Autor Thema: 01: Ravinia: Kapitel 1-4  (Gelesen 1377 mal)

Offline Kathrin

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01: Ravinia: Kapitel 1-4
« am: April 07,April 2011, 08:13:48 »
Hier findet die Diskussion von Kapitel 1-4 statt. Spoilermarkierungen sind nicht nötig!
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Offline Kathrin

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Re:01: Ravinia: Kapitel 1-4
« Antwort #1 am: April 15,April 2011, 08:48:49 »
Hui!  :respekt Thilo, der Anfang ist Dir mal echt super gelungen. Ich bin zwar noch nicht weit (S. 38 glaube ich), aber die erste wohlig-schaurige Gänsehaut hatte ich schon auch dieses  :WAH:-Gefühl, das ich so liebe, hatte ich schon! Ich bin sehr gespannt wie weit ich heute noch lesetechnisch komme, wenn ich erstmal wieder daheim bin. Ich glaube eigentlich nicht, dass ich so schnell müde werde beim Lesen.

So, und jetzt erstmal ein herzliches Hallo an alle, vor allem an Dich, lieber Thilo! Es ist so schön, dass es mit der Leserunde und der LR-Begleitung durch Dich geklappt hat!

Viel inhaltlich will ich noch gar nicht schreiben. Nur ist mir natürlich SOFORT aufgefallen, dass Laras Eltern und Großmutter von diesem Theaterbesuch damals nicht ZURÜCKGEKEHRT sind. Da stand nirgendwo was von wegen, sie sind tot. Und wir wissen auch nicht was damals passiert ist...noch nicht ;-) Ich gehe zumindest schwer davon aus, dass das eines der Geheimnisse sein wird, hinter die Lara im Laufe der nächsten 400 SEiten kommen wird.

Sehr süß fand ich das Geburtstagsfrühstück und das Verhältnis zwischen Großvater und Enkelin  ;-) Ich glaube er weiß ganz genau, dass Lara an der Schwelle steht, erwachsen zu werden und irgendwie würde er doch auch gerne an der kleinen Lara festhalten, auch wenn er weiß, dass er die Zeit nicht aufhalten kann...oder vielleicht doch? Wie war das doch gleich?

Zitat
Manche Uhren lassen die Zeit Purzelbäume schlagen
Aber das waren eh sehr spannende und schöne Sätze mit den Schlüsseln, die einen an andere Orte versetzen können usw.

Ich hatte es Dir, Thilo, ja schon geschrieben. Die Aufmachung des Buches finde ich sehr sehr schön und liebevoll gestaltet, vor allem mit den (vermutlich Raben) Vögeln zwischen den Absätzen und den Schattentürmen/ Kirchen jeweils am Kapitelanfang. Aber vor allem das Cover mag der bekennende Marzi-Fan in mir natürlich sehr! Da war doch mein erster Impuls RAVINIA zu Lycidas und Co ins Marzi-Regal zu stellen  Und da dann auch gleich die erste Frage an Dich: hattest Du bei der Gestaltung des Buches irgendwie Mitspracherecht?

Bin sehr gespannt wie es weitergeht, muss jetzt nur leider erst einmal etwas arbeiten.

lg
kathrin
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Offline Thilo

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Re:01: Ravinia: Kapitel 1-4
« Antwort #2 am: April 16,April 2011, 13:35:24 »
Hallo Kathrin,

Dann sage ich auch noch einmal ganz öffentlich "Danke" für das herzliche Willkommenheißen! Auch, wenn das meine allererste Leserunde überhaupt ist (sowohl on- als auch offline und das auch gleich als derjenige, der das Buch dazu geschrieben hat), hoffe ich natürlich, dass ich alle Fragen etc. zur Zufriedenheit beantworten kann. Ich freu mich jedenfalls drauf.

Zur der direkten Frage:
Der Einfluss auf Gestaltung und Aufmachung des Buches war... sagen wir mal begrenzt.
Auf das Cover hatte ich keinen Einfluss. Hätte ich im großen Stil Protest dagegen eingelegt, wäre vielleicht und ganz eventuell nochmal darüber gesprochen worden. Hab ich aber nicht, weil mir das Cover unglaublich gut gefällt. Der Bezug auf Christoph Marzi war mir sofort klar, aber auch dagegen hatte ich nichts. Im Gegenteil, ich empfand es eher als große Ehre.
Satz, Aufmachung im Innern etc. ist auch an anderer Stelle geschehen, aber auch da hatte ich absolut nichts einzuwenden, ganz im Gegenteil: Ich war/bin begeistert.
Zur Karte vorne im Buch hatte ich eine ziemlich ausführliche A4-Skizze angefertigt. Landmassen, Straßenverläufe, Plätze, Mauern etc. im Endergebnis sind quasi durchgepaust, aber von Daniel Ernle in diese mMn sehr ansprechende Form gebracht worden, wie sie im Buch zu finden ist (das hätte ich auch so niemals gekonnt).

Ich hoffe, das beantwortet die Frage erschöpfend genug  ;-)

Viele Grüße
Thilo

Offline Inge78

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Re:01: Ravinia: Kapitel 1-4
« Antwort #3 am: April 17,April 2011, 20:37:31 »
Hallo Thilo!

Auch von mir ein Herzliches Willkommen und ein großes Dankeschön für Deine Teilnahme an dieser LR.
Auch ich muss zugeben, hauptsächlich hat mich das "Marzi-Aussehen" des Buches gelockt. Aber das ist ja nicht unbedingt ein Nachteil für Dein Buch.

Ich habe den ersten Abschnitt jetzt durch und kann sagen, ich bin begeistert.
Defintiv kein "Marzi-Abklatsch" , denn oft ist das ja leider die Gefahr , wenn gerade bestimmte Bücher bzw Autoren "in" sind.

Ich kann Kathrin nur zustimmen, ich finde die Aufmachung des Buches sehr sehr schön, die Karte (ich liiiiebe Karten  ;-) ) , diese Silhouette am Anfang der Kapitel (ist das eine Fantasiestadt oder eine reale Kulisse ? ) , und vor Allem mag ich die Zitate zu Beginn der Kapitel ... schon alleine das Alles macht Lust auf mehr!

Für mich ist der Anfang eines Buches immer sehr wichtig und der erste Satz entscheidet schon oft darüber wie magisch das Buch für mich ist.
"Das Wetter ist ein Verräter", für mich ein super Einstieg ins Buch ... ich mag es auch, dass solche Phrasen sich im Laufe des Buches wiederholen. OK, das ist für mich auch wieder "Marzi-typisch", denn daher kenne ich das, aber ich finde es toll und ich finde mich im Buch damit immer wieder.

Lara finde ich spontan symphatisch ... ich mag Sie und das ist auch gut so, denn ohne einen symphatischen oder wenigstens interessanten Protagonisten ist ein Buch nichts.
Identifizieren kann ich mich mit ihr leider noch nicht so richtig, aber vielleicht kommt das noch.

Thilo, ich habe Dein Interview gelesen bzw der Rolle von Waisen in Geschichten. Von daher habe ich jetzt auch nicht das Gefühl "mal wieder" ein Waisenkind vor mir zu haben.

Großvater Henry ist toll, so eine Opa wünscht sich doch jedes Kind , liebevoll und auch noch modern. In den habe ich mich sofort verliebt .

Was es mit dem Schlüssel auf sich hat den Lara geschenkt bekommt weiß man als Leser aus dem Buchrücken ja LEIDER schon. Ich kann wahrscheinlich nur erahnen wie schwierig es ist, eine Beschreibung eines Buches zu liefern die interessant genug ist die Leute neugierig zu machen und gleichzeitg nicht zu viel verrät. Aber ich finde leider oft, dass zu viel schon erzählt wird.

Als wir dann Dexter, den sprechenden Raben kennenlernen war ich dan endgültig in der Geschichte drin, dieses Zwiegespräch zwischen dem Raben und diesem mysteriösen Tom finde ich einfach nur köstlich.

Und ja, dann fange ich doch an mich mit Lara zu identifizieren, denn sie ist genauso wunderbar ahnungslos wie wir Leser. Und diese "Bröckchen" die Lara hingeworfen bekommt , diese Mini-inforamtionen , das macht mich verrückt, ich will doch auch wissen, was da los ist.
So viele Geheimnisse!

Und auch Laras Großvater weiß mehr als er sagt,ich kann verstehen, dass Lara da sauer auf ihn ist! Wobei ich sie auch sehr pubertär finde, was mich hoffentlich im Laufe des Buches nicht nerven wird. Aber wie sie da steht und nur denkt, sie wäre alleine und niemand auf der ganzen welt könne sie verstehen. Das ist doch echt so typisch 16-jährig, wer hat das nicht gehabt, dieses Gefühl!

Interessant, sehr sehr interessant finde ich die Aussge von Tom "Die Menschen sehen nur das was sie sehen wollen". Ich glaube dass ist so etwas von wahr. Wenn man mit Kindern zB unterwegs ist sieht man die Welt wirklich mit anderen Augen und man sieht "Magie" , "Wunder", die man sonst nicht sieht.

Dieser Maler in Amsterdam, der ist wirklich unheimlich. Ein erster Fingerzeig, dass die neue Welt für Lara auch gefährlich und böse sein kann, finde ich!

Und dann kommen wir nch Ravinia, endlich. Spontan würde ich Lara sooo gerne begleiten , die Stadt mit eigenen Augen sehen, und die weltbeste Schokolade bei Melvin gerne selber trinken  ;-).
Übrigens habe ich den Abschnitt heute auf der Terasse in der Sonne gelesen und festgestellt dass das Buch doch ein Winterbuch ist. Ich habe einfach Bücher die in bestimmt Jahreszeiten passen und Ravinia ist ein Herbst-und Winterbuch. Das würde besser zu Stimmung des Buches passen, so ein loderndes Kaminfeuer und draußen Regen und Sturm. Aber die Sonne habe ich heute trotzdem genossen  ;-).

Die Idee von Ravinia als einen Ort an dem die Menschen mit besonderen Begabungen leben dürfen, das finde ich toll. Wobei ich noch nicht ganz verstehe, "wann" Ravinia ist. Es wirkt wie Mittelalter... aber warum gibt es dort keinen/wenig Fortschritt? Haben die Bewohner absichtlich darauf verzichtet? Wie ist das mit der Zeit in Ravinia? Altert man normal in Ravinia? Leben dort also nur Menschen aus der "modernen" Welt? Wechseln alle Menschen ständig in die "normale" Welt? Fragen über Fragen, ich bin gespannt, was wir noch über die Stadt erfahren werden.

Lipdidl, dieser "Gnom" oder wie auch immer, der hat mich dann doch sehr an Dobby, den Hauselfen aus Harry Potter erinnert. Ich bin gespannt ob er noch eine ähnlich große Rolle spielen wird.

Lachen musste ich sehr, als Baltasar meint "keine Zufälle"  :->, er hat ja sooo recht, es gibt keine Zufälle  ;-) , das haben wir gelernt.

Die Morde sind wohl nur Beginn der Geschichte in die Lara da hineingeraten ist ... und anscheinend spielt sie da eine große Rolle , eine größere wie sie selber anscheinend ahnt.

Zitat
Nur ist mir natürlich SOFORT aufgefallen, dass Laras Eltern und Großmutter von diesem Theaterbesuch damals nicht ZURÜCKGEKEHRT sind. Da stand nirgendwo was von wegen, sie sind tot. Und wir wissen auch nicht was damals passiert ist...noch nicht Ich gehe zumindest schwer davon aus, dass das eines der Geheimnisse sein wird, hinter die Lara im Laufe der nächsten 400 SEiten kommen wird.

Ja, das ist mir auch aufgefallen und vielleicht begegnet Lara ihren Eltern ja noch in Ravinia, vielleicht mussten sie dort bleiben aus irgendwelchen Gründen, ich bin gespannt.

Dann der Überfall bzw die geplante Entführung von Lara, sehr spannend, sehr atemberaubend. Ich habe allerdings so meine Zweifel dass es Opa Henry wirklich gut geht, ich hoffe es sehr.

Alles in Allem habe ich jetzt viel mehr geschrieben als ich wollte.Und ich könnte noch mehr  ;-), ich könnte all diese Sätze zitieren, die mir gefallen, die mich faszinieren.Ich mag diese Sprache, diese Poesie, diese wunderbaren Metaphern ...die Sprache ist einfach magisch.
Die Personen reizen mich, sie näher kennenzulernen, vor Allem bei Tom möchte hinter sein Geheimnis kommen, seine "Schale knacken".
Ich bin sehr sehr gespannt wie es weitergeht bzw ich weiß schon ein bisschen wie es weitergeht, denn ich hatten den ganzen Mittag Zeit zu lesen (bis um Vier meine Eltern zum Kuchen esse vorbei kamen).

« Letzte Änderung: April 17,April 2011, 21:31:20 von Inge78 »
LG Inge

"Von den vielen bekannten Welten, die der Mensch nicht von der Natur geschenkt bekam, sondern aus eigenem Geist erschaffen hat, ist die Welt der Bücher die größte."

Hermann Hesse

Offline Kathrin

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Re:01: Ravinia: Kapitel 1-4
« Antwort #4 am: April 18,April 2011, 08:56:08 »
Hallo zusammen,

Dann sage ich auch noch einmal ganz öffentlich "Danke" für das herzliche Willkommenheißen! Auch, wenn das meine allererste Leserunde überhaupt ist (sowohl on- als auch offline und das auch gleich als derjenige, der das Buch dazu geschrieben hat), hoffe ich natürlich, dass ich alle Fragen etc. zur Zufriedenheit beantworten kann. Ich freu mich jedenfalls drauf.
Ach, das kannst Du bestimmt. Wer, wenn nicht Du...es ist schließlich Dein Werk!

Der Einfluss auf Gestaltung und Aufmachung des Buches war... sagen wir mal begrenzt.
Auf das Cover hatte ich keinen Einfluss. Hätte ich im großen Stil Protest dagegen eingelegt, wäre vielleicht und ganz eventuell nochmal darüber gesprochen worden. Hab ich aber nicht, weil mir das Cover unglaublich gut gefällt. Der Bezug auf Christoph Marzi war mir sofort klar, aber auch dagegen hatte ich nichts. Im Gegenteil, ich empfand es eher als große Ehre.
Satz, Aufmachung im Innern etc. ist auch an anderer Stelle geschehen, aber auch da hatte ich absolut nichts einzuwenden, ganz im Gegenteil: Ich war/bin begeistert.
Ja, das habe ich mir schon gedacht, das sagt ja eigentlich jeder Autor, dass da das Mitspracherecht nicht so groß ist, aber hier ist das Cover wirklich gut gelungen. Ich bin eindeutig ein Cover-Käufer, wenn mir ein Cover nicht gefällt, lese ich noch nicht mal den Klappentext. So was hier, würde mir mit dem Cover wirklich nicht in die Hände springen und das Buch ist jetzt wahllos herausgegriffen aus einer großen Anzahl an solchen Covern:


Ich hab wirklich keine Ahnung, ob das Buch mir gefallen könnte oder nicht, allein das Cover schreckt mich ab.

Ich habe den ersten Abschnitt jetzt durch und kann sagen, ich bin begeistert.
Defintiv kein "Marzi-Abklatsch" , denn oft ist das ja leider die Gefahr , wenn gerade bestimmte Bücher bzw Autoren "in" sind.
Ich habe den ersten Abschnitt auch durch (wollte eigentlich viel schneller sein, aber am Wochenende hatte ich nicht so viel Zeit  :-/) und als "Marzi-Abklatsch" würde ich RAVINIA definitiv auch nicht beschreiben. Aber ich finde schon, dass es ein wenig an Lycidas und Co erinnert. Finde ich allerdings nicht schlimm, denn die Bücher liebe ich und wenn ich an sie erinnert werde, dann ist das schon ein gutes Zeichen für ein Buch. Aber es hätte noch ein wenig mehr eigenes haben dürfen. Der eine Kommissar hätte jetzt nicht auch als grauer Wolf bezeichnet werden müssen, und das obwohl ich Mr. Fox und Mr. Wolf nun wirklich abgöttisch liebe! Das war mir vorher schon bei der Beschreibung des Nachtwächters aufgefallen, der Tom und Lara verfolgt hat, da hieß es raubtierhafte Bewegungen. Oder wie Tom mit Lara aus Edinburgh verschwunden ist (was ich gar nicht kapiert habe, denn von einem Schlüssel war ja erst in London Underground die Rede), da dachte ich sofort an diese Wirbelstürme aus LUMEN glaube ich...wobei es ja nicht wirklich erklärt wurde, wie Tom das gemacht hat. Ich denke es würde mir nicht auffallen, wenn ich die Marzi-Bücher nicht so gut kennen würde. Aber wie gesagt es ist nicht wirklich schlimm, das Buch liest sich weg wie nix und ich hatte schon mehrfach das  :WAH:-Gefühl und Schauer über dem Rücken...was will ich mehr!

