Hallo zusammen,
ich bin auch soweit...eigentlich schon ein gutes Stück weiter, aber ich bin die Tage nicht so zum posten gekommen...musste lesen

die arme Inés! Was für ein Trauma muss das sein, dass sie die nur vor sich hinstarrt und immer wieder Anfälle hat. Ich vermute, dass jemand versucht hat sie zu erwürgen. Carlotta denkt ja, dass die Anfälle immer anfangen, wenn jemand ihren Hals berührt.
Wahrscheinlich war sie auch irgendwo eingesperrt, wenn sie das Geräusch eines Schlüssels im Schloss nicht erträgt.
Antonia hat wohl auch einen ziemlichen Schrecken bekommen, aber es ist ihr zum Glück kaum was passiert.
Ja, gut möglich, dass sie eingesperrt war und vielleicht auch erwürgt werden sollte. Es muss meiner Meinung nach nicht immer einer Vergewaltigung sein. Wir werden sehen. Sie ist auf alle Fälle sehr traumatisiert und sie tut mir entsetzlich leid. So wie sie vor sich hindämmert ist das ja nun auch nicht wirklich ein Leben. Ob sie da wohl irgendwie auch wieder rausgerissen werden kann, wieder aufwachen kann aus dem Alptraum, wie auch immer der aussieht?
Das könnte echt noch eine spannende Geschichte zwischen Antonia, Matthias und Sandro werden. Zwischen Antonia und Sandro hat es schon ein bisschen geknistert, als er sie versorgt hat und dann kommen sich Antonia und Matthias beim Abendessen näher. Ich traue Matthias nicht ganz, ich habe nämlich das Gefühl, dass er ein Ziel verfolgt. Er will Antonia heiraten, aber warum? Ich denke nicht, dass er das nur aus Liebe macht, aber vielleicht bin ich auch ein bisschen zu misstrauisch.
Zunächst einmal finde ich es gut, dass hier die Frau die aktivere ist und ziemlich deutich macht, was sie von Matthias will. Gefällt mir gut, dass sie kein Mäuschen ist und weiß was sie will. Matthias hat mir übrigens schon auch ein wenig leid getan, was er da mit seiner Mutter als Kleinkind erlebt hat. Ich meine der Kerl war 4 und dann geht die Mutter einfach weg und kommt nicht wieder. Der Vater ist dermaßen verbittert darüber, dass er wahrscheinlich noch mehr zum Protestanten wird, als eh schon, da ist es für mich kein Wunder, dass er da in seinen Sohn diesen Samen auch pflanzt. Nur letztlich traue ich Matthias auch nicht wirklich über den Weg. Er ist mir einfach nicht geheuer. Ich hoffe für Antonia, dass sie irgendwann auf den Trichter kommt und kapiert, dass Sandro doch besser zu ihr passt...so finde ich das jedenfalls. Dumm nur, dass er nicht darf, dass er Jesuit ist.
Luis wird mir immer unsympathischer, ich könnte mir fast vorstellen, dass er etwas mit dem Tod von Bertani zu tun hat. Wieso sollte er sonst so geschockt auf die Neuigkeiten von Aaron reagieren?
Echt blöd, dass Sandro ihn mithören hat lassen und nicht mit Aaron aus dem Zimmer gegangen ist.
Luis geht gar nicht. Der ist mir sowas von unsympathisch, buah!!! Ich hab mich bei ihm, in der Szene in der Bibliothek des Klosters, gefragt, wieso er eigentlich auch in einem Buch über Symbolik blättert? Woher weiß er, dass der ermordete Bischof ein leeres Wappen im Nacken eingeritzt hatte. Er war doch bei der Szene mit dem Arzt, als Sandro sich die Leiche ansieht, gar nicht dabei. Und egal woher Luis von dem Wappen weiß, hatte er dann einfach nur die gleiche Idee wie Sandro, der ja zuerst mal Antonia befragt hat oder weiß er einfach mehr.
Ganz schlimm fand ich auch seinen Spruch auf Seite 126 "Es würde mich äußerst betrüben, wenn dieser lächerliche Mord uns entzweien würde". Hallo???? Wie kann ein Mord lächerlich sein? Was soll das denn bitte? Luis ist doch Geistlicher, Jesuit...der müsste die 10 Gebote kennen und unabhängig davon, dass Bertani ermordet worden ist, der Tod eines Menschen ist doch nicht lächerlich. Über sowas könnte ich mich stundenlang aufregen. So ein blasierter und ignoranter, selbstherrlicher Sack

Nach wie vor lese ich die Abschnitte mit Aaron sehr sehr gerne. Irgendwie kann ich mir gut vorstellen, dass er noch so manchen Hinweis oder Lösung zum Mord liefern kann. Würde mich ja freuen, wenn wir auch auf Aaron im nächsten Buch wieder treffen würden

Was Sandro angeht...da frag ich mich ja schon, von welcher Schuld er da spricht, für die er glaubt sühnen zu müssen. Was hat er "angestellt"? Hat es was mit Matthias zu tun?
Ich bin echt gespannt, was Carlotta dazu treibt, den Sohn des Papstes zu ermorden. Er erschien mir total sympathisch und auf dem Boden geblieben. Ich kann mir kaum vorstellen, dass er selbst Carlotta etwas angetan hat. Eher sein Vater und sie will sich so an ihm rächen.
Innocento war mir echt sympathisch, vor allem als er ein bisschen von seiner Kindheit in Trastevere erzählt hat.
Nun, ich glaube, wie schon im ersten Abschnitt erwähnt, dass sie sich an seinem Vater rächen will und Innocento eigentlich nur ein Bauernopfer ist. Mir geht es im Bezug auf Innocento wie Dir, Mobi, ich finde ihn auch äußerst sympathisch. Er wirkt so menschlich, so normal. Ich würde mir schon wünschen, dass Carlotta ihr Vorhaben nicht in die Tat umsetzt, ich fände es schon schade um Innocoento.
Was mir übrigens zu schnell ging war die Sache, dass Sandro direkt an einen Zusammenhang zwischen der Ermordung Bertonis und dem auf der Straße gefundenen Dolch glaubt. Ich meine, klar, Carlotta wollte Innocento bei seinem "Einzug" in Trient umbringen, aber das weiß Sandro ja nicht. Und nur weil ein Dolch auf der Straße gefunden worden ist in der Ecke, wo Innocento war, muss das doch noch lange nicht heißen, dass mit dem Dolch auch gleich ein Mord verübt werden sollte. Der Dolch hätte ja sonst jemanden gehören können, der ihn einfach nur im Getümmel verloren hat. Da muss für mich nicht unbedingt ein Zusammenhang mit dem Mord an Bertoni bestehen.
Grundsätzlich finde ich das Buch bislang aber immer noch richtig richtig gut und ich kann mich kaum lösen! Ich freue mich schon auf meine nächsten Lesestunden und auch schon auf das nächste Buch "Die Hure von Rom"...das ist für mich jetzt schon gebongt!!!
lg
kathrin