Autor Thema: 02: Eric Walz: Die Glasmalerin – Zweiter Teil, S. 103 - 151  (Gelesen 2166 mal)

Offline Kathrin

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02: Eric Walz: Die Glasmalerin – Zweiter Teil, S. 103 - 151
« am: August 24,August 2008, 10:29:51 »
Hier findet die Diskussion von Zweiter Teil, S. 103 – 151 statt. Spoilermarkierungen sind nicht nötig!
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Offline Mobi

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Re: 02: Eric Walz: Die Glasmalerin – Zweiter Teil, S. 103 - 151
« Antwort #1 am: August 27,August 2008, 17:30:37 »
Hallo,

die arme Inés! Was für ein Trauma muss das sein, dass sie die nur vor sich hinstarrt und immer wieder Anfälle hat. Ich vermute, dass jemand versucht hat sie zu erwürgen. Carlotta denkt ja, dass die Anfälle immer anfangen, wenn jemand ihren Hals berührt.
Wahrscheinlich war sie auch irgendwo eingesperrt, wenn sie das Geräusch eines Schlüssels im Schloss nicht erträgt.
Antonia hat wohl auch einen ziemlichen Schrecken bekommen, aber es ist ihr zum Glück kaum was passiert.

Das könnte echt noch eine spannende Geschichte zwischen Antonia, Matthias und Sandro werden. Zwischen Antonia und Sandro hat es schon ein bisschen geknistert, als er sie versorgt hat und dann kommen sich Antonia und Matthias beim Abendessen näher. Ich traue Matthias nicht ganz, ich habe nämlich das Gefühl, dass er ein Ziel verfolgt. Er will Antonia heiraten, aber warum? Ich denke nicht, dass er das nur aus Liebe macht, aber vielleicht bin ich auch ein bisschen zu misstrauisch.

Luis wird mir immer unsympathischer, ich könnte mir fast vorstellen, dass er etwas mit dem Tod von Bertani zu tun hat. Wieso sollte er sonst so geschockt auf die Neuigkeiten von Aaron reagieren?
Echt blöd, dass Sandro ihn mithören hat lassen und nicht mit Aaron aus dem Zimmer gegangen ist.

Ich bin echt gespannt, was Carlotta dazu treibt, den Sohn des Papstes zu ermorden. Er erschien mir total sympathisch und auf dem Boden geblieben. Ich kann mir kaum vorstellen, dass er selbst Carlotta etwas angetan hat. Eher sein Vater und sie will sich so an ihm rächen.
Innocento war mir echt sympathisch, vor allem als er ein bisschen von seiner Kindheit in Trastevere erzählt hat.

LG, Mobi

Offline Kathrin

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Re: 02: Eric Walz: Die Glasmalerin – Zweiter Teil, S. 103 - 151
« Antwort #2 am: August 29,August 2008, 08:58:17 »
Hallo zusammen,

ich bin auch soweit...eigentlich schon ein gutes Stück weiter, aber ich bin die Tage nicht so zum posten gekommen...musste lesen  :->

die arme Inés! Was für ein Trauma muss das sein, dass sie die nur vor sich hinstarrt und immer wieder Anfälle hat. Ich vermute, dass jemand versucht hat sie zu erwürgen. Carlotta denkt ja, dass die Anfälle immer anfangen, wenn jemand ihren Hals berührt.
Wahrscheinlich war sie auch irgendwo eingesperrt, wenn sie das Geräusch eines Schlüssels im Schloss nicht erträgt.
Antonia hat wohl auch einen ziemlichen Schrecken bekommen, aber es ist ihr zum Glück kaum was passiert.
Ja, gut möglich, dass sie eingesperrt war und vielleicht auch erwürgt werden sollte. Es muss meiner Meinung nach nicht immer einer Vergewaltigung sein. Wir werden sehen. Sie ist auf alle Fälle sehr traumatisiert und sie tut mir entsetzlich leid. So wie sie vor sich hindämmert ist das ja nun auch nicht wirklich ein Leben. Ob sie da wohl irgendwie auch wieder rausgerissen werden kann, wieder aufwachen kann aus dem Alptraum, wie auch immer der aussieht?