Für mich ist der Anfang eines Buches immer sehr wichtig und der erste Satz entscheidet schon oft darüber wie magisch das Buch für mich ist.
"Das Wetter ist ein Verräter", für mich ein super Einstieg ins Buch ... ich mag es auch, dass solche Phrasen sich im Laufe des Buches wiederholen. OK, das ist für mich auch wieder "Marzi-typisch", denn daher kenne ich das, aber ich finde es toll und ich finde mich im Buch damit immer wieder.
Richtig! Ich liebe die Sprache von Thilo auch! Ich kenne diese Sätze zwar wie Du auch von Marzi, aber ich weiß auch, dass wir (zumindest Susanne und ich) bei den neuen Marzi-Werken oft gesagt haben, dass diese magischen Sätze nicht mehr so da sind und Thilo bringt eindeutig mehr davon und auch diese Wiederholungen gefallen mir. Ja, die Sprache ist spitzenmäßig und wie Du relativ weit am Ende Deines Postings geschrieben hast, Inge, sind es so viele schöne Sätze, die man zitieren könnte, da reicht glaube ich die Zeichenanzahl pro Posting nicht  :->

Thilo, ich habe Dein Interview gelesen bzw der Rolle von Waisen in Geschichten. Von daher habe ich jetzt auch nicht das Gefühl "mal wieder" ein Waisenkind vor mir zu haben.
Das Interview findet man vermutlich bei Piper-Fantasy oder? Da komme ich hier in der Firma leider nicht drauf und daheim spinnt mein Anschluss. Vermutlich ist was mit der Telefonbuchse nicht in Ordnung. Da kommt am Samstag ein Techniker vorbei, ich kann nicht festnetztechnisch telefonieren und ins Internet schon gar nicht  :heul: Wenn ich also ab Freitag im Nirvana verschwunden sein sollte und mich erst wieder am Dienstag melde, dann wisst was los ist, dann hat mir der Techniker nicht spontan helfen können.

Großvater Henry ist toll, so eine Opa wünscht sich doch jedes Kind , liebevoll und auch noch modern. In den habe ich mich sofort verliebt .
Vor allem war ich auf Laras schottisches Frühstück mit Black Pudding und Haggis ziemlich neidisch. Das hätte ich auch gerne mal wieder! Ich habe mich eben erstmal kurz über das schottische Sylvester schlau gemacht, dass erwähnt wird, auch wenn die Wikipedia-Info doch sehr spärlich ist: klick. Da ist das hier etwas informativer: klick.

Den Klappentext habe ich jetzt gar nicht mehr gelesen und glücklicherweise schon wieder viel vergessen, seit ich ihn anlässlich von Steffis Vorschlag zu dieser LR gelesen habe.

Als wir dann Dexter, den sprechenden Raben kennenlernen war ich dan endgültig in der Geschichte drin, dieses Zwiegespräch zwischen dem Raben und diesem mysteriösen Tom finde ich einfach nur köstlich.
Vor allem muss sich Lara doch denken, dass sie total verrückt ist, als sie das Gespräch mit anhört. Stellt Euch das mal vor, erst kommt ihr durch einen neuen SChlüssel an einen völlig neuen Ort, der dort, wo die Tür eigentlich hinführt gar nicht liegen darf und dann spricht da Mr. Quibbes mit einem Raben. Und dann ist mir da auch gleich aufgefallen, dass Tom zu Dexter sagt, dass er dort aus der Stadt rausfliegen solle, wo er rausgekommen ist und dass Dexter sagt, dass er das nicht geht. Ich würde auch gerne wissen warum nicht!!!

Zitat von: Inge
Und auch Laras Großvater weiß mehr als er sagt,ich kann verstehen, dass Lara da sauer auf ihn ist! Wobei ich sie auch sehr pubertär finde, was mich hoffentlich im Laufe des Buches nicht nerven wird. Aber wie sie da steht und nur denkt, sie wäre alleine und niemand auf der ganzen welt könne sie verstehen. Das ist doch echt so typisch 16-jährig, wer hat das nicht gehabt, dieses Gefühl!
Ich finde sie eigentlich nicht pupertäre als andere 16-jährige Roman-Helden/Heldinnen. Außerdem kann ich sie sehr gut verstehen, niemand will sie so wirklich in die Geheimnisse einweihen und alles ist so neu für sie.

So, zum Rest muss ich später kommen, ich habe leider zu arbeiten und Cheffe ist auch schon da... :-/
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Offline Inge78

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Re:01: Ravinia: Kapitel 1-4
« Antwort #5 am: April 18,April 2011, 09:14:10 »
So, Frühstückspause und mal eben Zeit ins Internet zu schauen!

Oder doch lieber lesen, eine schwere Entscheidung heute morgen, ich möchte doch auch unbedingt wissen wie es bei Ravinia weitergeht!

Zitat
Ich bin eindeutig ein Cover-Käufer, wenn mir ein Cover nicht gefällt, lese ich noch nicht mal den Klappentext

Außer es ist von einem mir bekannten Autor, dann wohl!

Zitat
Wenn ich also ab Freitag im Nirvana verschwunden sein sollte und mich erst wieder am Dienstag melde, dann wisst was los ist, dann hat mir der Techniker nicht spontan helfen können.


Ich drücke Dir die Daumen, dass Du Ostern nicht "offline" sein musst! Aber Du bekommst notfalls das Wochenende wohl auch so rum  ;-)
Aber wenn das Internet nicht funktioniert ist das echt lästig , ich bin auch schon total abhängig , alles, wirklich alles schaue ich im Internet nach!

Zitat
Vor allem war ich auf Laras schottisches Frühstück mit Black Pudding und Haggis ziemlich neidisch. Das hätte ich auch gerne mal wieder! Ich habe mich eben erstmal kurz über das schottische Sylvester schlau gemacht, dass erwähnt wird, auch wenn die Wikipedia-Info doch sehr spärlich ist: klick. Da ist das hier etwas informativer: klick.
Danke für die Links, die muss ich mir aber zu Hause anschauen und nicht hier auf der Arbeit!

Den Genuss eines schottischen Frühstücks hatte ich noch nie, wobei ich bezweifle das das schmeckt  :umfall:. Aber probieren würde ich erstmal alles, ich bin da ein "Vielfraß"!


So, udn nun habe ich noch genau 6 Minuten zum Lesen  :ausrast:
LG Inge

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Hermann Hesse

Offline Thilo

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Re:01: Ravinia: Kapitel 1-4
« Antwort #6 am: April 18,April 2011, 11:05:18 »
Hallo allerseits.

Schön, dass Euch gefällt, was Ihr lest, das macht es mir natürlich einfach (ich freu mich über jeden, dem Ravinia gefällt)

Generelles: Da mich die Zitier-Funktionen von Foren schon immer wahnsinnig gemacht haben (ich bin irgendwie nie so Foren-affin gewesen), versuch ich es jetzt mal ohne.
Dazu beantworte ich dann aber Eure Fragen getrennt (sonst verliere ich bei den riesigen Posts die Üübersicht völlig).

Also zuerst Inge:
- Die Silluette am Anfag der Kapitel (und auf dem Cover) ist eine Fantasiestadt. Ich finde aber, der Grafiker hat die Skyline von Ravinia ganz gut getroffen (hinten z.B. mit dem Hang zur sog. "Oberstadt" hinauf). Ein bischen zu viele Türme vielleicht.

- Interviews hab ich bisher (wenn ich richtig gezählt habe) drei gegeben. Und zwar auf phantastik-news.de, auf literatopia.de und im Phantastischen Bücherbrief von Erik Schreiber. Ich hoffe, die Links funktionieren (auf piper-phantasy.de hat man glaube ich das Interview aus dem Bücherbrief verlinkt, daher hier ein anderer Link zum Brief).

- Dass Klappenteste im Vorraus viel verderben können, ist richtig. Aber wie sollen Verlage sonst einen Einblick in ihre Bücher geben? Indes, der Klappentext von Ravinia ist ja so auch nicht ganz korrekt. Der Schlüssel, den Lara zum Geburtstag bekommt führt sie nicht nach Ravinia (nur indirekt, indem er sie mit den richtigen Bekanntschaften "versorgt")

- Dass die Informationen nur häppchenweise gestreut werden macht übrigens auch Lara selbst im weiteren Verlauf ziemlich wuschig...  :->

- Eine Anekdote zur "Amsterdam-Szene" (wie ich sie nenne): Ja, ich find Nicolaes auch gruselig. Enstprechend schön find ich natürlich, dass der Funke überspringt. Die Szene selbst hat übrigens als Leseprobe hergehalten, mit der ich das Interesse meiner Agentur geweckt habe. Ich mag sie einfach sehr. Und da sie scheinbar ziemlich gut funktioniert, hab ich sie auch gleich auf meiner ersten Lesung in Leipzig vorgelesen.

- Zum "Wann" von Ravinia: Das ist eine interessante Frage, die mir noch niemand gestellt hat. Aber ich versuch es mal so: Ravinia ist eine Stadt, die seit dem Mittelalter auf einer kleinen Insel gewachsen ist. Sie hat nichts zu befürchten, dementsprechend ändert sich das Stadtbild über die Jahrhunderte nicht großartig. Dass es in Ravinia keine Autos gibt, ist zwar nicht Gesetz dort, aber die engen Gassen und das scheußliche Kopfsteinpflaster machen es Autos dort auch quasi unmöglich zu existieren. Auf der anderen Seite braucht in Ravinia auch niemand wirklich einen Wagen. Was moderne Technik etc. angeht: Dazu äußert sich das Buch noch später.

