Hallo Lannie,
So, zumindest eine LR will ich so langsam einmal abschließen.
Der letzte Abschnitt hat mir eigentlich sehr gut gefallen und in meinem Buch gibt es noch ein Schlußwort vom Autor indem er schreibt, daß der erste Teil des Buches ganz zu Anfang seiner Arbeit als Schriftsteller entstanden ist und er erst sehr viel später den Teil nach Florenz geschrieben hat. Diesen Bruch merkt man sehr deutlich finde ich. Im ersten Teil des Buches hat Foster es nämlich kaum geschafft mich für das Buch zu erwärmen, aber das hat sich zum Schluß doch geändert.
Am Besten hat mir jetzt zum Schluß der alte Emerson gefallen, er scheint ein wirklich netter Kerl zu sein und hat seinem Sohn schon ein paar sehr anständige Dinge für das Leben beigebracht. Auch fast er für mich sehr schön in Worte wie sehr sein Sohn scheinbar Lucy liebt. Auch scheint Lucy erst in diesem Gespräch klar zu werden, daß ihre Reise nach Griechenland bedeuten würde, daß sie George vielleicht nie mehr sehen würde und erkennt da erst, daß wie sehr sie ihn liebt.
Lucy tritt die Flucht an. Warum nur will sie weg? Sie will George nicht sehen, aber warum nicht? Daraus werd ich nicht ganz schlau. Sicherlich würde er um sie werben, wenn er erfährt, dass sie die Verlobung gelöst hat, aber sie scheint das nicht anzuwidern, sondern eher zu verängstigen...
Sie versucht ja sogar die Lösung der Verlobung geheim zu halten bis sie auf und davon ist... Ich verstehe Lucy nicht...
Warum sie fliehen will? Ich denke ein Teil ist Flucht vor ihren eigenen Gefühlen und vor der Situation als solches. Vielleicht ist auch etwas zu viel Stolz dabei, daß sie zugeben muß, daß um sie herum einige Menschen besser über ihre Gefühle bescheid wußten als sie. Auch das sie eingestehen muß das sie sich und andere belogen hat. Außerdem ist Lucy auch noch sehr jung und in Liebesdingen einfach unerfahren. Wirkliche Hilfe in ihrer Verwiirtheit hat sie in ihrer Familie auch nicht. Die Gefühle die sie George gegenüber hat und die er ihr dann doch (für die damaligen Zeit) recht stürmischen Art und Weise zeigt, erschrecken sie ebentuell auch ein wenig. Wie Du siehst, versuche ich sie zumindest zu verstehen

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Sehr interessant fand ich, dass Lucys Mutter Lucy und Charlotte große Ähnlichkeiten bescheinigt. Das muss für Lucy sicher ein Schock gewesen sein, aber oftmals rüttelt sowas einen ja auf. Und es scheint tatsächlich etwas bewirkt zu haben.
Lucys Mutter muß Charlotte noch als junges Mädchen gekannt haben und ich kann mir schon vorstellen, daß die beiden da einige Ähnlichkeiten hatten.
Als Lucy feststellt, dass das Haus der Emersons wieder vermietet werden soll, wacht sie auf. Sie geht ins Pfarrhaus und trifft dort auf Mr. Emerson, der ihr endgültig die Augen öffnen kann und Lucys Gefühle für seinen Sohn zu Tage fördert. Ich fand dieses Kapitel wirklich sehr schön. Es hatte viel Tiefe und konnte gut die Emotionen transportieren. Mr. Beebes Reaktion darauf, dass Lucy George liebt fand ich unheimlich krass! Wie kann er nur so graussam und kalt sein? Schließlich ist er doch der Pfarrer?
Hach, dieser Abschnitt hat mir auch sehr gut gefallen. Wäre das Buch die ganze Zeit so flüssig zu lesen gewesen und so zum wohlfühlen. Ich hätte es bestimmt um einiges schneller gelesen.
Schön fand ich auch, dass Lucy und George gemeinsam nach Florenz reisen, in der gleichen Pension wohnen. Das war ein schöner, runder Abschluss. Daher fand ich den Anhang einfach überflüssig und störend.
Für mich war auch die Reise der Beiden der Abschluß des Buches. Den Anhang habe ich nur überflogen, wenn ich ehrlich bin. Denn das Ende war für mich ein "Und sie lebten glücklich an ihr Lebensende". Ich wollte nicht unbedingt noch etwas über Kriegswirren o.ä. lesen.
Insgesamt war es ein durchschnittlich gutes Buch für mich. Momentan ringe ich noch mit mir, ob ich noch ein anderes Buch von dem Autor lesen soll oder es lieber lasse. Ich hätte mir ein wenig mehr Tiefe bei den Figuren gewünscht und ein wenig mehr Beschreibungen von Figuren, Orten etc. Das blieb mir leider zu flach. Aber ich wollte dennoch unbedingt wissen, wie es ausgeht. 
Meine Schwester hat alle Bücher von Foster gelesen und so wie ich sie verstanden habe, hat ihr Maurice noch mit am Besten gefallen. Die anderen Bücher fand sie wohl eher langweilig.
Ich bin mir auch noch nicht klar darüber ob ich noch einen Foster lese. Denn dafür habe ich für dieses Buch einfach zu lange gebraucht und habe mich vor allem im ersten Abschnitt stellenweise auch etwas gelangweilt.
Liebe Grüße
Susanne