Das könnte echt noch eine spannende Geschichte zwischen Antonia, Matthias und Sandro werden. Zwischen Antonia und Sandro hat es schon ein bisschen geknistert, als er sie versorgt hat und dann kommen sich Antonia und Matthias beim Abendessen näher. Ich traue Matthias nicht ganz, ich habe nämlich das Gefühl, dass er ein Ziel verfolgt. Er will Antonia heiraten, aber warum? Ich denke nicht, dass er das nur aus Liebe macht, aber vielleicht bin ich auch ein bisschen zu misstrauisch.
Zunächst einmal finde ich es gut, dass hier die Frau die aktivere ist und ziemlich deutich macht, was sie von Matthias will. Gefällt mir gut, dass sie kein Mäuschen ist und weiß was sie will. Matthias hat mir übrigens schon auch ein wenig leid getan, was er da mit seiner Mutter als Kleinkind erlebt hat. Ich meine der Kerl war 4 und dann geht die Mutter einfach weg und kommt nicht wieder. Der Vater ist dermaßen verbittert darüber, dass er wahrscheinlich noch mehr zum Protestanten wird, als eh schon, da ist es für mich kein Wunder, dass er da in seinen Sohn diesen Samen auch pflanzt. Nur letztlich traue ich Matthias auch nicht wirklich über den Weg. Er ist mir einfach nicht geheuer. Ich hoffe für Antonia, dass sie irgendwann auf den Trichter kommt und kapiert, dass Sandro doch besser zu ihr passt...so finde ich das jedenfalls. Dumm nur, dass er nicht darf, dass er Jesuit ist.

Luis wird mir immer unsympathischer, ich könnte mir fast vorstellen, dass er etwas mit dem Tod von Bertani zu tun hat. Wieso sollte er sonst so geschockt auf die Neuigkeiten von Aaron reagieren?
Echt blöd, dass Sandro ihn mithören hat lassen und nicht mit Aaron aus dem Zimmer gegangen ist.
Luis geht gar nicht. Der ist mir sowas von unsympathisch, buah!!! Ich hab mich bei ihm, in der Szene in der Bibliothek des Klosters, gefragt, wieso er eigentlich auch in einem Buch über Symbolik blättert? Woher weiß er, dass der ermordete Bischof ein leeres Wappen im Nacken eingeritzt hatte. Er war doch bei der Szene mit dem Arzt, als Sandro sich die Leiche ansieht, gar nicht dabei. Und egal woher Luis von dem Wappen weiß, hatte er dann einfach nur die gleiche Idee wie Sandro, der ja zuerst mal Antonia befragt hat oder weiß er einfach mehr.
Ganz schlimm fand ich auch seinen Spruch auf Seite 126 "Es würde mich äußerst betrüben, wenn dieser lächerliche Mord uns entzweien würde". Hallo???? Wie kann ein Mord lächerlich sein? Was soll das denn bitte? Luis ist doch Geistlicher, Jesuit...der müsste die 10 Gebote kennen und unabhängig davon, dass Bertani ermordet worden ist, der Tod eines Menschen ist doch nicht lächerlich. Über sowas könnte ich mich stundenlang aufregen. So ein blasierter und ignoranter, selbstherrlicher Sack  :-/
Nach wie vor lese ich die Abschnitte mit Aaron sehr sehr gerne. Irgendwie kann ich mir gut vorstellen, dass er noch so manchen Hinweis oder Lösung zum Mord liefern kann. Würde mich ja freuen, wenn wir auch auf Aaron im nächsten Buch wieder treffen würden  ;-)
Was Sandro angeht...da frag ich mich ja schon, von welcher Schuld er da spricht, für die er glaubt sühnen zu müssen. Was hat er "angestellt"? Hat es was mit Matthias zu tun?