- Lipdidl: Dass der kleine sehr an einen Hauselfen erinnert, hab ich schon von meiner Lektorin zu hören bekommen. Das macht aber nichts. Den Namen hab ich übrigens von einem KFZ-Kennzeichen (ebenso wie Marcions Nachnamen). Was nicht alles passiert, wenn man im Stau steht und Nummernschilder liest....

Offline Thilo

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Re:01: Ravinia: Kapitel 1-4
« Antwort #7 am: April 18,April 2011, 11:27:26 »
So, jetzt zu Kathrin:

- Wieviel Mitspracherecht ein Autor beim Cover hat, ist völlig unterschiedlich (nicht bloß von Verlag zu Verlag, sondern auch von Autor zu Autor). Doch ich als Neuling hab 1) keine Ahnung von nichts gehabt und 2) auch keine Ambitionen den Profis irgendwie ins Handwerk zu reden. Die machen mMn ihren Job in puncto Aufmachung, Marketing, Webung etc. ohnehin viel besser als ich es selbst je könnte. Von daher ist mir das erstmal recht (solange es nicht vollkommen daneben ist).

- Die Erinnerung an Marzi ist -wie schon gesagt- natürlich vom Verlag auch provoziert. Ich selbst hatte Marzi gar nicht gelesen, bis mich jemand mit der Nase drauf gestoßen hat. Da ich Marzis Bücher aber einfach unglaublich finde, hab ich das ein oder andere rückwirkend eingebaut, um dem Autor die Ehre zu erweisen. Das offensichtlichste (warum sollte ich es auch leugnen?) ist, dass Tom immer wieder "Schicksal" vor sich hingrummelt. Das ist nichts mehr und nichts weniger als eine Hommage an Marzis Wittgenstein, der mir phantastisch gut gefallen hat und in manchen Dingen tatsächlich beinahe eine ältere Ausgabe von Tom sein könnte.
Das Kommissar Falter an Mr Wolf erinnert, war hingegen ganz und gar nicht beabsichtigt. Dass es wohl so ist, finde ich aber auch nicht schlecht. Habe ich aber auch schon zu hören bekommen :-> (Einmal sogar sehr nett formuliert: "Da sind zwie Gestalten von Neil Gaiman zu Christoph Marzi rübergewandert und dann schließlich zu dir" - wobei ich persönlich allerdings finde, dass James Cooper mit Mr Fox nun wirklich gar nichts gemein hat).
Zu meiner Schande muss ich aber auch gestehen, dass ich zwar viel von Marzi gelesen habe, dass ich aber so viele Bücher lese, dass die Inhalte oft in meinem Gedächtnis verschwimmen. So hab ich an die Wirbelstürme z.B. erst jetzt gerade im Moment wieder gedacht. Die waren mir völlig entfallen (und auch jetzt weiß ich nicht, ob es die bei Marzi in Prag oder in Paris gab... Asche auf mein Haupt). Toms und Laras Flucht hat zumindest nicht viel mit Wirbelstürmen zu tun. Wie das ganze vonstatten gegangen ist, wird aber noch erklärt (Kapitel 10, wenn ich mich nicht täusche).

- Schottishes Frühstück: Top! Mache ich selbst gerne am Wochenende.
- Haggis: Bäh!

- Zu Lara hab ich schon viel zu hören bekommen. Meistens wird mir attestiert, dass ich das Bild einer 16jährigen ganz gut getroffen habe. Einige Leute haben sie aber auch ab und an als etwas nervig aufgefasst.
Dazu kann ich allerdings nur sagen, dass ich die Feinheiten von Charakteren erst immer beim Schreiben selbst nach und nach herausfinde (ich kann mir am Anfang immer nur das große Ganze ausdenken, aber der Feinschliff geschieht intuitiv). So ist Lara etwas impulsiver und temperamentvoller geworden als ich sie mir zuerst ausgemalt hatte. Ich finde allerdings das steht ihr, macht sie temperamentvoll und lässt sie weniger stereotyp wirken.

- So, zu guter Letzt nochmal in großes Dankeschön für das Lob an der gewählten Erzählsprache. Auch das ist natürlich volle Absicht. Die Geschichte sollte ein magisches Flair erhalten und das fängt mMn bei der Sprache an. Dass es mir tatsächlich gelungen ist, freut mich umso mehr, jedes Mal, wenn ich es gesagt bekomme :->

Sodenn, die Pflicht ruft.

Offline Inge78

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Re:01: Ravinia: Kapitel 1-4
« Antwort #8 am: April 18,April 2011, 11:32:44 »
Zitat
Aber wie sollen Verlage sonst einen Einblick in ihre Bücher geben?

Ja, ich weiß es ja, aber es gibt einfach oft Zusammenfassungen, die zu viel verraten oder eben auch einen falschen Eindruck vermitteln!
Ganz schlimm sind Rezensionen, speziell auf a.mazon.de, die spoilern ja nur!

Zitat
Eine Anekdote zur "Amsterdam-Szene" (wie ich sie nenne):

Ja, es funktioniert, ich habe mich ordentlich gegruselt !
Hast Du eigentlich alle Orte, die in Deinem Roman vorkommen, selber besucht, Vor-Ort-Recherche sozusagen!

Zitat
Was moderne Technik etc. angeht: Dazu äußert sich das Buch noch später.


Oh, ich greife mal wieder vor. Dann warte ich mal ab!
Aber mich interessiert eben, warum so viele Leute aus Ravinia auch so mittelalterlich gekleidet sind, oder habe ich das falsch verstanden? Und wechseln alle Einwohner von Ravinia in unsere Welt?

Zitat
Lipdidl: Dass der kleine sehr an einen Hauselfen erinnert, hab ich schon von meiner Lektorin zu hören bekommen. Das macht aber nichts. Den Namen hab ich übrigens von einem KFZ-Kennzeichen (ebenso wie Marcions Nachnamen). Was nicht alles passiert, wenn man im Stau steht und Nummernschilder liest....

DAS finde ich mal wieder eine sehr tolle Information, eine schöne Anekdote, jetzt werde ich beim Autofahren wohl mal wieder mehr auf Autokennzeichen achten  :->

Danke dass Du hier so ausführlich schreibst, das ist nicht selbstverständlich dass sich Autoren so viel Zeit nehmen!
LG Inge

"Von den vielen bekannten Welten, die der Mensch nicht von der Natur geschenkt bekam, sondern aus eigenem Geist erschaffen hat, ist die Welt der Bücher die größte."

Hermann Hesse

Offline Kathrin

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Re:01: Ravinia: Kapitel 1-4
« Antwort #9 am: April 18,April 2011, 13:34:06 »
Hallo zusammen,

so, dann mal noch schnell weitergeschrieben, bevor die Mittagspause zu Ende ist.

Dieser Maler in Amsterdam, der ist wirklich unheimlich. Ein erster Fingerzeig, dass die neue Welt für Lara auch gefährlich und böse sein kann, finde ich!
Unheimlich war er, das allerdings, aber irgendwie auch total faszinierend, finde ich. Mal schauen, was der Kerl noch so alles anstellen wird.
Ich finde hier übrigens sehr spannend, dass Nicolaes (sinngemäß) meint, Tom würde seine Talente vergeuden, wenn er sich nur der Schlüsselmacherei widmen würde. Hab ich doch so richtig verstanden, oder? Ich kann grad schlecht mein Buch rausholen und es noch mal nachschlagen, mach ich heute auf dem Heimweg. Ob Tom wirklich so viele Gaben besitzen könnte oder besitzt, die aber nicht nutzen will. Das würde ja bedeuten, dass er eigentlich recht machtvoll ist und für beide Seiten, gut und böse, interessant ist...aber auf der anderen Seite, was ist schon wirklich gut und was ist schon wirklich böse?!

Lachen musste ich sehr, als Baltasar meint "keine Zufälle"  :->, er hat ja sooo recht, es gibt keine Zufälle  ;-) , das haben wir gelernt.
:->

Die Morde sind wohl nur Beginn der Geschichte in die Lara da hineingeraten ist ... und anscheinend spielt sie da eine große Rolle , eine größere wie sie selber anscheinend ahnt.
Boah, das war Gänsehaut pur bei mir, als ähm Tom (?) Lara erzählt, dass ihre Großmutter ein besonderes Gedicht geschrieben habe. Ob Lara wirklich auch die Gabe von ihr geerbt hat, nicht nur das SChlüsselmachen? Und was ist mit Laras Mutter? Hatte die auch eine besondere Gabe? Und ob diese wohl irgendwann nützlich für Lara sein könnte. Und ist Großvater Henry "nur" Schlüsselmacher gewesen? Oder könnte er auch etwas anderes sein, vielleicht ein Liedermacher oder so, ich fand die Szene so schön, wo er zu musizieren anfängt und Lara auf einmal versteht.
Überhaupt finde ich alles um diesen "Lord" Winter sehr mysteriös. Ich dachte ja erst, dass er auf diesem Friedhof begraben liegt. Irgendwer sagt doch, dort wäre etwas lebendig vergraben worden, aber stattdessen steckt er in einem Bild. Irgendwie lese ich bei seinem Namen immer noch den französischen Adelspräfix "de" dazu, wie bei Lady de Winter aus den drei Musketieren. Ich schätze ja irgendwie, dass Thilo den Namen Winter nicht umsonst gewählt hat. Ob mit ihm auch die weißen Winter verschwunden sind, die "es ja nur noch in Geschichten zu geben scheint" und ob mir seinem möglichen Wiederauftauchen ggf. auch die Winter wieder weiß werden?

