Hallo zusammen,
ich bin nun auch da, wo andere schon lange nicht mehr sind!
Die Bekanntschaft mit Iegi finde ich total toll. Ist doch immer etwas Feines, einen Gleichaltrigen zu treffen und ohne große Worte zu diesen Männerbekanntschaften überzuschreiten, wo man eines Tages an einem einsamen See sitzt und der eine den anderen fragt: "Würdest Du in Deinem Leben einige Dinge anders machen?" und sein alter Freund antwortet ihm, mit einem wehmütigen Blick in die Ferne: "Ja, ich würde meine Brillen gleich bei Fielmann kaufen"

Die Fliegerei fand ich sehr interessant. Leider habe ich nur nicht verstanden, wierum Tarean denn nun am guten Iegi gehängt hat. Es ist doch viel einfacher, sich Bauch an Bauch festzuhalten, was aber wohl nicht war, weil Iegi sich bei seinem Flugmanöver ja vergewissern konnte, wer da über ihnen fliegt und Tarean ja auch gleich im Bilde war. Ich habe mir dann mal vorgestellt, wie schwer das sein muss, sich rückwärts an jemandem festzuhalten. Ich wäre da, auch mit Gurt, bestimmt runtergefallen.
Den Angriff auf Ortensruh habe ich auch nicht kapiert. (War auch eine ereignisreiche Woche) Gehört Dornhall zum Ort Ortensruh oder wie schaut das aus? Ich dachte, der Gute rennt zum Ort, um die Leute zu warnen. Wäre lt. Karte irgendwie auch kürzer gewesen. Und dann rennt er nach Dornhall und dann zusammen mit den anderen nach Ortensruh. Hauptsache, sie sind angekommen...

S. 79: "... ließen sie dahinschmelzen wie Eis an einem heißen Sommertag". Haben die da einen Italiener um die Ecke?
Der Nahkampf in Ortensruh ist recht spannend beschrieben. Man ist wirklich mittendrin statt nur dabei!
S.84: Tareans Vater taucht in einer Vision auf. Ist es wirklich Tareans Vater? Oder wieder so ein Trick von Calvas, diesem schurkischen Oberhexer?
S. 92/93: Tarean hat beschlossen, gegen Calvas in den Kampf zu ziehen, um den Namen seines Vaters wieder reinzuwasschen. Szene im Friedhof ist sehr schön und auch traurig beschrieben, aber diese sofortige Zustimmung Wilferts geht mir zu schnell.
S. 99: Tarean wundert sich darüber auch, ist mir schonmal sympathisch. Aber natürlich wieder typisch junger Mann, bei dem der Testosteronhaushalt noch nicht ganz eingestellt ist: Ich will den bösen Mann suchen gehen und gegen ihn dann kämpfen!!
S. 160: Soso, Tarean ist hinter dem Wald und nicht hinter dem Mond aufgewachsen. Aber als Hinterwäldler könnte er schon auch mal unterschätzt werden...
Prinzipiell finde ich, dass Wilfert ruhig Tarean mal bis zu Beornhard hätte begleiten dürfen. Aber nö, macht er gleich die Biege. Wie doof ist denn das. Man kann doch nicht bei dieser grausamen Welt da draußen, den Jungen, der null Checkung hat, wie man ein Schicksal erfüllt, mal so eben irgendwohin laufen lassen. Männer. Ein Mysterium.
Mir ist das Suspekt. Hinterher steckt der auch noch mit drin.
S. 107: Es ist toll, wenn ein Schwert oder ein Ding einen Namen hat, stelle ich gerade wieder fest. Dann hat es irgendwie eine Persönlichkeit und ist nicht nur "irgendein" Schwert.
S. 115 Naturgötter- und Dreigötterherrschaft: Erinnert mich irgendwie an Kelten und Christen von Marion Zimmer Bradley und ihrer Nebel von Avalon.
Sind die Dreigötter eigtl. irgendwie auch präsent, wie beispielsweise bei den Griechen (Zeus, der Potente) oder ist es eher so, dass die sich aus dem ganzen Raushalten und im Himmel wohnen?
Die Szene mit den Trollen finde ich total toll. Easter-Egg habe ich nicht entdeckt, aber ich muss gestehen, mit Tolkien als Schreiberling habe ich es nicht so. Der schreibt mir zu kompliziert, wenngleich er tolle Ideen hatte.
S. 118 - 119: Die Beschreibung Moosbeeres ist so entzückend! So schöne Worte und die Kleine ist so anmutig! *seufz* Die ist mir gleich sympathisch. Warum war die nur so lange in dem Glas eingesperrt? Hat sie Brüder und Schwestern?
S. 127 Tarean kommt aus dem Alten Wald wieder raus uns sieht - oh Wunder - den Fluss Eilwasser an sich vorbei eilen. Hätte er prinzipiell nicht einfach nur dem Flusslauf von Ortensruh aus folgen brauchen?
Dein Buch macht echt Spaß!
Viele Grüße,
May