Ich bin echt gespannt, was Carlotta dazu treibt, den Sohn des Papstes zu ermorden. Er erschien mir total sympathisch und auf dem Boden geblieben. Ich kann mir kaum vorstellen, dass er selbst Carlotta etwas angetan hat. Eher sein Vater und sie will sich so an ihm rächen.
Innocento war mir echt sympathisch, vor allem als er ein bisschen von seiner Kindheit in Trastevere erzählt hat.
Nun, ich glaube, wie schon im ersten Abschnitt erwähnt, dass sie sich an seinem Vater rächen will und Innocento eigentlich nur ein Bauernopfer ist. Mir geht es im Bezug auf Innocento wie Dir, Mobi, ich finde ihn auch äußerst sympathisch. Er wirkt so menschlich, so normal. Ich würde mir schon wünschen, dass Carlotta ihr Vorhaben nicht in die Tat umsetzt, ich fände es schon schade um Innocoento.

Was mir übrigens zu schnell ging war die Sache, dass Sandro direkt an einen Zusammenhang zwischen der Ermordung Bertonis und dem auf der Straße gefundenen Dolch glaubt. Ich meine, klar, Carlotta wollte Innocento bei seinem "Einzug" in Trient umbringen, aber das weiß Sandro ja nicht. Und nur weil ein Dolch auf der Straße gefunden worden ist in der Ecke, wo Innocento war, muss das doch noch lange nicht heißen, dass mit dem Dolch auch gleich ein Mord verübt werden sollte. Der Dolch hätte ja sonst jemanden gehören können, der ihn einfach nur im Getümmel verloren hat. Da muss für mich nicht unbedingt ein Zusammenhang mit dem Mord an Bertoni bestehen.

Grundsätzlich finde ich das Buch bislang aber immer noch richtig richtig gut und ich kann mich kaum lösen! Ich freue mich schon auf meine nächsten Lesestunden und auch schon auf das nächste Buch "Die Hure von Rom"...das ist für mich jetzt schon gebongt!!!

lg
kathrin
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Offline Susanne

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Re: 02: Eric Walz: Die Glasmalerin – Zweiter Teil, S. 103 - 151
« Antwort #3 am: September 01,September 2008, 12:00:11 »
Hallo Zusammen,

Im Augenblick bin ich sehr begeistert von dem Buch und hoffe doch, daß es noch anhält. Die Charakteren sind einfach unheimlich sympathisch und das wo sie nicht zu perfekt erscheinen, sondern eher normal.

die arme Inés! Was für ein Trauma muss das sein, dass sie die nur vor sich hinstarrt und immer wieder Anfälle hat. Ich vermute, dass jemand versucht hat sie zu erwürgen. Carlotta denkt ja, dass die Anfälle immer anfangen, wenn jemand ihren Hals berührt.
Wahrscheinlich war sie auch irgendwo eingesperrt, wenn sie das Geräusch eines Schlüssels im Schloss nicht erträgt.
Antonia hat wohl auch einen ziemlichen Schrecken bekommen, aber es ist ihr zum Glück kaum was passiert.
Natürlich denkt man bei solch einem Schockzustand in dem sich Inés befindet an grauselige Schrecken, was ich vom Autor eigentlich rect pfiffig finde, denn wer weiß was schlimmer ist, unsere Vorstellung oder was wirklich passiert ist. Natürlich bin ich auch sehr neugierig, was für einen Schrecken Inés widerfahren ist. Wobei ich zugeben muß dieser "dunkle" Schrecken hat auch etwas spannendes für sich.
Erstaunlich finde ich, daß Carlotta sie ohne Aufsicht in diesem Zimmer lassen kann. Denn ich könnte mir schon vorstellen, daß Inés wenn sie in Panik gerät flieht oder sonst irgendwelchen "Blödsinn" anstellt. Was ja schon Ansatzweise passiert ist, als Antonia ihr zu Nahe kommt.


