜCKGEKEHRT sind. Da stand nirgendwo was von wegen, sie sind tot. Und wir wissen auch nicht was damals passiert ist...noch nicht Ich gehe zumindest schwer davon aus, dass das eines der Geheimnisse sein wird, hinter die Lara im Laufe der nächsten 400 SEiten kommen wird.
Ja, das ist mir auch aufgefallen und vielleicht begegnet Lara ihren Eltern ja noch in Ravinia, vielleicht mussten sie dort bleiben aus irgendwelchen Gründen, ich bin gespannt.
Dann der Überfall bzw die geplante Entführung von Lara, sehr spannend, sehr atemberaubend. Ich habe allerdings so meine Zweifel dass es Opa Henry wirklich gut geht, ich hoffe es sehr.
Alles in Allem habe ich jetzt viel mehr geschrieben als ich wollte.Und ich könnte noch mehr

, ich könnte all diese Sätze zitieren, die mir gefallen, die mich faszinieren.Ich mag diese Sprache, diese Poesie, diese wunderbaren Metaphern ...die Sprache ist einfach magisch.
Die Personen reizen mich, sie näher kennenzulernen, vor Allem bei Tom möchte hinter sein Geheimnis kommen, seine "Schale knacken".
Ich bin sehr sehr gespannt wie es weitergeht bzw ich weiß schon ein bisschen wie es weitergeht, denn ich hatten den ganzen Mittag Zeit zu lesen (bis um Vier meine Eltern zum Kuchen esse vorbei kamen).