Ich wieder!
Endlich konnte ich weiterlesen und habe den vorletzten Abschnitt beendet!
Steffis Eindruck aus dem vorherigen Abschnitt bestätigt sich direkt zu Beginn, sogar Cassia findet, dass alles in der letzten Zeit überstürzt geschieht. Da ist was im Busch.
Und scheinbar gibt es eine Gegengruppe, diese "Archivisten". Mit illegalen Terminals! Sind sicherlich auch einige Hacker dabei und ich glaube, die spielen noch eine Rolle.
So wie ich das sehe, haben sie keinerlei private Gegenstände, bis auf diese silbernen Etuis und die Stoffproben von ihrem Paarungsabend.
Als sie ihre Stoffprobe bekommt, tat mir Bram wieder so Leid, weil er auf die Uhr gehofft hatte. Diese Artefakte sind nicht nur Erinnerungen, sondern, wie Du sagst, die einzigen privaten Gegenstände. Och härm.
Irgendwie finde ich das Schlimmer als alles andere. Weil sind es nicht die kleinen persönlichen Dinge, die uns ausmachen und die unser Wesen widerspiegeln. Sind es nicht Fotos, Bücher, Nippes die uns die Wärme eines Zuhauses zeigen?
Ich finde, dass Cassias Zuhause auch ohne fehlende persönliche Dinge und trotz Überwachungsterminals viel Wärme ausstrahlt, durch die Bewohner.
Cassia muss ihr Praxisbeispiel durchführen und sie sieht nicht nur hautnah, was es bedeutet in der "Küche der Gesellschaft" zu arbeiten, sondern auch, was es bedeutet Menschen wie Zahlen hin und her zu schieben. Und genau das muss sie tun. Ich kann es gut verstehen, dass sie Ky in die bessere Gruppe einsortiert. Erstmal ist es ja auch richtig, weil Ky sich dümmer erscheinen lässt, als er ist und zweitens hat sie einfach Angst um ihn und um sein Leben.
Ich dachte die ganze Zeit, dass Ky genau dazwischen steht, also man jede Entscheidung begründen könnte. Bin gespannt, was sie für eine "bessere" Arbeitsstelle bekommen sollen.
Etwas überrascht war, dass Cassia nicht schon längst klar war, WIE z.B. ihr Großvater stirbt. Für mich was das klar wie Kloßbrühe, ohne dass die Autorin dies erklärt.
Das zeigt diese systemgewollte Naivität.
Für mich ist es schlimm, daß hier in dem Buch alle Menschen scheinbar in ein Raster gequetscht werden sollen und man fast den Eindruck bekommen könnte nur die die es in den Augen des Systems wert sind zu überleben dürfen das auch.
Der Vergleich mit dem Dritten Reich drängt sich in Bezug auf diese "Auslese" quasi auf. Sehr deutlich in der Fabrik, wo die Arbeitszeiten NOCH mehr erhöht werden sollen. Diese Menschen sind denen vollkommen egal.
Ich bin überrascht, dass Cassias Mutter ihr so ausführlich von ihren Reisen erzählt. Auch sie spürt anscheinend, dass etwas in Gang ist, wieso verheimlicht sie diese Sache nicht wie sonst üblich vor ihr. Ich habe das Gefühl, dass diese ganze Fassade langsam aber sicher auseinanderbricht.
Mich wundert es auch, vor allem weil ich geglaubt habe sie würden überwacht, so daß sie sich damit jetzt auch noch einmal zusätzlich in Gefahr gebracht hat.

Habe ich das überlesen? Nach der Sache mit den Ahornbäumen (fand ich übrigens schrecklich! Und der wahre Grund interessiert mich brennend) wird sie doch direkt auf die nächste Dienstreise geschickt? Muss ich nochmal nachgucken, aber ich kann mich spontan nicht erinnern.
Tja und dann passiert das, was glaube ich alles verändert. Cassia muss ihr Praxisbeispiel durchführen ...
Diesen Test hatten sie doch vorher mit einem Computer durchlaufen, oder habe ich das jetzt falsch verstanden? Das bedeutet doch, das Cassia quasi nur noch einmal das bestätigen sollte, was vorher schon klar war, oder?
Auf mich erscheint diese Prüfung die sie dort durchführen mußte, zusätzlich noch eine Prüfung zu sein wie weit sie im Sinne des Systems handeln würde, bevor sie sich irgendwie auflehnt.
Ging Cassia nicht nur davon aus, dass ein Computer es schon berechnet hat?
Bei dieser Prüfung scheinen zwei Dinge abzulaufen, erst einmal Sortieren für dieses ominöse "Alternativprojekt", und dann nochmal die Sache Cassia- Ky. Wenn ich so an diese eine Funktionärin denke, die regelrecht auf Cassia angesetzt ist und auch von Ky gezeichnet wurde...suspekt! Anfangs wirkte sie recht unscheinbar, aber mit jedem Auftauchen wird diese Frau immer mehr zur Bedrohung.
Gut, morgen gönne ich mir dann den letzten Abschnitt mit hoffentlich einigen Antworten.
LG, Nane