Die Personen reizen mich, sie näher kennenzulernen, vor Allem bei Tom möchte hinter sein Geheimnis kommen, seine "Schale knacken".
Oh ja, der reizt mich auch ungemein!!!

Zitat
Ich bin eindeutig ein Cover-Käufer, wenn mir ein Cover nicht gefällt, lese ich noch nicht mal den Klappentext

Außer es ist von einem mir bekannten Autor, dann wohl!
Okay, ja, das  trifft auf mich auch zu.

Ich drücke Dir die Daumen, dass Du Ostern nicht "offline" sein musst! Aber Du bekommst notfalls das Wochenende wohl auch so rum  ;-)
Aber wenn das Internet nicht funktioniert ist das echt lästig , ich bin auch schon total abhängig , alles, wirklich alles schaue ich im Internet nach!
Ach so schlimm ist das bei mir nicht, mit der Abhängigkeit vom Internet. Und da das Wetter ja schön werden soll, kann ich hoffentlich mal die gröbsten Löcher im Gartenzaun katzendicht machen, damit ich den Miezen nicht immer auf Schritt und Tritt folgen muss. Wird schon schlimm genug, wenn die Dicke (vermutlich am nächsten Wochenende, Anläufe dazu gabs ja schon) den höchsten Baum auf dem Grundstück erobert hat und ich sie dann runterholen muss  |-)

Den Genuss eines schottischen Frühstücks hatte ich noch nie, wobei ich bezweifle das das schmeckt  :umfall:. Aber probieren würde ich erstmal alles, ich bin da ein "Vielfraß"!
Doch, ist äußerst lecker...schmeckt aber auch nur in Schottland oder Irland oder so...nur diese komischen kleinen Würstchen brauch ich gar nicht. Aber gerade Black Pudding ist suuuuuuper lecker!

- Interviews hab ich bisher (wenn ich richtig gezählt habe) drei gegeben. Und zwar auf phantastik-news.de, auf literatopia.de und im Phantastischen Bücherbrief von Erik Schreiber. Ich hoffe, die Links funktionieren (auf piper-phantasy.de hat man glaube ich das Interview aus dem Bücherbrief verlinkt, daher hier ein anderer Link zum Brief).
Jup, klappt! Danke für die Links, Thilo!

- Lipdidl: Dass der kleine sehr an einen Hauselfen erinnert, hab ich schon von meiner Lektorin zu hören bekommen. Das macht aber nichts. Den Namen hab ich übrigens von einem KFZ-Kennzeichen (ebenso wie Marcions Nachnamen). Was nicht alles passiert, wenn man im Stau steht und Nummernschilder liest....
Solang der Name nicht an diese komische Diddl-Maus mit den großen Füßen erinnert. Dass Lipdidl ein wenig was von Dobby hat finde ich genau wie die ein oder andere Assoziation an die Bücher von Christoph Marzi nicht schlimm. Ich liebe Dobby, vor allem auch in den Verfilmungen. Aber in den Filmen liebe ich auch Gollum  :->

- Die Erinnerung an Marzi ist -wie schon gesagt- natürlich vom Verlag auch provoziert. Ich selbst hatte Marzi gar nicht gelesen, bis mich jemand mit der Nase drauf gestoßen hat. Da ich Marzis Bücher aber einfach unglaublich finde, hab ich das ein oder andere rückwirkend eingebaut, um dem Autor die Ehre zu erweisen. Das offensichtlichste (warum sollte ich es auch leugnen?) ist, dass Tom immer wieder "Schicksal" vor sich hingrummelt.
Was ich äußerst lustig finde, das wollte ich eh schon auf Inges Posting schreiben, bin ich aber noch nicht zu gekommen  :->

Das Kommissar Falter an Mr Wolf erinnert, war hingegen ganz und gar nicht beabsichtigt. Dass es wohl so ist, finde ich aber auch nicht schlecht. Habe ich aber auch schon zu hören bekommen :-> (Einmal sogar sehr nett formuliert: "Da sind zwie Gestalten von Neil Gaiman zu Christoph Marzi rübergewandert und dann schließlich zu dir" - wobei ich persönlich allerdings finde, dass James Cooper mit Mr Fox nun wirklich gar nichts gemein hat).
Tja, siehst Du, ich kenne die Bücher von Neil Gaiman nicht...vielleicht sollte ich das jetzt mal nachholen. WAs genau muss ich da von ihm lesen???  ;-)

Zu meiner Schande muss ich aber auch gestehen, dass ich zwar viel von Marzi gelesen habe, dass ich aber so viele Bücher lese, dass die Inhalte oft in meinem Gedächtnis verschwimmen. So hab ich an die Wirbelstürme z.B. erst jetzt gerade im Moment wieder gedacht. Die waren mir völlig entfallen (und auch jetzt weiß ich nicht, ob es die bei Marzi in Prag oder in Paris gab... Asche auf mein Haupt). Toms und Laras Flucht hat zumindest nicht viel mit Wirbelstürmen zu tun. Wie das ganze vonstatten gegangen ist, wird aber noch erklärt (Kapitel 10, wenn ich mich nicht täusche).
Oh, mach Dir nix draus, bei mir verschwimmt da auch recht viel von Buch zu Buch, vor allem wenn es Bücher des gleichen Autors sind. Ich glaube die Wirbelstürme waren in Prag, aber sicher bin ich mir jetzt auch nicht...oder doch Paris  :kopfkratz:

- Schottishes Frühstück: Top! Mache ich selbst gerne am Wochenende.
- Haggis: Bäh!
Ich weiß nicht, ich hab mir auch schon mal so ein Frühstück daheim gemacht, aber das schmeckt irgendwie nur auf der Insel da oben (egal ob jetzt Schottland oder Irland). Das ist wie mit Kaiserschmarr'n, der schmeckt auch nur in den Bergen (und da kann man auch so viel falsch machen!).
Und Haggis hat mir erstaunlich gut geschmeckt. Ich habs damals erst bei Kerstin probiert, aber das war lecker und irgendwann gab es das tatsächlich auch zum Frühstück  :->

- Zu Lara hab ich schon viel zu hören bekommen. Meistens wird mir attestiert, dass ich das Bild einer 16jährigen ganz gut getroffen habe. Einige Leute haben sie aber auch ab und an als etwas nervig aufgefasst.
Dafür ist sie eine 16-jährige. Solange sie nicht mehr nervt als andere 16-jährige, passt das schon für mich.

So, jetzt aber noch ein paar Dinge, die ich vorhin bei meinem Posting schon schreiben wollte, aber keine Zeit dazu hatte:
Wie kommt Lara eigentlich von der Victoria Street bzw. Baltasars Laden wieder nach Hause? Läuft sie jetzt einfach durch Edinburgh oder gibt's da auch wieder einen Trick. Vermutlich ersteres, oder?

Dann nochmal kurz was zu den Lieder, Thilo. Hast Du eine Auflistung der Lieder/ Songs, die in diesem Roman eine Rolle spielen. Ich dachte mir schon desöfteren bei Marzi, dass es eigentlich eine schöne Sache wäre, wenn man die Lieder, die verwendet werden oder vielleicht einfach aus Sicht des Autors zur Stimmung passen, mal zusammenschneiden würde und sie im Hintergrund zum Lesen abspielen lässt.

Tja und der Rest muss jetzt leider wieder warten, ich muss einfach mal was arbeiten.

lg
kathrin
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Offline Inge78

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Re:01: Ravinia: Kapitel 1-4
« Antwort #10 am: April 18,April 2011, 14:00:56 »
Zitat
Ich finde hier übrigens sehr spannend, dass Nicolaes (sinngemäß) meint, Tom würde seine Talente vergeuden, wenn er sich nur der Schlüsselmacherei widmen würde. Hab ich doch so richtig verstanden, oder? Ich kann grad schlecht mein Buch rausholen und es noch mal nachschlagen, mach ich heute auf dem Heimweg. Ob Tom wirklich so viele Gaben besitzen könnte oder besitzt, die aber nicht nutzen will. Das würde ja bedeuten, dass er eigentlich recht machtvoll ist und für beide Seiten, gut und böse, interessant ist...aber auf der anderen Seite, was ist schon wirklich gut und was ist schon wirklich böse?!

