Roberts, Nora: Das Haus der Donna

Originaltitel: Homeport
Verlag:
Heyne
erschienen:
1999
Seiten:
512 Seiten
Ausgabe:
Taschenbuch
ISBN:
3453169271
Übersetzung:
Margarethe van Pée

Klappentext:

Als die attraktive Kunstexpertin Dr. Miranda Jones nach einer langen Vortragsreise nach Hause zurückkehrt, wird sie von einem Unbekannten überfallen und mit einem Messer bedroht. Er entreißt ihr die Tasche, zersticht die Reifen ihres Autos und verschwindet in der Dunkelheit. Zutiefst verstört versucht Miranda den Überfall zu vergessen – doch eine gewisse Unruhe bleibt zurück. Ein Anruf ihrer Mutter aus Italien ist da eine willkommene Ablenkung. Elizabeth Standford-Jones, die dominante Leiterin des nach ihr benannten Kunstinstituts, bittet ihre Tochter, sofort nach Florenz zu kommen, um eine unbekannte Bronzeskulptur zu untersuchen. Stammt die kostbare Dunkle Lady wirklich aus der Medici-Ära, wie der erste Anschein vermuten läßt? Miranda macht sich trotz der Blessuren des Überfalls auf den Weg. Kurze Zeit später steht ihr Urteil fest: Die Dunkle Lady ist tatsächlich echt.

Als die Presse von dem spektakulären, bis dahin geheimgelatenenen Fund erfährt, wird Mirandas Expertise jedoch angefochten. Beruflich geschmäht, versucht die Kunstexpertin, mit der Demütigung fertigzuwerden. Erst als sie Ryan Boldari kennelernt, einen attraktiven Galeristen und Kunstdieb, wird Miranda klar, daß es um mehr geht als eine Kunstexpertise, nämlich um Karriere, Verrat und Mord. Möglicherweise war auch der Überfall auf sie kein Zufall. Denn die Dunkle Lady ist nicht die einzige Fälschung, die im Umlauf ist…

Rezension:

Um so mehr ich von Nora Roberts lese, um so mehr freue ich mich auf jedes weitere Buch von ihr. Zwar war dieses Buch jetzt nicht herausragend gut, aber ihre Charaktere sind immer so wunderbar gezeichnet, das sie absolut real wirken. Ein Talent, das in diesem Ausmaß nur noch wenige Autoren haben. Interessant fand ich an diesem Buch einfach die Hintergrundstory. Also das Geschehen rund um die Gallerie und die Kunst. Allerdings hätte ich mir gewünscht, das die Handlung manchmal ein wenig flotter vorangeht. Meiner Meinung ist das Buch einfach ein wenig zu lang gezogen.

Trotzdem gibt es wie immer bei Nora Roberts jede Menge Überraschungen und skurile Dialoge. Besonders natürlich zwischen Miranda und Ryan, die sich anscheinend nicht entscheiden können, ob sie sich nun lieben oder hassen. Und während man Mirandas Familie ziemlich seltsam, kühl und beherrscht findet, muss man Ryans italienische Familie einfach gern haben.

Note: 2-

Brown, Sandra: Nacht ohne Ende

Originaltitel: Standoff
Verlag:
Blanvalet
erschienen:
2001
Seiten:
414
Ausgabe:
Taschenbuch
ISBN:
3442354471
Übersetzung:
Elke Bartels

Klappentext:

Die Fernsehreporterin Tiel McCoy sitzt gerade im Auto, als sie im Radio von der Entführung der texanischen Millionärstochter Sabra Dendy hört. Als Tiel kurz darauf an einer Raststätte hält, tauchen plötzlich der Kidnapper und sein Opfer auf und nehmen sie und einige andere Gäste als Geiseln. Bald schon wird der wahre Sachverhalt klar: Sabra ist hochschwanger und mit ihrem Freund von zu Hause geflohen. Als bei dem Mädchen unvermittelt die Wehen einsetzen und auch noch das FBI anrückt, machen die verzweifelten jungen Leute deutlich, daß sie lieber sterben würden, als aufzugeben. Nur ein einziger Mann kann Tiel helfen, das Pulverfass vor dem Explodieren zu bewahren….

Rezension:

Dieser Sandra Brown Roman hat mir wirklich wahnsinnig gut gefallen. Was man übrigens auch daran sehen kann, das ich ihn innerhalb eines Tages ausgelesen hatte. Das Buch ist zwar nicht besonders lang (etwas über 280 Seiten) und ziemlich temporeich geschrieben, aber ich finde das passt exzellent zum Thema Geiseldrama. Wie die Situation sich immer wieder in Sekunden total ändert, wie sich völlig unbedeutende Aktionen auf das Geschehen auswirken können und wie Menschen in gefährlichen Situationen über sich hinaus wachsen oder völlig versagen können, bringt die Autorin sehr authentisch rüber.

Punktabzug gibt es nur für die letzten Seiten, da ich noch gerne etwas mehr über Ronnie und Sabra erfahren hätte. Außerdem erschien mir die Sache mit Tiel am Ende etwas zu weichgespült.

Note: 2