Das könnte echt noch eine spannende Geschichte zwischen Antonia, Matthias und Sandro werden. Zwischen Antonia und Sandro hat es schon ein bisschen geknistert, als er sie versorgt hat und dann kommen sich Antonia und Matthias beim Abendessen näher. Ich traue Matthias nicht ganz, ich habe nämlich das Gefühl, dass er ein Ziel verfolgt. Er will Antonia heiraten, aber warum? Ich denke nicht, dass er das nur aus Liebe macht, aber vielleicht bin ich auch ein bisschen zu misstrauisch.
Diese Dreiecksbeziehung denke ich hat jede Menge explosive Möglichkeiten. Denn Sandro und Matthias sind sich nicht wirklich grün und ich könnte mir vorstellen, daß Antonia noch zum Zankapfel bzw. zur Trophäe zwischen den Beiden wird. Wobei mir Sandro auch der Liebere der Beiden wäre. Aber wie will er aus seinem Bund heraus?
Noch scheint Antonia doch Matthias mehr Gefühle entgegen zu bringen (naja, sie kennen sich ja auch schon länger). Aber ich würde mich glaube ich auch für Sandro entscheiden.

Luis wird mir immer unsympathischer, ich könnte mir fast vorstellen, dass er etwas mit dem Tod von Bertani zu tun hat. Wieso sollte er sonst so geschockt auf die Neuigkeiten von Aaron reagieren?
Echt blöd, dass Sandro ihn mithören hat lassen und nicht mit Aaron aus dem Zimmer gegangen ist.
Luis ist mir auch sehr unsympathisch, ich glaube er ist ein unheimlich ehrgeiziger Kerl.

Ich bin echt gespannt, was Carlotta dazu treibt, den Sohn des Papstes zu ermorden. Er erschien mir total sympathisch und auf dem Boden geblieben. Ich kann mir kaum vorstellen, dass er selbst Carlotta etwas angetan hat. Eher sein Vater und sie will sich so an ihm rächen.
Innocento war mir echt sympathisch, vor allem als er ein bisschen von seiner Kindheit in Trastevere erzählt hat.
Ich fände es auch sehr schade, wenn Carlotte ihn ermorden würde. Denn er scheint tatsächlich ein netter Kerl zu sein. Aber vielleicht will sie mit seinem Tod auch etwas anders bezwecken? Die Idee mit seinem Vater finde ich z.B. nicht schlecht.

Ja, gut möglich, dass sie eingesperrt war und vielleicht auch erwürgt werden sollte. Es muss meiner Meinung nach nicht immer einer Vergewaltigung sein. Wir werden sehen. Sie ist auf alle Fälle sehr traumatisiert und sie tut mir entsetzlich leid. So wie sie vor sich hindämmert ist das ja nun auch nicht wirklich ein Leben. Ob sie da wohl irgendwie auch wieder rausgerissen werden kann, wieder aufwachen kann aus dem Alptraum, wie auch immer der aussieht.
Aber irgendwie glaubt man bei einer Frau meist an eine Vergewaltigung. Irgendwie glaube ich aber, daß bei ihr noch mehr dahinter steckt. Ich denke sie hat absoluten Schrecken gesehen oder erlebt.


Zunächst einmal finde ich es gut, dass hier die Frau die aktivere ist und ziemlich deutich macht, was sie von Matthias will. Gefällt mir gut, dass sie kein Mäuschen ist und weiß was sie will. Matthias hat mir übrigens schon auch ein wenig leid getan, was er da mit seiner Mutter als Kleinkind erlebt hat. Ich meine der Kerl war 4 und dann geht die Mutter einfach weg und kommt nicht wieder. Der Vater ist dermaßen verbittert darüber, dass er wahrscheinlich noch mehr zum Protestanten wird, als eh schon, da ist es für mich kein Wunder, dass er da in seinen Sohn diesen Samen auch pflanzt. Nur letztlich traue ich Matthias auch nicht wirklich über den Weg. Er ist mir einfach nicht geheuer. Ich hoffe für Antonia, dass sie irgendwann auf den Trichter kommt und kapiert, dass Sandro doch besser zu ihr passt...so finde ich das jedenfalls. Dumm nur, dass er nicht darf, dass er Jesuit ist.
Für mich hat es sich schon irgendwie komisch gelesen, daß Matthias Mutter ihn einfach so verlassen haben soll, oder? Warum hat sie ihn denn nicht mitgenommen? Bei einem scheinbar doch etwas "besessenen" Vater, daß passt für mich nicht.
Erschreckend finde ich immer wieder was Glauben Alles anrichten kann, schon allein in einer Familie.
Geheuer ist mir Matthias auch nicht, ich frage mich, ob er nicht doch irgendwelchen psychischen Schaden durch seine Kindheit erlitten hat.