Ich glaube auch dass bei Tom noch viel mehr dahinter steckt, der ist etwas ganz Besonderes!
Und das mit dem Gut und Böse, ja, da bin ich auch des Öfteren unsicher! Ich bin gespannt ob Lord Winter hier DER Bösewicht schlechthin ist, noch wissen wir ja gar nicht warum er böse ist bzw was er getan hat!

Zitat
Ich schätze ja irgendwie, dass Thilo den Namen Winter nicht umsonst gewählt hat. Ob mit ihm auch die weißen Winter verschwunden sind, die "es ja nur noch in Geschichten zu geben scheint" und ob mir seinem möglichen Wiederauftauchen ggf. auch die Winter wieder weiß werden?

So wie die Schneekönigin aus Narnia  :kopfkratz:? Auf DIE Idee bin ich noch gar nicht gekommen  :kopfkratz:
Ich mag ja den Winter, ich mag Schnee, aber eben nicht immer!

Zitat
Solang der Name nicht an diese komische Diddl-Maus mit den großen Füßen erinnert. Dass Lipdidl ein wenig was von Dobby hat finde ich genau wie die ein oder andere Assoziation an die Bücher von Christoph Marzi nicht schlimm. Ich liebe Dobby, vor allem auch in den Verfilmungen. Aber in den Filmen liebe ich auch Gollum 

Ja, Gollum mag ich auch, irgendwie . Also eigentlich mag ich ja Smeagol  ;-)

Zitat
Tja, siehst Du, ich kenne die Bücher von Neil Gaiman nicht...vielleicht sollte ich das jetzt mal nachholen. WAs genau muss ich da von ihm lesen??? 

Sternenwanderer!!
Und Niemalsland , mit der Stadt unter der Stadt London (na, kommt Dir das bekannt vor  ;-) )
Und "Das Graveyard-Bucch"

Andere Bücher kenne ich aber auch noch nicht von Gaiman!

Zitat
Wie kommt Lara eigentlich von der Victoria Street bzw. Baltasars Laden wieder nach Hause? Läuft sie jetzt einfach durch Edinburgh oder gibt's da auch wieder einen Trick. Vermutlich ersteres, oder?

Also so wie ich das verstanden habe funktionieren die Schlüssel immer nur in eine Richtung!

Zitat
Lara erzählt, dass ihre Großmutter ein besonderes Gedicht geschrieben habe. Ob Lara wirklich auch die Gabe von ihr geerbt hat, nicht nur das SChlüsselmachen? Und was ist mit Laras Mutter? Hatte die auch eine besondere Gabe? Und ob diese wohl irgendwann nützlich für Lara sein könnte. Und ist Großvater Henry "nur" Schlüsselmacher gewesen? Oder könnte er auch etwas anderes sein, vielleicht ein Liedermacher oder so, ich fand die Szene so schön, wo er zu musizieren anfängt und Lara auf einmal versteht.

Hmmmh, ich habe das so verstanden, dass Henry auch nie Schlüsselmacher war, das war doch Laras Vater!

Was ich nicht verstehe ist die Rolle von Laras Großmutter! Irgednwo heißt es dass Henry Ravinia den Rücken gekehrt habe wegen der Liebe! Ich dachte dass Laras Großmutter vielleicht eine "normal Sterbliche" gewesen ist! Aber jetzt steckt sie ja mitten drin der Geschichte!  Warum also hat Lara Großvater keinen Kontakt mehr zu Ravinia  :kopfkratz: ?
LG Inge

"Von den vielen bekannten Welten, die der Mensch nicht von der Natur geschenkt bekam, sondern aus eigenem Geist erschaffen hat, ist die Welt der Bücher die größte."

Hermann Hesse

Offline Thilo

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Re:01: Ravinia: Kapitel 1-4
« Antwort #11 am: April 18,April 2011, 21:24:10 »
Nabend zusammen,

Also nochmal kurz zu den aktuellsten Fragen (ich merke, dass die Leserund ein ganz schönes Zeitfresserchen ist, weshalb ich die Zeit dafür offenbar sorgfältiger ausgucken muss):

- Nein, ich habe nicht alle Orte besucht, die im Buch vorkommen. Aber die wichtigsten denke ich schon. Die Innenstadt von Edinburgh kenne ich z.B. relativ gut (ich war auch schon ein paar Mal dort). Vlt. kann ich ja irgendwo nochmal ein paar Fotos mit Schauplätzen posten...

- Schlüssel führen immer bloß in eine Richtung, das ist schon korrekt. (Lara kommt nach der Arbeit übrigens zu Fuß heim, da Victoria Street und das Haus, in dem die McLanes wohnen ca. 3-5 Gehminuten auseinanderliegen)

- Die Leute in Ravinia sind nicht unbedingt mittelalterlich gekleidet, wenn ich den EIndruck erweckt hab, dann ist das nicht ganz korrekt. Die Leute in Ravinia sind häufig ziemliche Exzentriker und kleiden sich teilweise eben auch sehr exzentrisch.

- Wichtig ist vielleicht noch zu erwähnen, dass jeder Mensch mit einem besonderen Talent nur EIN besonderes Talent hat. Tom könnte sich also auf den Kopf stellen und jodeln und dennoch könnte er nie ein magisches Bild malen. Nicolaes zeiht Tom bloß ein wenig auf (im weitesten Sinne). Ebenso war Henry selbst niemals ein Schlüsselmacher, ich hatte gehofft, das wär deutlich. Die Verbindung von Lara und dem Gedicht fußt tatsächlich in erster Linie auf ihrer Verwandheit zu der Schreiberin, welche es schrieb (Übrigens gut aufgepasst: Ja, Henry McLane hat Ravinia den Rücken gekehrt aus Liebe zu einer Frau ohne besondere Talente. Aber wie jeder Mensch hat auch Lara zwangsläufig 4 Großeltern - das solltet ihr für den späteren Verlauf des Buches im Hinterkopf behalten, es hilft, sich nicht verwirren zu lassen).

- Schottisches Frühstück schmeckt auch hier, man muss nur wissen wie. Vor allem muss man darauf achten, möglichst Produkte zu verwenden, die sie in GB auch verwenden (also z.B. keinen amerikanischen Bacon - obwohl ich den auch schmackhaft finde).

- Zu den Gaiman-Büchern: Das Graveyard-Buch fehlt mir noch, da warte ich noch auf die Tachenbuch-Ausgabe. Ansonsten: Ja klar, Marzi hat eine Menge Ideen zu seiner Uralten Metropole dem Buch Neverwhere entliehen ("Niemalsland" zu deutsch). Dennoch finde ich beide Unter-Londons toll. Übrigens hat China Mieville sich auch hinreichend mit Paralel-Londons beschäftigt.
Mein persönlicher Favorit von Gaiman ist "American Gods", das in Deutschland auch so heißt. Das ist mMn ganz große und völlig unnachamliche Kunst.

In diesem Sinne Euch einen schönen Abend!

Offline Inge78

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Re:01: Ravinia: Kapitel 1-4
« Antwort #12 am: April 18,April 2011, 22:10:36 »
Hallo!

Zitat
ich merke, dass die Leserund ein ganz schönes Zeitfresserchen ist, weshalb ich die Zeit dafür offenbar sorgfältiger ausgucken muss

Hier ist Dir keiner böse wenn Du Dir Zeit lässt mit den Antworten oder auch mal nicht anwortest!
Andersherum freuen wir uns natürlich wenn wir den Autoren "löchern" dürfen  :->

Und es wird bestimmt noch schlimmer wenn die anderen Mitleser erstmal voll in die LR eingestiegen sind!

Zitat
Übrigens gut aufgepasst: Ja, Henry McLane hat Ravinia den Rücken gekehrt aus Liebe zu einer Frau ohne besondere Talente. Aber wie jeder Mensch hat auch Lara zwangsläufig 4 Großeltern - das solltet ihr für den späteren Verlauf des Buches im Hinterkopf behalten, es hilft, sich nicht verwirren zu lassen

Klingt logisch, ich bin ja vielleicht dämlich  :umfall: . Klar, die Großmutter von der die Rede ist muss ja nicht unbedingt Henry McLane´s Frau sein  , ja ja, aufgepasst und mitgedacht !

Zitat
- Schottisches Frühstück schmeckt auch hier, man muss nur wissen wie. Vor allem muss man darauf achten, möglichst Produkte zu verwenden, die sie in GB auch verwenden (also z.B. keinen amerikanischen Bacon - obwohl ich den auch schmackhaft finde).

Ich müsste mal schauen ob so etwas hier bei mir in der Gegend nicht irgendwo angeboten wird, jetzt bin ich neugierig geworden

Zitat
Das Graveyard-Buch fehlt mir noch, da warte ich noch auf die Tachenbuch-Ausgabe.

