Autor Thema: Allgemeine Fragen an Andrea Schacht  (Gelesen 2419 mal)

Offline Annette B.

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Re: Allgemeine Fragen an Andrea Schacht
« Antwort #15 am: März 20,März 2008, 09:29:41 »
Hallo zusammen,

ich habe hier im Zusammenhang mit alten Rezepten und Schokolade noch ein steinaltes Getränk von unserer ostfriesischen Ur- Großmutter gefunden, welches vielleicht auch Kathrin gefallen könnte in der Skihütte. :-)+:-)

Es gab ja mal ein sehr strenges Alkoholverbot in Ostfriesland, welches die Ostriesen aber nicht akzeptieren wollten und mit kleinen Tricks geschickt unterwanderten. Aus dieser Zeit stammt z.B. auch das bekannte ostfriesische Getränk, der "Pharisäer".
Ein weiteres, nicht so bekanntes Geträk aus der Zeit ist:
"Die tote Tante"
(wurde gern zum Leichenschmaus, mit dem trockenen Blechkuchen gereicht, daher der Name)
1/2 Tasse süße Schokolade
1 großes Schnapsglas Rum
2-3 Eßl. geschlagene süße Sahne
1 Teel. Kakaopulver mit Vanille gemischt
Eine große Kaffetasse zur hälfte mit süßer Schokolade füllen, den Schnaps dazu geben und dann ordentlich süße Sahne darauf geben (damit der Alkoholduft sich nicht so einfach verbreiten kann)! Mit dem Vanille-Kakaopulver bestäuben bzw. verzieren.
Auch die Vanille diente dem Zweck, den Duft des Getränkes zu verschleiern. Denn genauso wie unser "Kantholz" in dem Buch "Göttertrank" gab es auch zu der damaligen Zeit in Ostfriesland "Spione und Denuzianten.  :-))

@Andrea, darf ich dir noch eine Frage zu deiner "Ringtriologie" stellen???

Wie bist du damals auf die Idee zu diesen Büchern gekommen und gab es um Köln herum wirklich schon ein "Rohrleitungssystem" und auch Thermen????
Ich habe hier dein Buch "Rheines Gold" schon angefangen auf dem Sofa liegen und bin überrascht wie Fortschrittlich damals in Köln die Wasserversorgung war.
Das mir in dem Buch "Rheines Gold" auch "Annik" begegnet ist, dass hat mich nicht mehr überrascht, sondern wirklich erfreut. Da war ich doch direkt wieder "zu Hause" in dem Buch. ;-)

Liebe Grüße
Annette

Liebe Grüße  Annette   winken:

Offline AndreaS

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Re: Allgemeine Fragen an Andrea Schacht
« Antwort #16 am: März 20,März 2008, 13:44:47 »
Liebe Annette,

nach zwei solchen Göttertränken könntest Du mich auch zu den toten Tanten zählen!

Meine Römer-Romane ...

Ja, mich hat schon immer ungeheuer fasziniert, mit welch fortschrittlichen Technik die Römer gearbeitet haben (bin ja selbst Inschenschörin). Es gab wirklich eine 100 km lange Wasserleitung von der Eifel bis nach Köln, Teile davon sind heute noch zu sehen, ich habe selbst und höchstpersönlich die Nase reingestreckt.

Der rekonstruierte römische Stadtplan weist eine große Thermenanlage in Köln aus, weiß der Himmel, wieviel kleinere es gegeben hatte.

Bei der Ringtrilogie hat mich der Gedanke inspiriert, vier gleiche Charaktere in unterschiedliche Zeiten zu versetzen und zu sehen, wie sie unter den geänderten Umständen aufeinander reagieren. Die Idee dazu kam mir tatsächlich beim Anblick der Katzentatze auf dem römischen Ziegel.
(Vielleicht sollte ich mal eine zeitreisende Katze eine Geschichte erzählen lassen ... Die Vorstellung beginnt mich zu reizen.)

Liebe Grüße
Andrea

Offline Annette B.

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Re: Allgemeine Fragen an Andrea Schacht
« Antwort #17 am: März 20,März 2008, 20:54:27 »
Hallo Andrea,

Zitat von: Andrea
Bei der Ringtrilogie hat mich der Gedanke inspiriert, vier gleiche Charaktere in unterschiedliche Zeiten zu versetzen und zu sehen, wie sie unter den geänderten Umständen aufeinander reagieren.

Genau diese Aussage habe ich als Metapher hinter dieser "Ringtriologie" vermutet. Eben das sich das Schicksal immer wiederholt, nur eben der Zeit angepasst in der diese "starken Charakter" sich entwickeln und leben.
Als ich die Ringtriologie zum ersten mal gelesen habe, war ich noch nicht in diesem Forum und daher habe ich zu den Büchern keine Rezi`s geschrieben. Aber wenn ich das getan hätte, dann hätte ich mit ziemlicher Sicherheit darin geschrieben, dass das Buch, der Siegelring und die Protagonistin Annik, dir besonders gut gelungen ist.

Zitat von: Andrea
(Vielleicht sollte ich mal eine zeitreisende Katze eine Geschichte erzählen lassen ... Die Vorstellung beginnt mich zu reizen.)

Na ja, Annik hatte doch so eine liebe, verschmuste Katze  :->
Solltest du diese Idee verwirklichen, dann kenne ich schon eine interessierte Leserin.
Das Buch "Vor Wundern flieht man nicht" fand ich ganz toll und es war für mich der Einstieg in deine "Katzenromane".

Zitat von: AndreaS
Ja, mich hat schon immer ungeheuer fasziniert, mit welch fortschrittlichen Technik die Römer gearbeitet haben (bin ja selbst Inschenschörin). Es gab wirklich eine 100 km lange Wasserleitung von der Eifel bis nach Köln, Teile davon sind heute noch zu sehen, ich habe selbst und höchstpersönlich die Nase reingestreckt.

Der rekonstruierte römische Stadtplan weist eine große Thermenanlage in Köln aus, weiß der Himmel, wieviel kleinere es gegeben hatte.

Ich sehe schon, es hilft nix, ich muß mich noch einmal auf "Schusters Rappen" begeben und die Gegend um Köln herum genauer Erforschen.  :-))
Mein Mann kriegt wahrscheinlich wieder eine Kriese, aber er ist ja schon mit mir auf den Spuren von Almut gewandelt und da haben ihn nur die vielen Kirchen gestört.
Römische Wasserleitungsysteme könnten ihn dagegen auch interessieren.

Danke für deine Antworten.

Liebe Grüße
und schöne Ostertage
Annette
 
Liebe Grüße  Annette   winken: