Gregory/Tintori: Das Buch der Namen

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Offline ClaudiC

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Gregory/Tintori: Das Buch der Namen
« am: 21. Juli 2008, 13:31:37 »

   Gregory/Tintori: Das Buch der Namen
Verlag: rororo
Seiten: 396
Ausgabe: Taschenbuch
Preis: 8,95

[isbn]3499244810[/isbn]
Die sechsunddreißig Gerechten dieser Welt. Wie lange werden sie noch leben? Das weiß nur Gott - und diejenigen, die sie töten.

Ein uralter Papyrus mit einer Namensliste. Nach jahrelanger Suche im ägyptischen Wüstensand hält Sir Rodney ihn endlich in den Händen. Wenige Minuten später ist der Archäologe tot. Damit nimmt eine rätselhafte Mordserie ihren Lauf. Auf der ganzen Welt werden Menschen getötet, die bestimmte Namen tragen. Und nur David Shepherd kann das Morden stoppen. Denn er ist der Einzige, der die Namen kennt ...




Meine Meinung:
Sind Thriller eigentlich immer Action-Thriller? Auch in diesem Roman kommt man an Action nicht vorbei. Leider wird sie auch nicht zu knapp gehalten. Mir kommt es leider immer so vor, also seien die Bücher schon geschrieben worden, um anständig verfilmt werden zu können.
Was auf der Leinwand spannend und temporeich dargestellt werden könnte, ist hier für den Leser verwirrend und leidlich spannend.
Der Protagonis kann nicht nur, wie im Klappentext angegeben, das Morden stoppen, sondern auch, versteht sich eigentlich von selbst, die ganze Welt retten. Und das geht natürlich nur mit viel Blut vergießen und ordentlich Krawall.

Das eigentliche Thema: Es gibt immer 36 Gerechte auf dieser Welt. Nicht einmal sie selbst wissen, dass sie zu diesem Zirkel gehören. Werden alle 36 Gerechten einer Generation umgebracht, stürzt die Welt ins Chaos. Und darauf hat es ein uralter Geheimbund, die Gnoseos, abgesehen.

David Shepherd hat nach einem Unfall Namenseingebungen. Dabei handelt es sich um die 36 Gerechten, die er nun zu rette versucht.

Zu Hilfe kommen ihm einige jüdische Gelehrte. David, selbst Jude, aber eher praktizierender Atheist, kennt sich mit der Kabbala und dem jüdischen Glauben kaum aus, so wie wohl der durchschnittliche Leser. Der Rabbi gibt David mehrfach zu verstehen, dass eine knappe Einführung kaum möglich sei und er sich mit Nicht-Verständnis begnüngen müsse. So geht es leider auch dem Leser. Ich habe ganze Passagen schlicht nicht kapiert. Schade. Denn an sich ist Geomantrie, Zahlenkunde etc. schon interessant. Aber hier kann man leider nicht viel lernen. Und so blieb mir auch manchmal verborgen, warum David und Co. in ihren Nachforschungen wieder einen Schritt weiter gekommen waren.

Vielleicht bin ich mit der falschen Einstellung an diesen Thriller herangegangen, aber ich dache, gerade weil das Autoren-Duo aus zwei Frauen besteht, hier gäbe es etwas mehr düstere Spannung und weniger Hau drauf.

Der Schreibstil ist flüssig, die Kapitel kurz. So bin ich zügig durchgekommen und habe mich mäßig amüsiert, aber nur wenig gelangweilt.

Note: 3
 

ClaudiC



Offline SilkeS.

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Re: Gregory/Tintori: Das Buch der Namen
« Antwort #1 am: 21. Juli 2008, 13:55:45 »
Hallo Claudic!

Ich finde Deine Rezi toll!  Du hast Deine Argumente super ausformuliert und schön verständlich gemacht, ohne zu spoilern.
Toll!

Mal sehen, wenn mir das Buch mal in die Hände fällt, ob ich es lese!

Gruß SilkeS.
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Offline ClaudiC

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Re: Gregory/Tintori: Das Buch der Namen
« Antwort #2 am: 21. Juli 2008, 19:42:12 »

Ich finde Deine Rezi toll!  Du hast Deine Argumente super ausformuliert und schön verständlich gemacht, ohne zu spoilern.
Toll!

Danke  :-B