Das mochte ich richtig gerne aber es ist viel zu kurz, da war ich so mit durch

"American Gods" kenne ich NOCH nicht
LG Inge

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Hermann Hesse

Offline Kathrin

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Re:01: Ravinia: Kapitel 1-4
« Antwort #13 am: April 19,April 2011, 08:16:41 »
So wie die Schneekönigin aus Narnia  :kopfkratz:? Auf DIE Idee bin ich noch gar nicht gekommen  :kopfkratz:
Ich mag ja den Winter, ich mag Schnee, aber eben nicht immer!
Da mit Narnia irgendwann doch einfach zu sehr zum Kinderbuch wurde, habe ich das nie fertig gelesen und weiß daher nur so grob, was es mit der Schneekönigin dort auf sich hat. Aber ja, ich mag den Winter so wie er um Weihnachten rum war auch sehr. Nur irgendwann reicht es dann auch mit der Kälte, da will ich dann Frühling und blühende Bäume.

Sternenwanderer!!
Und Niemalsland , mit der Stadt unter der Stadt London (na, kommt Dir das bekannt vor  ;-) )
Und "Das Graveyard-Bucch"
Gehören die irgendwie zusammen? Gibt's da ne Reihenfolge? Bin grad zu faul um bei Amazon zugucken, aber gut zu wissen, dass ich da was verpasst zu haben scheine  ;-)

Also so wie ich das verstanden habe funktionieren die Schlüssel immer nur in eine Richtung!
Genau deshalb hab ich ja die Frage gestellt, denn so hab ich das auch verstanden, aber Thilo hat ja schon beantwortet, dass es nicht weit ist zu Fuß.

Hmmmh, ich habe das so verstanden, dass Henry auch nie Schlüsselmacher war, das war doch Laras Vater!
Weiß auch nicht mehr, wo ich dachte das herausgelesen zu haben. Dass ihr Vater Schlüsselmacher war, das wusste ich auch, ich dachte halt, der Opa auch, aber für den hab ich ja inzwischen einen andere Theorie, wenn die bislang auch nur sehr wage ist.

Was ich nicht verstehe ist die Rolle von Laras Großmutter! Irgednwo heißt es dass Henry Ravinia den Rücken gekehrt habe wegen der Liebe! Ich dachte dass Laras Großmutter vielleicht eine "normal Sterbliche" gewesen ist! Aber jetzt steckt sie ja mitten drin der Geschichte!  Warum also hat Lara Großvater keinen Kontakt mehr zu Ravinia  :kopfkratz: ?
Unabhängig jetzt mal von Thilos Antwort hätte es ja auch einfach sein können, dass Henry und seine Frau aus zwei verschiedenen Lagern stammten. Die einen pro-Winter die anderen gegen ihn. Und dass sie vielleicht aus diesem Grund Ravinia den Rücken gekehrt haben. Aber gut, wäre vielleicht zu klischeehaft gewesen und lassen wir uns weiter überraschen, zumal Thilo ja darauf hingewiesen hat, dass wir auch noch an die anderen Großeltern von Lara denken sollen.

- Wichtig ist vielleicht noch zu erwähnen, dass jeder Mensch mit einem besonderen Talent nur EIN besonderes Talent hat. Tom könnte sich also auf den Kopf stellen und jodeln und dennoch könnte er nie ein magisches Bild malen. Nicolaes zeiht Tom bloß ein wenig auf (im weitesten Sinne).
Hmmm, damit zerstörst Du jetzt aber all meine schönen Theorien, Thilo  :-> Gerade was Toms und Laras Talente angeht. Aber gut, da hilft eindeutig nur weiterlesen  :lesen: :lesen: :lesen:

Ebenso war Henry selbst niemals ein Schlüsselmacher, ich hatte gehofft, das wär deutlich.
Wie gesagt, ich weiß auch nicht mehr, wie ich drauf gekommen bin, ich war sicher, dass ich das irgendwo reininterpretiert hatte, aber habe die Stelle selbst nicht mehr gefunden. Insofern akzeptiere ich das natürlich und behaupte jetzt einfach frech, dass Henry Barde oder Liedermacher oder so was ist :->

lg
kathrin
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Offline Susanne

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Re:01: Ravinia: Kapitel 1-4
« Antwort #14 am: April 19,April 2011, 13:32:38 »
Hallo Ihr Lieben,

jetzt schaffe ich es doch erst heute zu Posten  :schaem:. Aber gestern hätte ich glaube ich nur totalen Blödsinn geschrieben, mit meinem verschlafenen Kopf.
Natürlich auch von mir ein ganz herzliche Willkommen bei uns Thilo und lieben Dank, daß Du die LR begleitest.

Endlich, endlich habe ich mal wieder ein Buch erwischt, was mich von der ersten Seite an gefesselt hat und das obwohl ich NW hatte und da normaler Weise meist sehr oberflächlich lese und noch schwerer in die Geschichte absinke.
Natürlich mußte ich genau wie ihr an Marzi denken, aber die Art des Erzählens empfinde ich hier als eine ganz andere.


Ich hatte es Dir, Thilo, ja schon geschrieben. Die Aufmachung des Buches finde ich sehr sehr schön und liebevoll gestaltet, vor allem mit den (vermutlich Raben) Vögeln zwischen den Absätzen und den Schattentürmen/ Kirchen jeweils am Kapitelanfang. Aber vor allem das Cover mag der bekennende Marzi-Fan in mir natürlich sehr! Da war doch mein erster Impuls RAVINIA zu Lycidas und Co ins Marzi-Regal zu stellen  Und da dann auch gleich die erste Frage an Dich: hattest Du bei der Gestaltung des Buches irgendwie Mitspracherecht?
Beim Cover hatte ich i.ü. bis ich das Buch in Händen gehalten habe gedacht, es wäre eine Hand mit Fingern und nicht der Schwanz von einem Raben  :schaem:. Vielleicht sollte ich doch mal wieder zum Augenarzt.
Hat der Name Ravinia irgendeine Bedeutung?

Ich habe den ersten Abschnitt jetzt durch und kann sagen, ich bin begeistert.
Defintiv kein "Marzi-Abklatsch" , denn oft ist das ja leider die Gefahr , wenn gerade bestimmte Bücher bzw Autoren "in" sind.
Was ich so schön finde ist, daß das Buch sich so flutschig und lebendig liest. In letzter Zeit hatte ich das Pech fast nur oberflächliche Charakteren und halbgare Geschichten zu lesen.


Für mich ist der Anfang eines Buches immer sehr wichtig und der erste Satz entscheidet schon oft darüber wie magisch das Buch für mich ist.
"Das Wetter ist ein Verräter", für mich ein super Einstieg ins Buch ... ich mag es auch, dass solche Phrasen sich im Laufe des Buches wiederholen. OK, das ist für mich auch wieder "Marzi-typisch", denn daher kenne ich das, aber ich finde es toll und ich finde mich im Buch damit immer wieder.
Ich finde überhaupt, daß das Buch eine sehr bildhafte Sprache hat. Mir hat z.B. dieser Vergleich sehr gut gefallen:

Zitat
Wäre die Zeit eine Künstlerin, so würde sie Bilder voll Farben malen, so warm wie die des Herbstlaubs. Doch dann würde sie beginnen, störende hässliche Flecken hineinzusprenkeln. Immer dort, wo es dem Betrachter gerade am wenigsten passt. Und manchmal würde sie auch über die schönsten Stellen literweise hässliche, kalte Farbe giesen.

Dadurch bekommt die Zeit fast schon etwas lebendiges in der Beschreibung und so eine Art Charakter.


Lara finde ich spontan symphatisch ... ich mag Sie und das ist auch gut so, denn ohne einen symphatischen oder wenigstens interessanten Protagonisten ist ein Buch nichts.
Identifizieren kann ich mich mit ihr leider noch nicht so richtig, aber vielleicht kommt das noch.
Identifizieren kann ich mich zwar auch nicht mit ihr, was aber vielleicht daran liegt, daß ich schon aus dem jugendlichen Alter hinaus bin. Aber sympathisch finde ich sie auch. Sie scheint sich mit ihrem Leben (was bisher trotz des Todes ihrer Eltern recht glücklich erscheint) arrangiert zu haben und erscheint durch und durch normal ... zumindest zuerst.


Thilo, ich habe Dein Interview gelesen bzw der Rolle von Waisen in Geschichten. Von daher habe ich jetzt auch nicht das Gefühl "mal wieder" ein Waisenkind vor mir zu haben.
Zwar kenn ich das Interview nicht. Aber als so eine richtige Waise empfinde Lara auch nicht. Sie hat Familie und der Verlust ihrer Eltern ist zwar tragisch, aber für sie als solches glaube ich zumindest im Moment nicht so einschneidend und dramatisch.


