Supergute Tage oder Die sonderbare Welt des Christopher Boone von Mark Haddon

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Offline Susanne

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Supergute Tage oder Die sonderbare Welt des Christopher Boone von Mark Haddon

[isbn]3570302962[/isbn]   Supergute Tage oder Die sonderbare Welt des Christopher
Mark Haddon   
Unterhaltung
Seiten: 282
Bewertung:


Inhalt
Christopher Boone ist fünfzehn Jahre, drei Monate und zwei Tage alt. Er kennt alle Länder und deren Hauptstädte sowie sämtliche Primzahlen bis 7507. Er liebt die Farbe Rot, hasst hingegen Gelb und Braun. Unordnung, Überraschungen und fremde Menschen versetzen ihn in Panik, denn Christopher leidet an einer leichten Form von Autismus. Als aber der Pudel in Nachbars Garten mit einer Mistgabel umgebracht wird, beginnt Christopher, aus seiner fest gefügten, kleinen Welt auszubrechen: Mutig stellt er den schändlichen Verbrecher und erfährt außerdem, was es heißt, in der Welt der Erwachsenen zu leben ...

Meine Meinung
Das Buch ist aus der Sicht von Christopher geschrieben einem Jungen der am Asperger Syndrom leidet. Christopher braucht ein Leben in gleichbleibender Routine. Er versteht Gefühlsregungen falsch oder gar nicht, gerät bei Menschenansammlungen oder Veränderungen in Panik  und erträgt keinen engen Körperkontakt. In Ausnahmesituationen versucht er sich durch mathematische Aufgaben abzulenken, was ihm aber in extrem Situationen doch nicht weiterhilft und er reagiert dann teilweise mit Aggressivität o.ä..
Als der Hund der Nachbarin mit einer Mistgabel erstochen wird, versucht er auf seine Art dieses Verbrechen auszudecken und entdeckt mehr als dieses Verbrechen und bringt dadurch eine Kette von Ereignissen ins Rollen die auch sein Leben verändern.

Durch dieses Buch bekommt man einen kleinen Einblick darüber wie schwer es ist mit dem Asperger Syndrom zu leben. Als Betroffener als auch als Familienmitglied.
Wie schwer muß es sein, wenn man Gefühle oder die Körpersprache seines Gegenübers nicht versteht oder falsch deutet. Dies muß unweigerlich zu Missverständnissen führen und sorgt bei vielen Menschen die dies nicht verstehen können zur Isolation der Betroffenen.

Stellenweise kam mir die Gedankenwelt von Christopher ein wenig surreal vor. Aber ich denke so muß es sich auch für Christopher anfühlen, wenn er Dinge und Situationen einfach nicht versteht oder verstehen kann.

Für mich ein tolles Buch, was mich auf alle Fälle zum Nachdenken bewegt hat.



@wingfoot: Noch einmal lieben Dank, dass Du das Buch mit mir in einer LR gelesen hast. Es hat viel Spaß gemacht.
« Letzte Änderung: 01. Oktober 2008, 19:21:56 von Susanne »