Luis geht gar nicht. Der ist mir sowas von unsympathisch, buah!!! Ich hab mich bei ihm, in der Szene in der Bibliothek des Klosters, gefragt, wieso er eigentlich auch in einem Buch über Symbolik blättert? Woher weiß er, dass der ermordete Bischof ein leeres Wappen im Nacken eingeritzt hatte. Er war doch bei der Szene mit dem Arzt, als Sandro sich die Leiche ansieht, gar nicht dabei. Und egal woher Luis von dem Wappen weiß, hatte er dann einfach nur die gleiche Idee wie Sandro, der ja zuerst mal Antonia befragt hat oder weiß er einfach mehr.
Was bedeutet vor allem dieses Wappen. Normaler Weise würde ich davon ausgehen, daß der Täter damit ein Zeichen setzen will oder für eine Sache kämpft deren Zeichen dieses Wappen vielleicht ist?

Ganz schlimm fand ich auch seinen Spruch auf Seite 126 "Es würde mich äußerst betrüben, wenn dieser lächerliche Mord uns entzweien würde". Hallo???? Wie kann ein Mord lächerlich sein? Was soll das denn bitte? Luis ist doch Geistlicher, Jesuit...der müsste die 10 Gebote kennen und unabhängig davon, dass Bertani ermordet worden ist, der Tod eines Menschen ist doch nicht lächerlich. Über sowas könnte ich mich stundenlang aufregen. So ein blasierter und ignoranter, selbstherrlicher Sack  :-/
Für mich macht es eher den Anschein, als wenn ihm dieser Mord eigentlich nur recht ungelegen kommt. Die 10 Gebote sind doch nur für die Gläubigen und nich für die Geistlichen  ;-).

Nun, ich glaube, wie schon im ersten Abschnitt erwähnt, dass sie sich an seinem Vater rächen will und Innocento eigentlich nur ein Bauernopfer ist. Mir geht es im Bezug auf Innocento wie Dir, Mobi, ich finde ihn auch äußerst sympathisch. Er wirkt so menschlich, so normal. Ich würde mir schon wünschen, dass Carlotta ihr Vorhaben nicht in die Tat umsetzt, ich fände es schon schade um Innocoento.
Irgendwie fände ich es um Beide schade. Denn Carlotta würde für diesen Mord doch wahrscheinlich gefasst werden.
Das Innocento nur ein Bauernopfer ist, liegt nahe. Denn was sollte er ihr angetan haben?

Grundsätzlich finde ich das Buch bislang aber immer noch richtig richtig gut und ich kann mich kaum lösen! Ich freue mich schon auf meine nächsten Lesestunden und auch schon auf das nächste Buch "Die Hure von Rom"...das ist für mich jetzt schon gebongt!!!
Wenn das so weiter geht, ist bei mir auch die Forsetzung zu diesem Buch gebongt.

Liebe Grüße
Susanne

Offline Kathrin

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Re: 02: Eric Walz: Die Glasmalerin – Zweiter Teil, S. 103 - 151
« Antwort #4 am: September 01,September 2008, 12:47:39 »
Noch scheint Antonia doch Matthias mehr Gefühle entgegen zu bringen (naja, sie kennen sich ja auch schon länger). Aber ich würde mich glaube ich auch für Sandro entscheiden.
Ich kann mir gut vorstellen, dass ihre Gefühle für Matthias auch ein Stück weit Gewohnheit sind. Er war in der Kindheit ihr Held, ihr Beschützer, eigentlich hat sie immer nur ihn geliebt...ich kann mir schon vorstellen, dass die Gefühle da ganz schön aufwallen können, wenn so ein Kerl auf einmal wieder vor einem steht.