Großvater Henry ist toll, so eine Opa wünscht sich doch jedes Kind , liebevoll und auch noch modern. In den habe ich mich sofort verliebt .
Wie alt ist Henry, wurde das schon irgendwo geschrieben. Für mich wirkt er auf alle Fälle noch recht jung und lebendig. Und er scheint seiner Enkelin einen recht guten Ersatz für den Verlust ihrer Eltern zu sein. Schon auf den ersten Seiten merkt man wie sehr er seine Enkelin lieben muß.


Und auch Laras Großvater weiß mehr als er sagt,ich kann verstehen, dass Lara da sauer auf ihn ist! Wobei ich sie auch sehr pubertär finde, was mich hoffentlich im Laufe des Buches nicht nerven wird. Aber wie sie da steht und nur denkt, sie wäre alleine und niemand auf der ganzen welt könne sie verstehen. Das ist doch echt so typisch 16-jährig, wer hat das nicht gehabt, dieses Gefühl!
Ich frage mich immer, wie stellen manche Mensche es an, solche Geheimnisse über viele Jahre für sich zu behalten und sich nicht zu verplappern. Mir dürfte man definitiv keinen Schlüssel von Ravinia geben mit den Worten ich darf mehrere Jahre nicht darüber reden. Ich habe dabei immer ein ganz mulmiges Gefühl, daß dieses Verschweigen nicht zum Schutz ist und irgendwo etwas bedrohliches lauert.



Interessant, sehr sehr interessant finde ich die Aussge von Tom "Die Menschen sehen nur das was sie sehen wollen". Ich glaube dass ist so etwas von wahr. Wenn man mit Kindern zB unterwegs ist sieht man die Welt wirklich mit anderen Augen und man sieht "Magie" , "Wunder", die man sonst nicht sieht.
Oder man sieht nur das, was man für möglich hält zu sehen.

Dieser Maler in Amsterdam, der ist wirklich unheimlich. Ein erster Fingerzeig, dass die neue Welt für Lara auch gefährlich und böse sein kann, finde ich!
Aber auch irgendwie herrlich, oder? Es scheint in diesem Buch von Magie nur zu wimmeln

Ja, das ist mir auch aufgefallen und vielleicht begegnet Lara ihren Eltern ja noch in Ravinia, vielleicht mussten sie dort bleiben aus irgendwelchen Gründen, ich bin gespannt.
Das die Eltern vielleicht noch leben könnten, daran habe ich auch schon gedacht. Aber müßte dann nicht zumindest der Großvater darüber Bescheid wissen?


Alles in Allem habe ich jetzt viel mehr geschrieben als ich wollte.Und ich könnte noch mehr  ;-), ich könnte all diese Sätze zitieren, die mir gefallen, die mich faszinieren.Ich mag diese Sprache, diese Poesie, diese wunderbaren Metaphern ...die Sprache ist einfach magisch.
Die Personen reizen mich, sie näher kennenzulernen, vor Allem bei Tom möchte hinter sein Geheimnis kommen, seine "Schale knacken".
Ich bin sehr sehr gespannt wie es weitergeht bzw ich weiß schon ein bisschen wie es weitergeht, denn ich hatten den ganzen Mittag Zeit zu lesen (bis um Vier meine Eltern zum Kuchen esse vorbei kamen).
Auf Toms Geschichte freue ich mich auch schon sehr. Aber das wird wohl noch recht lange dauern, bei dem Tempo mit dem er mit Neuigkeiten herausrückt.

Richtig! Ich liebe die Sprache von Thilo auch! Ich kenne diese Sätze zwar wie Du auch von Marzi, aber ich weiß auch, dass wir (zumindest Susanne und ich) bei den neuen Marzi-Werken oft gesagt haben, dass diese magischen Sätze nicht mehr so da sind und Thilo bringt eindeutig mehr davon und auch diese Wiederholungen gefallen mir. Ja, die Sprache ist spitzenmäßig und wie Du relativ weit am Ende Deines Postings geschrieben hast, Inge, sind es so viele schöne Sätze, die man zitieren könnte, da reicht glaube ich die Zeichenanzahl pro Posting nicht  :->
Mir bleibt irgendwie nichts anderes übrig als die ganze Zeit mit dem Kopf zu nicken. Ich mag die Sprache und die schönen bildhaften Sätze, ich hoffe Thio wir werden noch jede Menge davon zu lesen bekommen  :->.

[quote author=Kathrin link=topic=4083.msg43782#msg43782 date=1303109768
Vor allem muss sich Lara doch denken, dass sie total verrückt ist, als sie das Gespräch mit anhört. Stellt Euch das mal vor, erst kommt ihr durch einen neuen SChlüssel an einen völlig neuen Ort, der dort, wo die Tür eigentlich hinführt gar nicht liegen darf und dann spricht da Mr. Quibbes mit einem Raben. Und dann ist mir da auch gleich aufgefallen, dass Tom zu Dexter sagt, dass er dort aus der Stadt rausfliegen solle, wo er rausgekommen ist und dass Dexter sagt, dass er das nicht geht. Ich würde auch gerne wissen warum nicht!!!
[/quote]
Es ist schon erstaunlich, wie schnell Lara sich mit dem Gedanken anfreundet, daß es diese seltsame Welt gibt und das Schlüssel so eine Macht haben können. Stellt Euch einmal vor, was man mit dem richtigen Schlüssel u.U. anstellen könnte oder alleine an Flugkosten sparen könnte  :->.
Wahrscheinlich hat ihr Großvater sie doch schon bewußt oder unbewußt auf etwas "magisches" Vorbereitet.
Interessant fand ich i.ü., daß auch in dieser Geschichte wieder einmal der Name so eine große Bedeutung hat.

Unheimlich war er, das allerdings, aber irgendwie auch total faszinierend, finde ich. Mal schauen, was der Kerl noch so alles anstellen wird.
Ich finde hier übrigens sehr spannend, dass Nicolaes (sinngemäß) meint, Tom würde seine Talente vergeuden, wenn er sich nur der Schlüsselmacherei widmen würde. Hab ich doch so richtig verstanden, oder? Ich kann grad schlecht mein Buch rausholen und es noch mal nachschlagen, mach ich heute auf dem Heimweg. Ob Tom wirklich so viele Gaben besitzen könnte oder besitzt, die aber nicht nutzen will. Das würde ja bedeuten, dass er eigentlich recht machtvoll ist und für beide Seiten, gut und böse, interessant ist...aber auf der anderen Seite, was ist schon wirklich gut und was ist schon wirklich böse?!
Mich interessiert vor allen Dingen, was für Fähigkeiten man in Ravinia so Alles haben kann. Diese Andeutung der Fähigkeiten von Tom wirkte auf mich nicht unbedingt posititv, so als wenn seine anderen Fähigkeiten vielleicht eher etwas böses oder schlechtes bewirken könnten.

Boah, das war Gänsehaut pur bei mir, als ähm Tom (?) Lara erzählt, dass ihre Großmutter ein besonderes Gedicht geschrieben habe. Ob Lara wirklich auch die Gabe von ihr geerbt hat, nicht nur das SChlüsselmachen? Und was ist mit Laras Mutter? Hatte die auch eine besondere Gabe? Und ob diese wohl irgendwann nützlich für Lara sein könnte. Und ist Großvater Henry "nur" Schlüsselmacher gewesen? Oder könnte er auch etwas anderes sein, vielleicht ein Liedermacher oder so, ich fand die Szene so schön, wo er zu musizieren anfängt und Lara auf einmal versteht.
Wobei man das Gedicht fast auch als eine Art Schlüssel ansehen könnte. Von daher würde es zu Laras Fähigkeiten passen. Was ich nicht ganz verstehe, wurde nicht irgendwo erwähnt, daß ihr Großvater aus Ravina verschwunden ist, weil seine Frau keine besonderen Fähigkeiten hatte? Oder verwechsel ich das jetzt?

Überhaupt finde ich alles um diesen "Lord" Winter sehr mysteriös. Ich dachte ja erst, dass er auf diesem Friedhof begraben liegt. Irgendwer sagt doch, dort wäre etwas lebendig vergraben worden, aber stattdessen steckt er in einem Bild. Irgendwie lese ich bei seinem Namen immer noch den französischen Adelspräfix "de" dazu, wie bei Lady de Winter aus den drei Musketieren. Ich schätze ja irgendwie, dass Thilo den Namen Winter nicht umsonst gewählt hat. Ob mit ihm auch die weißen Winter verschwunden sind, die "es ja nur noch in Geschichten zu geben scheint" und ob mir seinem möglichen Wiederauftauchen ggf. auch die Winter wieder weiß werden?
In die Richtung habe ich noch gar nicht gedacht. Aber das könnte wirklich eine gute Erklärung sein, ob wir das noch Sommer usw. kennenlernen werden?

So, ich muß jetzt erst einmal ein wenig aufräumen  :-o, da ich gleich noch Besuch bekomme.

Liebe Grüße
Susanne