Markus Zusak: Die Bücherdiebin

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Offline Marja

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Markus Zusak: Die Bücherdiebin
« am: 01. März 2010, 17:08:31 »
Markus Zusak - Die Bücherdiebin

[isbn]978-3764502843 [/isbn]

Klappentext
Im Alter von neun Jahren hat Liesel schon vieles verloren. Ihren Vater, einen Kommunisten. Ihre Mutter, die ständig krank war. Ihren Bruder Werner - auf der Fahrt nach Molching zu den Pflegeeltern.
Als der Bruder stirbt, gerät sie zum ersten Mal ins Blickfeld des Todes. Und stiehlt ihr erstes Buch - ein kleiner, aber folgenreicher Ausgleich für die erlittenen Verluste. Dann stiehlt sie weitere Bücher. Äpfel und Kartoffeln. Das Herz von Rudi. Das von Hans und Rosa Hubermann. Das von Max. Und das des Todes.
Denn selbst der Tod hat ein Herz.

Meine Meinung
Ein wunderbares Buch! Eines, dass wirklich nahegeht.
Erzählt wird aus Sicht des Todes - ein eher ungewöhnlicher Erzähler mit einer ungewöhnlichen Erzählweise. Als Allwissender gibt er kleine Vorausblicke, Rückblenden, philosophische Exkurse, persönliche Bemerkungen. Im Prolog musste ich mit diesem Stil noch kämpfen. Ab dem ersten Kapitel war ich gefesselt.
Man lebt plötzlich in der Himmelstrasse in Molching, kennt den Alltag, aber auch den Schrecken des Krieges, der plötzlich den Alltag ausmacht.
Doch dieses Buch handelt nicht in erster Linie vom Krieg, sondern von den Menschen - dem netten Nachbarsjungen, den anderen Kindern der Strasse, der gebrochenen Bürgermeistersfrau,  dem jüdischen Faustkämpfer Max und natürlich Liesels Pflegeeltern. Sie alle sind so realistisch wie die Menschen, denen wir täglich begegnen, aber hier lernen wir das besondere in jedem einzelnen zu sehen.
Und nicht zuletzt geht es um die Magie der Bücher, die in jeder Situation Trost spenden, die für Liesel lebenswichtig werden.
Einfach ein wunderbares Buch!

Bewertung