Aber irgendwie glaubt man bei einer Frau meist an eine Vergewaltigung. Irgendwie glaube ich aber, daß bei ihr noch mehr dahinter steckt. Ich denke sie hat absoluten Schrecken gesehen oder erlebt.
Eben das meine ich ja, es muss nicht immer und in jedem hist. Roman eine Vergewaltigung dabei sein...Ich bin über jeden Roman froh, der sich diesem Klischee nicht bedient. Wir werden es schon noch erfahren, was da passiert ist.

Irgendwie fände ich es um Beide schade. Denn Carlotta würde für diesen Mord doch wahrscheinlich gefasst werden.
Naja, vielleicht schafft sie es ja und wird nicht gefasst...wenn sie ihn denn noch umbringen sollte...

lg
kathrin
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Offline Eric Walz

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Re: 02: Eric Walz: Die Glasmalerin – Zweiter Teil, S. 103 - 151
« Antwort #5 am: September 01,September 2008, 14:20:31 »
Ich komme mal wieder mit der Technik nicht zurecht und habe keinen Schimmer, wie das mit den Zitaten funktioniert. Daher muss es vorerst ohne gehen.

Zu Susannes Bemerkung, dass sie nicht versteht, wieso Elise ihren Sohn Matthias nicht mitgenommen hat: Das war juristisch fast unmöglich. Wenn der Vater das Kind nicht hergeben wollte, hatte die Mutter kaum eine Chance, zumal sie dem "falschen" Glauben anhing. Kein protestantischer Richter hätte einer Katholikin den Sohn eines Protestanten überlassen.

E.

Offline Susanne

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Re: 02: Eric Walz: Die Glasmalerin – Zweiter Teil, S. 103 - 151
« Antwort #6 am: September 01,September 2008, 16:42:23 »
Hallo Ihr Lieben,

Ich kann mir gut vorstellen, dass ihre Gefühle für Matthias auch ein Stück weit Gewohnheit sind. Er war in der Kindheit ihr Held, ihr Beschützer, eigentlich hat sie immer nur ihn geliebt...ich kann mir schon vorstellen, dass die Gefühle da ganz schön aufwallen können, wenn so ein Kerl auf einmal wieder vor einem steht.
Mit der Gewohnheit könntest Du Recht haben. Vielleicht ist aber auch Matthias zu einem "Traummann" in ihrer Vorstellung geworden. Nachdem sie scheinbar mit anderen Männern keine emotionale Bindung eingegangen ist. Und durch diese Vorstellung von ihm, hatte auch kein anderer bisher die Chance dagegen zu gewinnen. Ich denke es wird für sie schon schwer, wenn sie erkennen muß das Matthias auch "nur" ein Mann ist mit Fehlern und Makeln. Und so wie ich ihn einschätze komme noch ein paar nette Makel dabei hervor.

Naja, vielleicht schafft sie es ja und wird nicht gefasst...wenn sie ihn denn noch umbringen sollte...
Wobei Carlotta in meiner Vorstellung keine Frau ist, die mit einem solchen Mord an einem eigentlich vielleicht Unschuldigen gut leben kann. Aber wir werden es ja noch erfahren  :->.

Zu Susannes Bemerkung, dass sie nicht versteht, wieso Elise ihren Sohn Matthias nicht mitgenommen hat: Das war juristisch fast unmöglich. Wenn der Vater das Kind nicht hergeben wollte, hatte die Mutter kaum eine Chance, zumal sie dem "falschen" Glauben anhing. Kein protestantischer Richter hätte einer Katholikin den Sohn eines Protestanten überlassen.
Hier hatte ich auch eher an eine heimliche Flucht gedacht. Denn ich denke schon, daß der Vater ihr auf legalen Wege bestimmt jede Menge Steine in den Weg gelegt hätte.
Aber ... trotz allem ein Unding, daß eine Frau damals so wenig Rechte hatte und Männer sich scheinbar Alles heraunehmen konnten  :-/.

Was mich an dem Buch erstaunt, aber das kann auch daran liegen, daß ich immer noch ein Histoneuling bin. Das die Kirche so etwas ähnliches wie eine Polizeifunktion hat. Oder betrifft das nur Delikte die unter "ihren Leuten" stattgefunden haben?

Liebe Grüße
Susanne


Offline Eric Walz

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Re: 02: Eric Walz: Die Glasmalerin – Zweiter Teil, S. 103 - 151
« Antwort #7 am: September 01,September 2008, 21:20:58 »
Liebe Susanne,

eine heimliche Flucht ist nicht jedermanns Ding, außerdem kommt noch ein Grund hinzu, der später noch genannt wird.

Visitatoren gab es tatsächlich, sie waren halb "Polizei", halb "Staatsanwaltschaft" der Kirche. Aber wie du richtig vermutest, waren sie nur für innerkirchliche Angelegenheiten zuständig, anders als die Inquisitoren. Visitatoren unterstanden direkt dem Papst oder einem von ihm Bevollmächtigten. Auch heute gibt es noch Visitatoren. Ein prominentes Beispiel für die Entsendung eines Visitators ist der Fall St. Pölten (Österreich) vor einigen Jahren. In einer Priesterschule gab es "homosexuelle Handlungen", Bilder davon kursierten im Internet. Der zuständige Erzbischof wurde nach der Untersuchung des Visitators vom Papst in den Ruhestand geschickt.

E.


Offline Susanne

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Re: 02: Eric Walz: Die Glasmalerin – Zweiter Teil, S. 103 - 151
« Antwort #8 am: September 02,September 2008, 20:03:36 »
Hallo Eric,

Wie kommt es eigentlich, daß Du Dich für den Beruf der Glasmalerin entschieden hast? Eigentlich doch ein recht ungewöhnlicher Beruf und dann auch noch für eine Frau.

Liebe Grüße
Susanne

Offline Eric Walz

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Re: 02: Eric Walz: Die Glasmalerin – Zweiter Teil, S. 103 - 151
« Antwort #9 am: September 03,September 2008, 08:36:31 »
Liebe Susanne,  im Nachwort beschreibe ich kurz, wie ich auf die Idee zum Buch (und zur Glasmalerin) kam. 

Es war nicht ungewöhnlich, dass Töchter ihren sohnlosen Vätern assistierten, auch in künstlerischen Handwerken war das üblich. Im Idealfall überließ man ihnen eigene Arbeiten, die natürlich immer im Namen des Vaters herauskamen.

E.

Offline Susanne

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Re: 02: Eric Walz: Die Glasmalerin – Zweiter Teil, S. 103 - 151
« Antwort #10 am: September 03,September 2008, 15:08:47 »
Hallo Eric,

Liebe Susanne,  im Nachwort beschreibe ich kurz, wie ich auf die Idee zum Buch (und zur Glasmalerin) kam. 

Es war nicht ungewöhnlich, dass Töchter ihren sohnlosen Vätern assistierten, auch in künstlerischen Handwerken war das üblich. Im Idealfall überließ man ihnen eigene Arbeiten, die natürlich immer im Namen des Vaters herauskamen.
Ich lese Nachworte immer erst zum Schluß  :schaem:. Da mir schon ein paar Mal passiert ist, daß ich dann Dinge erfahren habe, die ich noch gar nicht wissen wollte.

Das auch Töchter ihren Vätern bei solchen handwerklichen Sachen zur Hand gegangen sind hätte ich nicht gedacht. Bei armen Menschen auf Höfen o.ä. schon. Aber hier war ich doch erstaunt. Auch wenn ich mich gerade selbst frage wieso  :kopfkratz:?

Liebe Grüße
Susanne

Offline Eric Walz

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Re: 02: Eric Walz: Die Glasmalerin – Zweiter Teil, S. 103 - 151
« Antwort #11 am: September 03,September 2008, 18:16:23 »
Das Nachwort solltest du auch in diesem Fall erst "danach" lesen!

E.

Offline Kathrin

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Re: 02: Eric Walz: Die Glasmalerin – Zweiter Teil, S. 103 - 151
« Antwort #12 am: September 05,September 2008, 20:07:51 »
Hallo zusammen,

sorry, dass hier ein paar Tage nicht gepostet habe, dabei hab ich noch fleißig weitergelesen, aber es klappt leider nicht immer so mit der Zeit. Manchmal bin ich auch einfach zu müde  :schaem:

Mit der Gewohnheit könntest Du Recht haben. Vielleicht ist aber auch Matthias zu einem "Traummann" in ihrer Vorstellung geworden. Nachdem sie scheinbar mit anderen Männern keine emotionale Bindung eingegangen ist. Und durch diese Vorstellung von ihm, hatte auch kein anderer bisher die Chance dagegen zu gewinnen.
Das Gefühl kann ich sogar extrem gut nachempfinden. Ich habe auch jahrelang jemanden besonderen auf einen Sockel gestellt und sonst niemandem eine Chance gegeben. Ist schwer, davon wegzukommen, von dieser Vorstellung. Liebe (oder das, von dem man glaubt, dass es Liebe ist) kann manchmal schon ganz schön blind machen, und gut zureden von anderen hilft da meist gar nicht  :roll:

Das Nachwort solltest du auch in diesem Fall erst "danach" lesen!
Ich hab's tatsächlich schon mal zwischendurch gelesen, ich blödes Ding-ich! Aber ich war ganz vorsichtig, sowie ich den Verdacht hatte, dass es mir zuviel verrät, hab ich aufgehört. Aber irgendwie kann ich mich da manchmal nur schwer zusammenreißen.  :schaem: wobei ich eigentlich finde, dass Du in dem Nachwort, wenn man so ein ungeduldiger und neugieriger Leser ist wie ich, nicht zu viel verrätst, Eric.

lg
kathrin
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Offline Susanne

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Re: 02: Eric Walz: Die Glasmalerin – Zweiter Teil, S. 103 - 151
« Antwort #13 am: September 06,September 2008, 12:32:31 »
Hallo Kathrin,
sorry, dass hier ein paar Tage nicht gepostet habe, dabei hab ich noch fleißig weitergelesen, aber es klappt leider nicht immer so mit der Zeit. Manchmal bin ich auch einfach zu müde  :schaem:
Das kann doch passieren  :knuddel:. Außerdem haben wir ja auch noch jede Menge Zeit zu posten.


Das Gefühl kann ich sogar extrem gut nachempfinden. Ich habe auch jahrelang jemanden besonderen auf einen Sockel gestellt und sonst niemandem eine Chance gegeben. Ist schwer, davon wegzukommen, von dieser Vorstellung. Liebe (oder das, von dem man glaubt, dass es Liebe ist) kann manchmal schon ganz schön blind machen, und gut zureden von anderen hilft da meist gar nicht  :roll:
Da hast Du Recht, leider muß man bei so etwas immer selbst dahinter kommen.


Ich hab's tatsächlich schon mal zwischendurch gelesen, ich blödes Ding-ich! Aber ich war ganz vorsichtig, sowie ich den Verdacht hatte, dass es mir zuviel verrät, hab ich aufgehört. Aber irgendwie kann ich mich da manchmal nur schwer zusammenreißen.  :schaem: wobei ich eigentlich finde, dass Du in dem Nachwort, wenn man so ein ungeduldiger und neugieriger Leser ist wie ich, nicht zu viel verrätst, Eric.
Eigentlich finde ich schon, daß das Nachwort viel verrät. Für mich wäre dann z.B. schon der Täter relativ klar gewesen. Es hätte mir zwar das Buch nicht kaputt gemacht, aber ich wäre vielleicht doch ein wenig, weniger begeistert gewesen.

Liebe Grüße
Susanne

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Re: 02: Eric Walz: Die Glasmalerin – Zweiter Teil, S. 103 - 151
« Antwort #14 am: September 06,September 2008, 12:47:41 »
Kann sein, dass ich beim Nachwort lesen Stellen, die mir zu viel verraten hätten übersprungen haben. Ich werde es dann nochmal lesen, nachher. Jetzt muss ich glaub ich erstmal ein Schläfchen machen, mir ist grad kalt und ungemütlich... :schnarch:
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